Abermals Verluste: Dow Jones beendet schlimmstes Quartal seit 1987 erneut rot

Der Dow Jones legte am letzten Handelstag in diesem Quartal eine volatile Entwicklung hin. Nach zunächst rotem Start drehte die Stimmung im Handelsverlauf und die Märkte schafften es ins Plus. Doch die Skepsis blieb im Markt, so dass der Leitindex im späten Handel sogar unter die 22.000-Punkte-Markte rutschte. Mit einem Abschlag von 1,85 Prozent ging es bei 21.914,37 Indexpunkten in den Feierabend. Damit beendete das Börsenbarometer ein tiefrotes Quartal mit weiteren Verlusten - insgesamt hat der Dow Jones seit Jahresstart 23 Prozent verloren und markierte damit das schlechteste Quartal seit dem vierten Jahresviertel 1987.

Die Zahl der Neuinfizierten und Todesfälle in den USA nimmt immer noch stark zu, und eine Abschwächung scheint nicht in Sicht. Und es ist weiter ungewiss, inwieweit die eingeleiteten Maßnahmen der US-Regierung und der Fed die negativen Auswirkungen der Pandemie abfedern werden. Wie schlimm es tatsächlich um die US-Konjunktur steht, würden aber erst die Daten in den kommenden Wochen zeigen, hieß es.

Goldman Sachs sieht schon jetzt schwarz für die US-Wirtschaft. Die Analysten der Investmentbank haben ihre ohnehin schon pessimistischen Erwartungen nochmals zurückgeschraubt. Für das erste Quartal dieses Jahres rechnen sie mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 9 Prozent, im zweiten Quartal erwarten sie einen Einbruch des realen BIP um sogar 34 Prozent. Bisher hatten sie den Rückgang auf 6 Prozent im ersten und 24 Prozent im zweiten Quartal geschätzt.

Allerdings ist Goldman zuversichtlich, dass Maßnahmen wie Kontaktverbote oder Schließungen etwa von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen schon im kommenden Monat die Zahl der Neuerkrankungen deutlich sinken lassen. Eine langsamere Ausbreitung des Virus und die Beachtung der Einschränkungen durch Unternehmen und Einzelpersonen könnten den Weg für eine Erholung der Wirtschaft ab Mai/Juni bereiten, so die Analysten.

Im Verbrauchervertrauen und dem Chicago-Einkaufsmanager-Index hat die Krise derweil zunächst nicht ganz so gravierende Spuren hinterlassen wie erwartet. Beide verzeichneten im März zwar jeweils einen Rückgang, der aber geringer ausfiel als von Ökonomen prognostiziert.

Leicht positiv wurden auch die jüngsten Daten aus China aufgenommen. Nach dem historischen Absturz der Einkaufsmanager-Indizes sind diese im März für das Dienstleistungsgewerbe und den verarbeitenden Sektor wieder in den Expansionsbereich zurückgekehrt.

/ Dow Jones Newswires

Marktberichte
[finanzen.net] · 31.03.2020 · 22:17 Uhr
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