Abstimmung gegen Windräder in Mehring: Bayern will dennoch größten Windpark errichten
Die Mehringer Bürger haben sich in einer Ratsentscheidung und einem Bürgerentscheid mehrheitlich gegen den Bau von Windkraftanlagen in ihrer Gemeinde ausgesprochen. Trotzdem lassen die Staatsregierung, die Bayerischen Staatsforsten und das Unternehmen Qair ihre Pläne für den Ausbau der Windenergie nicht fallen. Mit dem ambitionierten Ziel vor Augen, erneuerbare Energie für den Chemiepark und die Bürger zu erzeugen, bleibt das Projekt im Altöttinger Forst weiterhin auf Kurs.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) äußerte sich zuversichtlich: "Ich bin nach wie vor dafür, Windräder in der Region zu errichten, um erneuerbare Energie für den Chemiepark und die Bürger zu erzeugen." Trotz der Entscheidung der Mehringer Bürger müsse nun geprüft werden, wie das Windenergie-Projekt fortgesetzt werde.
Die Bayerischen Staatsforsten und der Projektentwickler Qair Deutschland stehen ebenfalls weiterhin hinter dem Vorhaben. Das Ergebnis des Bürgerentscheids werde respektiert, betonten sie. Dennoch sei man sich einig, dass das Gesamtprojekt, der Ausbau der Windenergie im Burghauser und Altöttinger Forst, weiterverfolgt werden solle.
Trotz der Zusicherung, das Projekt nicht aufzugeben, steht der Gemeinderat von Mehring nun vor einer entscheidenden Frage. Der zuvor zugestimmte Baubeginn im Jahr 2023 steht auf dem Prüfstand, da Bürgermeister Robert Buchner (Freie Wähler) ankündigte, die Zustimmung zu widerrufen. Der Bürgerwille spiele eine bindende Rolle, so Buchner.
Die Meinungen über den Windpark in Mehring mögen auseinandergehen, doch die Zielsetzung, erneuerbare Energie zu fördern, steht außer Frage. Die Hoffnung ist, dass die unterschiedlichen Interessen geprüft und behutsam ineinandergeführt werden können. So könnte der geplante, größte Windpark Bayerns doch noch Wirklichkeit werden. (eulerpool-AFX)

