21.000-Punkte-Marke gehalten: Dow geht tiefer ins Wochenende

Der Dow Jones ging mit einem Abschlag von 0,6 Prozent bei 21.285,93 Punkten in den Freitagshandel und näherte sich kurzfristig der Nulllinie. Dann fiel er jedoch deutlich - im Tagestief bis auf 20.863,09 Einheiten. Zum Handelsende verbuchte das Börsenbarometer Einbußen in Höhe von 1,69 Prozent auf 21.052,53 Zähler.

Nach einer anfangs recht gelassenen Reaktion auf den schwachen Arbeitsmarktbericht (Pay Rolls) gerieten die US-Börsen am Freitag im weiteren Verlauf des Handels nun doch stärker unter Druck. Im März gingen am US-Arbeitsmarkt 701.000 Stellen verloren, es war der erste Rückgang seit 2010. Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang um 10.000 Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 4,4 Prozent und verzeichnete damit den stärksten monatlichen Anstieg seit 1975.

Allerdings sind in dem Bericht die zuletzt gesehenen explosionsartigen Anstiege der wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe noch nicht enthalten, denn der Berichtszeitraum des Arbeitsmarktberichts reichte nur bis zum 12. März. Damit dürfen erst im April-Bericht diese Entwicklungen sichtbar werden. Es dürfte nur der Beginn eines dramatischen Einbruchs am Arbeitsmarkt sein, der die US-Arbeitslosenquote auf Rekordniveau bringen könnte. Wegen der Pandemie sind zahlreiche Betriebe, Geschäfte und Gaststätten stillgelegt, während ungefähr zwei Drittel der 330 Millionen US-Bürger strengen Ausgangsbeschränkungen unterliegen.

Denn weiter bestimmt die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie das Geschehen. In den USA ist mit 1.169 Todesfällen die bislang weltweit höchste Zahl binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden. Laut den jüngsten Prognosen der US-Regierung könnten bis zu 240.000 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Dazu kommen weiter nicht absehbare negative Auswirkungen auf die US-Konjunktur. Durch die verhängten Ausgangsbeschränkungen wird vor allem der Konsum belastet, der ein entscheidender Faktor für US-Wirtschaft ist.

"Je länger der Lockdown dauert, desto größer der Schaden", sagt Stratege Eddy Loh von Maybank Group Wealth Management. "Wir werden sehr genau verfolgen, ob die Liquiditätskrise zu einer Finanzkrise wird. Und die USA werden dabei die entscheidende Rolle spielen", so der Teilnehmer weiter.

Ölpreise legen weiter zu - Hoffen auf Fördersenkungen

Für die Ölpreise geht es zum Wochenausklang weiter nach oben, wenn auch mit einem etwas geringeren Tempo als noch am Vortag. Eine Allianz von Ölproduzenten unter Führung von Saudi-Arabien und Russland will nach Angaben von OPEC-Vertretern am Montag in einer Telefonkonferenz über Produktionskürzungen von mindestens 6 Millionen Barrel pro Tag diskutieren und überlegen, die ob US-Produzenten zur Teilnahme an der Diskussion einzuladen. Das Ergebnis wird weitgehend von einer Diskussion am Freitag zwischen dem Weißen Haus und den US-Ölgesellschaften abhängen.

/ Dow Jones Newswires

Marktberichte
[finanzen.net] · 03.04.2020 · 22:08 Uhr
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