Filmkritik - Günther Uecker: Poesie der Destruktion (2004)
 
 

Günther Uecker: Poesie der Destruktion

Original: Günther Uecker: Poesie der Destruktion
Regie: Michael Kluth
Darsteller: Günther Uecker
Laufzeit: 52min
FSK: ???
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Filmstart: 01. Januar 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Günther Uecker ist einer der bedeutendsten deutschen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Filmemacher Michael Kluth hat den Künstler in Vietnam und Japan, beim Gestalten des Andachtsraumes im Deutschen Bundestag in Berlin und in seinem Atelier in Düsseldorf beobachtet und erzählt gleichzeitig Ueckers Werk- und Lebensgeschichte. Geboren wurde Uecker 1930 in Wendorf, Mecklenburg. 1957 entstanden seine ersten Nagelbilder, die ihm innerhalb kurzer Zeit internationales Ansehen verschafften. Untrennbar verknüpft mit Ueckers Namen ist die legendäre Gruppe ZERO (mit Heinz Mack und Otto Piene), die sich als erste deutsche Künstlerbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg einen internationalen Ruf aufbaute. 1971 vertrat Günther Uecker Deutschland auf der Biennale von Venedig. 1977 schuf er das große Wandrelief für das UNO-Gebäude in Genf. 1999 gestaltete er den Andachtsraum des Berliner Reichstags. Uecker lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Arbeit war stets der Versuch einer radikalen Abkehr von der Kunst in Nazi-Deutschland. Der Künstler mischt sich damit auch ins Heute ein: Ueckers Objekte kennzeichnen sein grundsätzliches Spannungsfeld zwischen Bedrohung/Zerstörung und Hoffnung auf eine humanere Wirklichkeit.

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