Utopia Ltd.

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (6,3)
Regie: Sandra Trostel
Darsteller: Jonas Hinnerkort, Basti Muxfeldt
Laufzeit: 95min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Verleih: Rapid Eye Movies
Filmstart: 12. Mai 2011
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Anton Spielmann (18) und seine Freunde Basti Muxfeldt (17) und Jonas Hinnerkort (17) leben mit ihren Eltern in Einfamilienhäusern in einer dörflichen Idylle bei Hamburg, wo Basti und Jonas auch zur Schule gehen. Gemeinsam haben die drei die Band 1000 Robota gegründet. Schon nach ein paar Monaten können 1000 Robota mit dem kleinen Hamburger Label Tapete Records einen Plattenvertrag abschließen. Die Band hat viel vor: „Wir wollen Entstehung verursachen und nicht erinnern“, und sie wollen ihre Ideale leben. In einer von ökonomischem Druck geprägten Gesellschaft stellen 1000 Robota sich selbst und andere infrage. Sie wollen sich nicht einfügen lassen in das, was von ihnen erwartet wird. In einer von Überangeboten überfluteten Welt streben sie nach Wertigkeit und wollen sich mit anderen in einer neuen Jugendkultur zusammenschließen. Doch bald treten erste Probleme auf: Die Plattenaufnahmen gestalten sich schwieriger als erwartet. Es kommt zum Streit mit dem Label über das Klangbild und dessen Verkäuflichkeit. Obwohl die Presse voll ist von ihnen, ist ihre erste größere Tour schlecht besucht. Obwohl die Londoner In-Crowd zu ihren Konzerten pilgert, reicht die Gage kaum für die Jugendherberge. Und obwohl sie von Stefan Raab zum Bundesvision Song Contest eingeladen sind, sind die Verkaufszahlen der Platte nur mäßig. Gebeutelt von den widrigen Umständen und der Kluft zwischen Alltag und Medienpräsentation wird ihr Enthusiasmus auf harte Proben gestellt. Während 1000 Robota zwischen Schule und Konzerten pendeln, müssen sie sich darüber klar werden, dass es schwierig ist, den Erwartungen der Plattenfirma, ihrer Eltern und den eigenen Träumen gerecht zu werden. Sind ihre Ideale nur Nostalgie? UTOPIA LTD. zeigt die gesellschaftlichen Bedingungen der Kunstproduktion in einer Zeit, in der die Allgegenwart der medial stilisierten Selbstinszenierung die subkulturellen Abgrenzungsstrategien des zwanzigsten Jahrhunderts weitgehend absorbiert hat.

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