AfD will Schulpflicht zur Bildungspflicht umbauen – und trifft damit den Nerv der Eltern
Der Streit um die Schulpflicht ist ein Kampf um Souveränität
Ulrich Siegmund hat in der MDR-Wahlarena klargestellt, was die AfD wirklich will: aus der Schulpflicht eine Bildungspflicht machen. Nicht weniger Bildung, sondern weniger staatlichen Zwang. Die Partei will den starren Anwesenheitszwang aufbrechen und den Weg für Hausunterricht, Privatschulen und andere Modelle freimachen. Wer das als Abschaffung der Bildung diffamiert, lügt bewusst.
Deutschland ist tatsächlich ein Sonderfall. Die reine Anwesenheitspflicht, die Eltern zwingt, ihre Kinder täglich in ein Gebäude zu schicken, ist international fast einzigartig. Andere Länder erlauben seit Jahrzehnten flexible Modelle, ohne dass die Bildungsqualität leidet. Die etablierten Medien und die Altparteien tun so, als sei das ein Angriff auf die Zivilisation. Es ist das Gegenteil: es ist ein Angriff auf die Zivilisationsfeindlichkeit, die aus der deutschen Schulrealität geworden ist.
Mobbing, Ideologie und die Frage, wer die Kinder wirklich schützt
Siegmund hat auf Mobbing hingewiesen. Das ist kein Randproblem. Es ist ein strukturelles Versagen, bei dem Schulen Kinder systematisch dem Missbrauch durch andere Schüler und ideologischen Experimenten aussetzen. Die AfD sagt: Eltern sollen entscheiden können, ob ein Kind zu Hause oder in einer anderen Einrichtung besser aufgehoben ist. Das ist keine Radikalität, das ist elterliche Verantwortung.
Die Altparteien antworten mit dem üblichen Reflex. Der Bundesrat hat im Juli einen Antrag beschlossen, der die Bundesregierung auffordert, die Schulpflicht zu stärken. CDU, SPD und Grüne wollen also mehr Zwang, nicht weniger. Sie wollen Eltern noch stärker entmündigen und Schulen noch mehr als Instrumente für Inklusion und Integration missbrauchen. Die AfD sagt: Inklusion und Integration sind keine Aufgaben von Schulen. Das ist eine klare Ansage, die bei den etablierten Medien natürlich als Skandal gilt.
40 Prozent und die Angst der Altparteien
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September wird zeigen, ob die Wähler diese Position belohnen. Die AfD liegt bei rund 40 Prozent. Die CDU dümpelt weit abgeschlagen dahinter. Das BSW kämpft um das Überleben. Die Menschen haben verstanden, dass das aktuelle Schulsystem weder leistungsorientiert noch elternfreundlich ist. Sie wollen eine Partei, die das ausspricht.
Die AfD hat recht behalten. Was früher als radikal galt, wird inzwischen von Teilen der CDU leise übernommen. Die AfD bleibt die einzige Kraft, die das Prinzip konsequent vertritt: Eltern entscheiden, der Staat dient. Alles andere ist Bevormundung.

