Stille Hochzeit - Zum Teufel mit Stalin

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (8,0)
Original: Nunta muta | Silent Wedding
Regie: Horatiu Malaele
Darsteller: Meda Andreea Victor, Alexandru Potocean
Laufzeit: 87min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Drama, Komödie (Frankreich, Luxemburg, Rumänien)
Filmstart: 26. November 2009
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Ein rumänisches Filmteam macht sich für eine Reportage über paranormale Phänomene auf den Weg in ein abgeschiedenes Dorf. Doch dort gibt es nur Brachland, Fabrikruinen und einige ältere Frauen. Es sieht nicht so aus, als ob in dieser Ödnis jemals etwas Ungewöhnliches passiert wäre, bis eine der alten Damen beginnt, ihre Geschichte zu erzählen. Rückblende in das Jahr 1953: Rumänien steht unter kommunistischer Herrschaft. In der abgelegenen Region, in der Mara, Iancu und die anderen Bewohner des kleinen Orts leben, ist davon jedoch nicht viel zu spüren. Der Bürgermeister und seine Genossen werden für ihre ideologischen Flausen eher belächelt und verspottet. Das Leben der Dorfgemeinschaft dreht sich um Wichtigeres: um die Arbeit, die Geselligkeit und nicht zuletzt um die Liebe. Mara und Iancu schweben auf Wolke Sieben. Ihre junge Liebe und ihre Leidenschaft wird nur durch die strengen Väter getrübt, die auf eine schnelle Heirat drängen. Iancu weigert sich standhaft. Er ist der Meinung, dass es nicht die richtige Zeit sei, um zu heiraten. Erst als eine Stammtischrunde in einen handfesten Streit zwischen den Familienoberhäuptern ausartet, lenkt Iancu ein und schon liegen sich die Väter glücklich in den Armen. Währenddessen plagen den Bürgermeister andere Sorgen: Er erhält Besuch vom Kulturabgeordneten und soll eine Kinovorführung organisieren. Gezeigt wird - wie sollte es auch anders sein - ein kommunistischer Propagandafilm. Der Haken an der Sache ist: Im Dorf gibt es noch keine Elektrizität und ohne Elektrizität kann kein Projektor betrieben werden. Doch Gott sei Dank ersinnt ausgerechnet der exzentrische Erfinder des Ortes eine originelle Lösung. Doch wie das kleine gallische Dorf, das bekanntlich den Römern Widerstand leistete, so bleibt auch dieses Dorf in Rumänien im Inneren resistent. Der Film wird kaum beachtet und als zeitgleich ein Zirkus im Ort Halt macht, freuen sich alle darüber, dass sie den Film nicht zu Ende sehen müssen. Die Vorbereitungen für die bevorstehende Hochzeit sind derweilen in vollem Gange. Die Tische sind gedeckt, die Musik-Combo steht bereit und das Hochzeitspaar freut sich auf den Tag, der der schönste ihres Lebens werden soll. Gerade als es losgeht, unterbricht der Bürgermeister die Festlichkeiten, im Schlepptau einen Hauptmann der russischen Armee und einen Dolmetscher, die schlechte Neuigkeiten zu berichten haben: Stalin ist tot. In der nächsten Woche ist jede Festlichkeit untersagt: Kein Fußballspiel, keine Geburtstagsfeier und auf alle Fälle keine Hochzeit! Das gebiete der Respekt vor dem verstorbenen Staatsmann. Eine Ausnahme sei nicht möglich, und dass die eigens für die Hochzeit geschlachteten Tiere in einer Woche verdorben sein würden, sei zwar bedauerlich, tue jedoch in diesem Fall nichts zur Sache. Die Hochzeit muss also abgeblasen, das Fest verschoben werden. Doch die Bewohner des kleinen rumänischen Dorfes sind nicht bereit, erst in einer Woche zu feiern: Kurzerhand verlegen sie das Fest in eine Scheune und warten bis die Sonne untergegangen ist. Als es endlich dunkel wird, kann die Feier beginnen. Doch Vorsicht: Während der gesamten Hochzeit darf kein Mucks nach außen dringen! So wird der Toast auf das frisch vermählte Paar per Flüsterpost weitergegeben und die Musikkappelle tut nur so, als ob sie spielen würde. Hauptsache, die Kommunisten kriegen nichts mit…

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