Liebe mich, wenn du dich traust

Original: Jeux d´enfants
Regie: Yann Samuell
Darsteller: Laetizia Venezia Tarnowska, Frederic Geerts
Laufzeit: 93min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Drama, Romanze (Belgien, Frankreich)
Verleih: Alamode Film
Filmstart: 12. August 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Die Kindheit zweier 8-jähriger Klassenkameraden in einer belgischen Stadt: Julien Janvier lebt im gehobenen grünen Villenviertel, Sophie Kowalski in der schäbigen Betonsiedlung. Doch beide müssen früh schmerzliche Erfahrungen machen: Juliens Mutter hat Krebs, Sophie wird von ihren Mitschülern als Polakin beschimpft. Am Morgen, als der Schulbus in Juliens Straße hält, kommt es zur bedeutungsvollen Begegnung, zum Beginn einer lebenslangen Freundschaft zwischen den beiden: die anderen Kinder haben gerade ihre Schulsachen in eine Pfütze geschmissen und machen sich über Sophie lustig. Da läuft Julien aus dem Haus, in der Hand hält er eine Spieldose, ein buntes Miniaturkarussell aus Blech, für ihn etwas ganz Kostbares. Julien gibt Sophie als Zeichen seiner Freundschaft das Karussell, allerdings mit der Bitte, es ihm hin und wieder zu leihen – sie entgegnet: „Wenn du es wirklich zurückhaben willst, beweis’ es mir! Abgemacht?“ – Von diesem Moment an sind beide unzertrennlich, ein Spiel, eine Abmachung folgt auf die andere. Wenn Sophie im Schulunterricht provoziert und die Lehrerin darauf empört reagiert, dann hält nur Julien zu ihr und reicht ihr wiederum die Spieldose. Die beiden werden zur Standpauke zum Schuldirektor geschickt. Julien flüstert seiner Freundin das Losungswort „Top oder Flop“ zu und pinkelt einfach auf den Fußboden. Es folgen Strafen und Verbote – aber das Team Julien und Sophie kann keiner aufhalten, im Gegenteil: die Lehrerin wird mit Tinte vollgespritzt, die Hochzeitstorte von Sophies Schwester wird samt Tischtuch zu Boden gezerrt. Doch als Juliens Mutter im Sterben liegt, ist Sophie an seiner Seite und singt auf der Beerdigung „La vie en rose“ für Julien. Nach zehn Jahren, Julien und Sophie sind achtzehn Jahre alt: Julien verlangt von Sophie, sie soll zur mündlichen Matheprüfung über ihren Kleidern Unterwäsche tragen. Sie lässt sich auf die Herausforderung ein und schockiert die Prüfungsjury. Julien wiederum schockiert Sophie, macht sie durch das verglaste Klassenzimmer eifersüchtig mit der attraktiven Prüfungskandidatin Aurélie. Die Matheprüfung ist gelaufen, Sophie ist eifersüchtig, aber das zugeben? Niemals! Sie toppt Julien noch und verlangt von ihm, er solle mit Aurélie schlafen und als Beweis Aurélies schöne Ohrringe mitbringen. Julien führt den „Auftrag“ sofort aus, verführt Aurélie, die gleich zur Prüfung müsste, auf dem Schulklo und schafft es auch noch, den Unterpfand zu ergattern. Revanche: Sophie spannt Aurélie ihren Freund Sergei aus. Julien will Sophie zurückerobern und schlägt als Mutprobe den Muskelbody ins Gesicht. Zum Versöhnungskuss auf dem Dach eines Autos mitten im Straßenverkehr finden sich Sophie und Julien, aber kurz darauf trennen sie sich wieder. Und plötzlich ist nicht mehr klar, wo das Spiel aufhört und die wahren Gefühle anfangen. Mehrere Versöhnungsversuche scheitern – mal wegen Sophie, mal wegen Julien. Es folgt ein von Sophie auferlegtes Trennungsjahr. Und danach Juliens Rache: in einem noblen Restaurant hält er stilecht um Sophies Hand an, um sie nach ihrem ehrlichen, echten „Jawort“ mit seiner wirklichen Verlobten Christelle bekannt zu machen! Jetzt sind beide quitt miteinander – denkt Julien. Sophie jedoch kontert, indem sie in die Trauung von Julien und Christelle hineinplatzt und diese verhindern will. Mit dem Ergebnis: Julien heiratet Christelle – und Sophie will ihn 10 Jahre lang nicht sehen – das Spiel geht weiter. So bleibt die Verbindung bestehen, obwohl jeder sein Leben lebt, verheiratet mit einem anderen Partner. Nach außen hin stimmt alles: vom geregelten Sexleben bis zum schicken aus. Sophie lebt mit dem inzwischen erfolgreichen Fußballer Sergei. Julien mit Christelle und zwei Kindern. Julien („wie ein Wagen, bei dem 220 drin wären, der aber immer bloß 60 fährt“) ist fixiert auf den Tag, an dem er Sophie wiedersehen wird. Richtig erfüllt sind beide nicht, sie leben ein Leben, mit dem sie im Grunde genommen nicht mehr viel zu tun haben. Nach 10 Jahren: Das Wiedersehen beginnt mit einem netten Besuch von Sophie samt Spieldose als Mitbringsel. Es endet nach einer rasenden Autofahrt Juliens, auf den Sophie um des Spiels willen die Polizei hetzt, im Krankenhaus. Die direkte Konfrontation mit den Ehepartnern entfesselt die wahren Gefühle der beiden. Sie spüren, dass sie sich lieben – und dass sie diese Liebe einbetonieren müssten, um sie zu konservieren ... aber das ist ein Ding der Unmöglichkeit! Am Ende leben Julien und Sophie als greises Pärchen im Altersheim, sie wollen heiraten, sie spielen noch immer, doch ihre Liebe hat sich am Ende erfüllt, „La vie en rose“.

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