5 häufige Fehler bei der Auswahl des Cloud-Infrastruktur-Anbieters

Der Einsatz von Cloud-Infrastruktur zahlt sich für Unternehmen aus. Sie können sich auf eine effiziente Basis im Hintergrund verlassen. Dabei gibt es aber zahlreiche Fallstricke und Fallen, in die schon andere getappt sind: Billig oder teuer, US oder hier, mit oder ohne Managed Services, Label-Partner oder Open Source sind wichtige Fragen, die es vor der Wahl zu klären gilt.

1. Was ist, wenn man den billigsten Anbieter gewählt hat?

Mit dem billigsten Anbieter mag sich mancher am besten beraten wähnen und glauben, das Höchstmaß an Effizienz und Outsourcing erreicht zu haben. An der Qualität sollte aber im Falle von Cloud Services nicht gespart werden. A und O ist eine performante Infrastruktur, hier merkt man als Kunde sehr schnell, was man gekauft hat. Comarch ist mit seinen Angeboten billiger als große Anbieter, aber nicht der billigste von allen Anbietern, weil Qualität eben wichtig für einen störungsfreien Betrieb ist. Deshalb umfasst Comarchs Angebot bewährte Hardware wie Intel Processors.

2. Was ist, wenn man den teuersten Anbieter gewählt hat?

Qualität ist wichtig, doch nur für einen großen Namen viel Geld auf den Tisch zu legen, widerspricht dem Grundgedanken der Effizienzsteigerung. Zudem steigt mit Bekanntheit und Größe des Anbieters, die Gefahr, nur eine von vielen Nummern zu sein. Comarch ist big enough to deliver und gleichzeitig small enough to care. Mittelgroße Anbieter bringen hier den Vorteil mit, ihren Kunden individuelle Wünsche zu erfüllen und das jeweilige Projekt anzupassen oder maßzuschneidern.

3. Was ist, wenn man einen US-Anbieter gewählt hat?

Gerade bei US-amerikanischen Anbietern müssen deren Kunden eine wichtige Sache beachten: Der US CLOUD Act steht der EU-DSGVO gegensätzlich gegenüber. CLOUD steht bei diesem Gesetz als Abkürzung für „Clarifying Lawful Overseas Use of Data“. Betreiben US-Firmen eigene Rechenzentren in Deutschland oder im Rechtsraum der EU, so sind sie seit März 2018 durch dieses Gesetz zur Kooperation mit Ermittlungsbehörden verpflichtet. Auf Nummer sicher können deutsche Unternehmen also nur gehen, wählen sie einen deutschen oder europäischen Data-Center-Anbieter. Mit dem Standort in Deutschland ist das Comarch Data Center den strengen rechtlichen Anforderungen von deutschem und EU-Recht unterworfen.

4. Was ist, wenn man Cloud ohne Managed Services gekauft hat?

Die Cloud hat sich in den letzten zehn Jahren als Ort etabliert, wo sicher und unabhängig von Standort, Hardware oder technischem Kenntnisstand Daten in Echtzeit geteilt werden können. Dennoch entschieden sich zu viele Unternehmen für alleinige Cloud, ohne Managed Services. Was auf den ersten Blick kostenbewusst wirkt, kann sich sehr schnell als Eigentor erweisen. Auf den ersten flüchtigen Blick wirken alle modernen Cloud-Self-Service-Portale einfach bedienbar, der „Teufel steckt aber im Detail“. Mehrwerte können Unternehmen aber nicht nur aus effizienter Infrastruktur erzeugen, sondern auch aus optimal konfigurierten Systemen, die von ausgewiesenen Experten implementiert und verwaltet werden.

5. Plattform besser Open Source oder namhafter Partner?

Auf den ersten Blick klingen die großen Namen gut und sie bürgen wirklich für Qualität. Doch bei genauerem Hinsehen kann sich dies schnell auf der Rechnung bemerkbar machen. Diese namhaften Partner sind ja nicht die Dienstleister der Cloud Services, sondern mit deren Anbieter vertraglich verbunden. Wenn sie für diese die Preise erhöhen, bleibt dem Cloud-Anbieter oft nur die Wahl, diese Kosten an den Kunden weiterzugeben. Deshalb setzt der IT-Dienstleister Comarch mit Comarch Cloud Infraspace auf Open Source. Diese Lösung ist ebenfalls durch zahlreichen Einsatz bewährt, aber kostentechnisch völlig von externen Partnern unabhängig. Das sogenannte Vendor-Lock-In kann somit auch für die Zukunft ausgeschlossen werden.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters achten?

Cloud Anbieter gibt es viele, prüfen Sie daher einerseits die Standards, zum Beispiel Zertifikate. Eruieren Sie außerdem, ob der Provider neuste Hardware einsetzt, z.B. modernste Prozessoren. Zudem sollten Sie beachten, wo sich die Rechenzentren befinden. Eine große geografische Nähe ist kritisch für Latenzen sensibler Systeme. Recherchieren Sie zudem, ob der Anbieter weitere Leistungen wie Managed Services im Angebot führt, welche bei Bedarf hinzugenommen werden können.

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[onlinemarktplatz.de] · 21.10.2019 · 08:30 Uhr
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