Air-Indias neuer CEO signalisiert Wende: Frachtbooster und Instandsetzungsfix

Tewolde Gebremariam verschläft keine Minute. Noch bevor er den Vorsitz antritt, hat der designierte CEO zwei konkrete Probleme identifiziert – ungenutzte Frachtkapazitäten und am Boden stehende Flugzeuge, die auf Teile oder Reparaturen warten – und beabsichtigt, beide sofort anzugehen. Diese Fokussierung auf Umsatzgenerierung und Asset-Verfügbarkeit ist genau das, was die Fluggesellschaft nach Jahren des Geldverbreitens unter staatlicher Aufsicht benötigt.
Air Indias Frachtgeschäft war lange Zeit eher ein Nebenschauplatz als eine Profitmaschine. Indem Gebremariam es zur Priorität erhebt, signalisiert er, dass jeder Quadratmeter Rumpf seinen Beitrag leisten muss. Die Beseitigung von Wartungsverzögerungen adressiert die zweite Hälfte der Gleichung: Ein Flugzeug am Boden generiert keinen Umsatz, während Aufsichtsbehörden und staatseigene Zulieferer die Kosten durch langsame Genehmigungen und Engpässe bei Ersatzteilen in die Höhe treiben.
Der Steuerzahler ist hier der vergessene Stakeholder. Jahrzehnte von Subventionen und politischem Management haben weder zuverlässigen Service noch nachhaltige Renditen hervorgebracht. Wenn die neue Führungsspitze Flugzeuge in fliegende Assets und Frachträume in Umsatzströme verwandeln kann, wird sie beweisen, dass kommerzielle Logik der ministeriellen Aufsicht jedes Mal überlegen ist.

