AEGON-Aktien brechen nach schwachen Zahlen ein

Der Vorsteuergewinn lag auch unterhalb der Konsenserwartungen. Die Nettomittelabflüsse stiegen besonders bedingt durch das US-Geschäft signifikant an.

Der Nettogewinn stieg im zweiten Halbjahr 2019 auf 910 Millionen Euro von 253 Millionen im Vorjahreszeitraum, wie der niederländische Versicherer und Assetmanager mitteilte. Der bereinigte Vorsteuergewinn, die wichtigste Messgröße des Unternehmens, sank auf 963 Millionen Euro von 1,01 Milliarden. Analysten in einem vom Unternehmen erstellten Konsens hatten mit 997 Millionen Euro gerechnet.

Die Nettomittelabflüsse legten auf 22,5 Milliarden Euro zu von 8,55 Milliarden. Gründe hierfür waren laut Mitteilung vor allen Vertragsbeendigungen bei US-Pensionsplänen und Mittelabflüsse im US-Rentenversicherungsgeschäft. Diese konnten nur zum Teil durch anderweitige Nettomittelzuflüsse kompensiert werden.

Die Solvency-II-Quote - für Versicherer ein wichtiges Maß für Kapitalstärke - betrug 201 Prozent Ende Dezember, nach 211 Prozent Ende Dezember 2018 und 197 Prozent Ende Juni 2019.

Die AEGON NV deklarierte eine Dividende von 16 Cents für das zweite Halbjahr 2019, nach 15 Cents im Vorjahreszeitraum.

So reagieren die AEGON-Papiere

AEGON sind am Donnerstag eingebrochen. Letztlich büßten die Aktien des Versicherungskonzerns in Amsterdam 5,25 Prozent ein auf 3,77 Euro. Schwache Zahlen waren für den Kurseinbruch verantwortlich.

Das zweite Halbjahr sei trotz gering angesetzter Analystenerwartungen enttäuschend gewesen, hieß es von Mediobanca. Die hohe Dividendenrendite sollte die Aktien aber zumindest vor dem freien Fall bewahren.

AMSTERDAM (dpa-AFX Broker) / (Dow Jones)

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[finanzen.net] · 13.02.2020 · 17:56 Uhr
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