Todesfahrten - Was vom Leben übrig bleibt

Original: Surviving the Terror
Regie: Jutta Feit
Darsteller: ?????
Laufzeit: 75min
FSK: ???
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Filmstart: 01. Januar 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der Film geht mit den zwei israelischen Busfahrern Avi Perz aus Tel Aviv und Izhak Hayat aus Jerusalem auf eine Reise. Eine Reise entlang der offenen Wunden und Narben, die Terroranschläge ihrem Leben zugefügt haben. 1978: AVI PERZ überlebt das blutige »Sabbath Massacre« – die erste terroristisch motivierte Busentführung - eines der Ur-Traumata der israelischen Gesellschaft (über Israel lag eine dreitägige Ausgangssperre) 2003: der »French Hill Junction« Anschlag IZHAK HAYAT ist bislang der letzte überlebenden Busfahrer der vergangenen Selbstmordattentate. Wie Avi und Izhak reisen täglich Millionen Menschen weltweit in öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Unterschied, dass in Israel Eines sicherer ist als anderswo: keiner weiß, ob er lebend sein Ziel erreicht. Das so genannten »Blood Shed Bus- oder Sabbath Massacre« von 1978 zählt zu einem der schwersten Attentate in Israel. Elf Al Fatah Guerillas landeten an der Küste, entführten zwei Busse, einen davon fuhr der 31jährige Avi, packten die Passagiere zusammen in den größeren, und richteten während der Fahrt in Richtung Tel Aviv ein Blutbad mit 40 Toten und 80 Verwundeten an. 50 Passagiere davon waren Busfahrer, die mit ihren Familien von einem Betriebsausflug kamen. Der Bus brannte, nachdem ihn die Polizei und Zivilisten beschossen, und zum Anhalten zwangen. Es war Avis erste große Busfahrt, als »Belohnung« gedacht, für seine guten Leistungen beim größten israelischen Busunternehmen EGED. Izhak fuhr 30 Jahre lang in einem Linienbus in Jerusalem, als im Mai 2003 ein Palästinenser einstieg und gleich hinter ihm ein als orthodoxer Jude verkleideter Attentäter. Dieser bezahlte, drehte sich um und explodierte noch an der belebten »French Hill Junction«. Sieben Menschen starben, zehn wurden verletzt. Izhak erholt sich zur Zeit von seinen schweren Verletzungen. Als Einwohner Israels ist man gewöhnt, mit dem täglichen Terror pragmatisch umzugehen. Nach einem Moment der Angst, greift man zum Telefon und vergewissert sich, dass keiner aus der Familie betroffen ist, dann geht das Leben weiter. In Europa kennen wir Terroropfer als blutige Körper in zerstörten Bussen, die an Schläuchen und Geräten hängend in der Intensivstation liegen. Für Alle, die auf öffentlichen Transportmittel angewiesen sind, ist es eine Konfrontation mit der möglichen Lebensgefahr. Für uns als Beobachter, die wir nie von einem Terroranschlag betroffen waren, ist es jenseits des Vorstellbaren. Jeder Versuch sich dem Unvorstellbaren anzunähern, kann nur ein Versuch bleiben. Genau das ist »Todesfahrten« . Ein Versuch, sich Avi und Izhak in ihrer Lebenswelt zu nähern. »Todesfahrten« ist die Geschichte von Avi, der 25 Jahre lang mit einem Terror-Trauma lebt und Izhak, dem noch alle Entwicklungen offen stehen.

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