Regie: Sibylle Dahrendorf
Darsteller: Christoph Schlingensief
Laufzeit: 110min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Filmstart: 07. Juni 2012
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Der Dokumentarfilm ist über die Entstehung seines Operndorfes in Burkina Faso. Ein Dorf mit einer Schule, mit Film- und Musikklassen, das wollte Christoph Schlingensief. Das Dorf soll auch eine Krankenstation bekommen und natürlich eine Oper oder ein Theater, ein Festsaal oder ein Bürgerhaus, wie er es oftmals nannte, außerdem Wohn- und Gästehäuser, eine Kantine sowie ein Fußballfeld. Er wollte eben alles an einem Ort, in einem Dorf versammeln, alles, was es zum Leben und Überleben braucht. Und der Film wollte erzählen, wie das Dorf wächst, langsam, ohne Druck, angefangen von der Suche nach dem idealen Platz bis zur Eröffnung. Im Mittelpunkt Christoph Schlingensief, der Künstler aus Deutschland, und Diébédo Francis Kéré, der Architekt und Häuptlingssohn aus Burkina Faso, sowie die Menschen, die dieses Dorf mit Leben füllen.
Doch es kam anders. Am 21. August 2010 stirbt Christoph Schlingensief. Der Tod wird Bestandteil der Arbeit an dem Film, ebenso wie das Leben selbst, das Christoph Schlingensief dem Projekt schenken wollte. Christoph Schlingensief hat immer die Grenzen eingerissen, zwischen Bühne und Realität, zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Film und Filmriss, und jetzt ist es die Grenze zwischen Leben und Tod, oder eben alles umgekehrt. Darum erzählt der Film nicht rein chronologisch, wann sich das ein oder andere ereignete. Es ist eine Geschichte für Christoph Schlingensief geworden, mit seinem unaufhörlichen Bedürfnis nach Leben und mit seiner explosiven Energie über den Tod hinaus.