Bis zum Ellenbogen

DVD / Blu-ray / Trailer :: Website :: IMDB (6,5)
Regie: Justus von Dohnanyi
Darsteller: Jan Josef Liefers, Susanne Wolff
Laufzeit: 84min
FSK: ab 12 Jahren
Genre: Komödie (Deutschland)
Filmstart: 01. November 2007
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Willi Kolb (Stefan Kurt) genießt den bei einem Preisausschreiben gewonnenen Urlaub in der Schweiz mit nicht immer geglückten Körperübungen und dem Aufnehmen von Insektengebrumm. Achim Delvental aus Hamburg (Jan Josef Liefers) keucht die Schweizer Alpen mit seinem schicken Mountainbike hinauf. Eine grandiose Abfahrt später knallen die beiden zusammen. Achim Delvental ist Schwiegersohn in spe bei einem Reeder und verfolgt klare Ziele. Gerade hat er sich allerdings etwas verkalkuliert und die Firma seines künftigen Schwiegervaters in die Miesen gesteuert. Doch das juckt Achim nicht im Geringsten. Er freut sich auf das Eröffnungsspiel der Fußball-WM am Abend in München. Dummerweise kommt der Unfall mit Willi dazwischen. Das Rad ist hin, der Typ ein Loser, das Handy hat keinen Empfang. Zum Glück wird Sven Hansen Zeuge des Unfalls. Hansen, erfolgloser Bankangestellter aus Sylt, macht Ferien in der rustikalen Hütte, die er bis vor einem Jahr mit seiner Verlobten Beke teilte. Beke ist zwischenzeitlich ertrunken – am Sylter Ellenbogen, vor nicht ganz einem Jahr. Glücklich, der Einsamkeit zu entkommen, nimmt Sven Achim und Willi auf. Achim ist nach dem Sturz noch etwas wackelig auf den Beinen und bleibt nur unter Protest bei Sven. Widerwillig tauscht er die Stadiontribüne mit dem schlechten Empfang des alten Fernsehgeräts. Willi dagegen genießt Svens Hang zum Kochen und lässt sich gerne mit Leckerbissen verwöhnen. Während Achim und Willi im Dauerklinsch liegen, bemüht sich Sven um Harmonie. Und tatsächlich gelingt es ihm, die Stimmung der Streithähne so weit aufzuhellen, dass sie den letzten Urlaubsabend harmonisch verbringen. Beim gemeinsamen Besäufnis führt Willi seine elektrischen Bastelkünste vor und konstruiert eine seiner Bahn brechenden Erfindungen: sein berühmtes „Gurkenbrät“. Und Sven erzählt den beiden von seinem Chef. der in der Privatbank, zu der Sven allmorgendlich als Gegenleistung für Frühstücksbrötchen den Schlüssel erhält, tonnenweise Schwarzgeld hortet. Doch als die Stimmung gerade am schönsten ist, scheidet Sven durch einen Fehltritt aus dem Leben. Während Willi die Verzweiflung überkommt, versucht Achim, den Überblick zu behalten. Er kommt auf die waghalsige Idee, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Da sie Svens Leiche nicht einfach in der Hütte lassen können, sollten sie sie nach Sylt bringen. Zum Ellenbogen, wo Beke ertrank. Und dort könnte Sven ein letztes Mal seinem Chef die Brötchen bringen – im Austausch für den Schlüssel zur Bank. Achim behält seine Hintergedanken zwar erst einmal für sich, doch die Aussicht, mit Hilfe der Leiche an das Schwarzgeld im Sylter Tresor zu kommen, macht ihn enorm erfindungsreich. Achim hat mit der Umsetzung seiner Pläne kein Problem – gut durchdacht ist schon die halbe Miete und Lügen gehört zu seinem Beruf. Willi dagegen bleibt lieber bei der Wahrheit und der Leichentransport macht ihn nervös. Da bleiben Pannen nicht aus. Doch dann ist die erste Etappe bewältigt und Sven heil in der Nähe von Stuttgart angekommen. Dort kommt die Leiche erst einmal in Willis Badewanne unter, wo der Geruch nicht ganz so stört. Dass Sven stinkt, ist das eine Problem, das andere, ihn unauffällig nach Sylt zu bekommen. Als Fußballtourist fällt er nicht so sehr auf, wenn er wie trunken auf der Rückbank des Wagens ruht. Also wird Sven schwarz-rot-gold angemalt, die Neugier von Willis Nachbar bestraft und am nächsten Morgen die Reise fortgesetzt. Die zweite Etappe führt nach Hamburg, wo auf Achim eine böse Überraschung wartet: Seine Verlobte Rebecca und ihr Vater haben seine fehlgeschlagenen „Transaktionen“ entdeckt und schicken ihn direkt in die Wüste. Weil der Wagen von Achim eigentlich Rebecca gehört, wird Sven kurzfristig und unauffällig in einer gelben Tonne untergebracht. Mit Achims Kleinwagen geht es dann weiter nach Sylt, doch es wird enger – und heißer – und stickiger. Willis Nerven liegen blank. Vor allem der Gestank macht ihn rasend. Er fühlt, wie er wieder einmal hochkommt, der Jähzorn. Schließlich landen sie aber doch unbeschadet auf Sylt. Schwarzgeld und Seebestattung scheinen zum Greifen nah, doch es warten noch einige Überraschungen auf Achim, Willi und Sven.

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