Filmkritik - Steamboy (2004)
 
 

Steamboy

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,9)
Regie: Katsuhiro Otomo
Laufzeit: 121min
FSK: ???
Genre: Action, Drama, Animation, Science-Fiction (Japan)
Filmstart: 18. März 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Großbritannien 1866, kurz vor der berühmten ersten Great Exhibition, der Industrieausstellung in London, die später als die erste Weltausstellung gefeiert wurde. Der Junge Ray, Spross einer genialen, wenn auch immer wieder angefeindeten Erfinderfamilie, findet sich unversehens im Zentrum einer Auseinandersetzung, die eine damals bekannte Welt in die Vernichtung reißen könnte… Ray Steam lebt in Manchester. Der Junge, dessen Vater Eddie und Großvater Lord Lloyd Steam in einem Labor in Alaska nach Möglichkeiten suchen, gewaltige Energien mit Hilfe ausgeklügelter Dampftechnologie zu erzeugen und zu beherrschen, hat sich selbst bereits als ideenreicher Jungerfinder und furchtloser Maschinenbezwinger in der nahe gelegenen Fabrik erwiesen. Freunde unter den Gleichaltrigen hat er sich damit nicht gemacht. Seine eigenen Entwicklungen, darunter ein „Einrad“, bei dem der Fahrer in der Mitte eines großen, dampfbetriebenen Rades sitzt und lenkt, werden eher belächelt, als bestaunt. Zumal das Gefährt noch niemals so richtig funktioniert hat. Als eines Tages ein Päckchen aus Amerika kommt, setzen sich atemberaubende und höchst gefährliche Ereignisse in Gang. Der Großvater schickt dem Jungen einen silbrig schimmernden, stählernen Ball. Den „Steam Ball“. Beigefügt sind detaillierte Konstruktionspläne dieses kleinen Wunderwerkes, dessen Funktionsweise und Möglichkeiten dem Jungen vorerst noch nicht ersichtlich sind. In dem Brief, der dem Paket beigelegt ist, gibt Lord Steam klare Anweisungen, was mit der Kugel auf gar keinen Fall geschehen soll. Niemals darf der „Steam Ball“ Fremdem, schon gar nicht Abgesandten der O’Hara Foundation, ja nicht einmal Rays eigenem Vater übergeben werden. Ray möge vielmehr dafür Sorge tragen, dass diese Kugel dem berühmten Erfinder Stevenson übergeben wird, einem Mann, mit dem Lord Steam zwar in Rivalität, jedoch auch in tiefer Hochachtung verbunden ist. Noch während Ray rätselt, wie in aller Welt er diese Anweisungen befolgen soll, erscheinen zwei zwielichtigen Herren an der Tür des Hauses und fordern die Herausgabe des „Steam Ball“. Rays Vater Eddie und die mächtige O’Hara Foundation hätten sie beauftragt, die Kugel an einen sicheren Ort zu bringen. Und das sei auch ganz im Sinne von Lord Steam. Ray und seine Mutter könnten also ganz beruhigt sein. Doch Ray ist keineswegs beruhigt. Er ahnt, dass er diesen Dunkelmännern nicht trauen kann. So versucht er ihnen mit Hilfe seines Einrades – das wunderbarerweise diesmal dem Willen seines Erbauers gehorcht – zu entkommen. Sehr schnell muss Ray mit einiger Verblüffung erkennen, dass auch seine Verfolger bestens gerüstet sind. Er wird von ihnen mit einer rasenden Dampfmaschine gejagt. Und während man entlang der Eisenbahnstrecke nach London einen Passagierzug überholt, dessen Fahrgäste mit Staunen das Rennen beobachten, verliert Ray die Konstruktionspläne des „Steam Ball“, den er sicher in seinem Hemd geborgen hat. Bald aber ist klar, dass Rays Jäger nicht davor zurückschrecken, den Jungen zu töten, wenn sie nur in den Besitz der mysteriösen Kugel gelangen. Doch in höchster Not erfährt Ray unerwartete Hilfe. Kein Geringerer als der Erfinder Stevenson und seine engsten Mitarbeiter und Leibwächter sind an Bord des Zuges, den Ray und seine Jäger überholten. In ihrer Mitte fühlt sich Ray in Sicherheit. Die Verfolger sind verjagt, ihr Dampfross in einen Fluss gestürzt. Doch die Ruhe währt nicht lange. Mit Hilfe eines gigantischen Luftschiffes wird Ray seinem neuen Beschützer entrissen und entführt. Stevenson und seinen Männern bleiben nur die Konstruktionspläne, die einer seiner Mitarbeiter aufsammeln konnte und die seltsame Geschichte des Jungen – die Stevenson auf das höchste alarmiert … Als Ray wieder zu sich kommt, findet er sich an einem riesigen Esstisch wieder, der gerade von schweigenden Dienern gedeckt wird. Niemand will ihm Auskunft auf seine vielen Fragen geben. Auch die anderen Gäste, die sich schließlich zu ihm setzen, sind keine große Hilfe: Scarlett, ein Mädchen, das die Alleinerbin der mächtigen O’Hara Foundation ist und ihr Majordomus. Ein leitender Mitarbeiter des amerikanischen Industriekonzerns, der den Anweisungen der kapriziösen Kleinen mit hündischer Ergebenheit folgt. Dann aber kommt ein weiterer Gast, dessen zahlreiche Verletzungen und fehlenden Gliedmassen von stählernen Konstruktionen kompensiert werden: Dr. Steam, Rays Vater. Der Junge ist fassungslos. Eddie steht offensichtlich im Dienste der Foundation und er zeigt Ray, wo er sich befindet. Man hat ihn in ein gigantisches Dampfschloss gebracht, das Teil der Weltausstellung ist. Und hier hält Eddie auch seinen Vater, den alten Lord Steam gefangen, der offensichtlich in Konflikt mit dem eigenen Sohn geraten ist, da dieser die gewaltigen Kräfte des Dampfes für kriegerische Ziele missbrauchen will. Die Foundation hat große Pläne. Reich geworden durch die Verkäufe modernster Waffentechnologie an alle Nationen, will sie die Weltausstellung nutzen um den Militärs aus aller Herren Länder ihre neuesten Entwicklungen vorzuführen. Damit aber gerät sie in Konflikt mit der Führung des britischen Empire, die sich wiederum von Stevenson und seinem Stab beraten lässt. Noch während Ray und Scarlett staunend die Möglichkeiten des Dampfschlosses kennen lernen – und Ray hin- und hergerissen einen eigenen Standpunkt zwischen den Fronten von Eddie und Lord Steam sucht, bricht der offene Krieg zwischen der O’Hara Foundation und England aus. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft wird eine gigantische Schlacht zwischen den stählernen Dampftruppen der O’Hara Foundation und den Soldaten der Königin Viktoria geführt. Kriegsschiffe nehmen das Dampfschloss unter Feuer und Eddie entschließt sich, die gigantische Apparatur in die Lüfte zu erheben und gegen London zu führen. Ein höchst problematisches Unterfangen, da ihm eben jener „Steam Ball“ als letzte Energiequelle fehlt, den Lord Steam seinem Enkel zukommen ließ. So scheinen sowohl das fliegenden Schloss wie auch die britische Metropole dem Untergang geweiht … es sei denn, Ray hat noch eine zündenden Idee, wie er Scarlett, seinen Großvater und sich selbst retten kann … denn der Vater, der sein Schicksal auf Gedeih und Verderb mit seinem dampfbetriebenen Schloss verbunden hat, scheint bereits verloren...

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