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fucking different!

DVD / Blu-ray :: Website :: IMDB (5,3)
Regie: Jürgen Brüning, Ades Zabel
Darsteller: ?????
Laufzeit: 90min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Drama (Deutschland)
Verleih: GMfilms
Filmstart: 19. Mai 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Sonntagmorgen im Bett. Ein lesbisches Paar fantasiert: „Wie wärst Du, wenn Du ein schwuler Typ wärst?“ – „Dann wär’ ich so’n richtiger Kerl…“ Das Gedankenspiel geht weiter, doch schnell kommen Fragen auf: „Meinst Du, die spülen sich vor dem Sex den Darm aus? Und zieht man einen Cockring eigentlich über einen steifen oder schlaffen Schwanz?“ Ein anderer Film – andere Fragen…: Schwule Männer werden nach ihren Vorstellungen über lesbischen Sex befragt. „Ja Dildos wahrscheinlich irgendwie oder die lecken sich stundenlang. Ja und reden viel und kämmen sich die Haare.“ – „Ich glaube, die machen auch nicht wirklich Sex. Ich glaube, die sind nur lieb zueinander.“ Diese zwei Beispiele zeigen exemplarisch auf, worum es in dem Kompilationsfilmprojekt fucking different! geht: Sieben lesbische Filmemacherinnen wurden angefragt, einen kurzen Filmbeitrag über ihre Vorstellungen von schwuler Liebe und Sexualität zu machen, und umgekehrt sollten sieben schwule Filmemacher einen kurzen Film über lesbische Sexualität oder Erotik drehen. Ob Trick-, Dokumentar- oder Spielfilm – hinsichtlich des Genres waren den Filmemacher/innen keine Grenzen gesetzt. Ob experimentell oder konventionell – auch die Form, derer sich die Filmemacher/innen bedienten, war freigestellt. Einzige Vorgaben waren die Filmlänge (zwischen 3 und 7 Minuten) und das Filmformat (Endprodukt: Mini-DV). Herausgekommen ist eine höchst unterschiedliche Ansammlung von Filmen, in denen es hauptsächlich um das Aufzeigen, Hinterfragen und Dekonstruieren von Klischees geht, die, trotz einer scheinbaren Annäherung von Schwulen und Lesben in den letzten zehn Jahren, immer noch in erschreckendem Maße in unseren Köpfen verankert sind. Durch die Unterschiedlichkeit der Beiträge läßt sich eine nachdenkliche und informative Erweiterung unserer Rollenvorstellungen und der genderspezifischen Muster erhoffen, denn: We are not just fucking differently, we are fucking different! Und das ist auch gut so…

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