Asterix & Obelix: Im Auftrag Ihrer Majestät

Original: Astérix et Obélix: Au Service de Sa Majesté | Astérix and Obélix: God Save Britannia
Regie: Laurent Tirard
Darsteller: Edouard Baer, Gerard Depardieu
Laufzeit: 110min
FSK: ???
Genre: Familie, Komödie (Frankreich)
Verleih: Concorde Filmverleih
Filmstart: 18. Oktober 2012
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Eine Piratenflagge weht matt im Nebel. Genauso matt und niedergeschlagen ist die Bande des Piratenkapitäns Rotbart (Gérard Jugnot), die schon ewig keine fette Beute mehr gemacht hat. Doch da sichtet der Ausguck ein Schiff: „Eine ’ömische Galee’e!“, meldet er. Die Piraten feixen und bereiten schon mal die Enterhaken vor. Doch hinter der einen römischen Galeere tauchen erst zwei, dann vier, schließlich hunderte weitere auf – und der Rammbock am Bug des ersten Schiffes durchbohrt das Piratenboot wie Papier. Rotbart war einmal mehr zur falschen Zeit am falschen Ort... Denn was ihn da überrollte, war das Heer Julius Cäsars, der Lust auf neue Eroberungen verspürte und seine Legionen über den Ärmelkanal nach Britannien schickt. Cäsar (Fabrice Luchini) sieht sich, an Bord seines Flaggschiffes, aber nicht als Eroberer, sondern als Segensbringer. Von Invasion kann doch keine Rede sein. Im Gegenteil: Endlich bekommen die britischen Barbaren das Geschenk römischer Lebensart überreicht. Zu der Lebensart gehört allerdings auch die Belagerung der britischen Siedlungen mit Katapulten und anderer WMD (Waffen mit Durchschlagskraft). Und dabei nehmen die Römer weder Rücksicht auf königliches Blut noch auf die tägliche Kampfpause, die die Briten um fünf Uhr nachmittags einlegen, um ein Tässchen heißen Wassers – eventuell mit einem Tröpfchen Milch dazu – zu trinken. Auch der Palast von Königin Cordelia (Catherine Deneuve) wird bombardiert. Als ein Geschoss ihre Schoßhündchen trifft, lässt Cordelia ihren treuen Berater Sir Teefax (Guillaume Gallienne) zu sich rufen. Der weiß von einem Dorf, dessen Bewohner den römischen Besatzern seit Jahren erbitterten Widerstand leisten – auch dank ihres legendären Zaubertrankes. Jedoch, so gibt Teefax zu bedenken, liegt dieses Dorf in Gallien. „Sollten wir uns nicht doch lieber erobern lassen?“, fragt sie sich. Doch sie kann sich überwinden und schickt Teefax los, die unbeugsamen, uns wohlbekannten – und aus britischer Sicht barbarischen – Gallier um Hilfe zu bitten. Im gallischen Dorf angekommen, macht Teefax sogleich mit den rauheren gallischen Sitten Bekanntschaft. Als erstes fliegt ihm Grautvornix (Vincent Lacoste) vor die Füße. Der junge Mann aus der Hauptstadt Lutetia ist zur Sommerfrische im Dorf und soll von Asterix (Edouard Baer) und Obelix (Gérard Depardieu) Benimm beigebracht bekommen, und die erste Lektion „Frühes Aufstehen“ (mit ein wenig Nachhilfe von Obelix), hat Teefax gerade miterlebt. Er trägt Majestix sein Anliegen vor, und der willigt ein, den britischen Freunden ein Fass Zaubertrank zur Verfügung zu stellen – Asterix, Obelix und Grautvornix sollen Teefax zu dessen Schutz begleiten. Als sie vom Strand aus per Boot aufbrechen wollen, stellt sich ihnen allerdings ein römischer Soldat zur Passkontrolle in den Weg. Das Hindernis ist naturgemäß schnell zur Seite geräumt. Mitten auf hoher See stellen sie allerdings fest, dass sie einen blinden Passagier an Bord haben: Hatnix, ein Emigrant ohne Papyrus aus einem fernen asiatischen Land – der in der Tat nix hat, außer dem, was er am Leibe trägt sowie eine unscheinbare Grünpflanze aus seiner Heimat. Die Laune an Bord ist aber auch sonst nicht ungetrübt: Grautvornix macht deutlich, dass ihm „zwei Typen, die mit einem Hund zusammenleben“ nicht als die besten Lehrmeister erscheinen, wenn es darum geht, zum Mann zu werden; und Teefax‘ ehrliche Antwort lässt Asterix wünschen, dass er besser nicht gefragt hätte, was die Briten so von den Galliern halten... Cäsar bekommt unterdessen ein Problem bürokratischer Natur: Eine Gruppe von Senatoren nimmt eine Buchprüfung vor, weil ihnen die eingereichten Spesenquittungen für Orgien doch etwas hoch erschienen – unter diesen Umständen kann Cäsar es vergessen, vom Senat zusätzliche Mittel für weitere Truppen bewilligt zu bekommen. Und so greift er begeistert den Vorschlag seines Berater Megacursus auf, doch die schrecklichen Normannen als Söldner anzuheuern, um gemeinsam die Briten zu besiegen. Megacursus wird in den hohen Norden geschickt, und beim gemeinsamen Saunagang kann er den Normannenhäuptling Maulaf (Bouli Lanners) tatsächlich überzeugen – die Normannen erhoffen sich von den Engländern, die ja vor jedem Satz „Ich fürchte, dass...“ sagen, die Angst zu erlernen. Angst, weiß Maulaf, verleiht Flügel, und er würde so gern fliegen wie die Vögel... Auf dem Weg nach Londinium machen Teefax, Grautvornix, Asterix und Obelix unterdessen in der Kneipe „Zum lachenden Wildschwein“ Station. Doch hinter dem vielversprechenden Namen verbirgt sich ein Lokal voller römischer Legionäre, in dem das arme Wildschwein gekocht und mit Minzsoße übergossen wird. „Das ist nicht lustig“ findet Obelix, doch er zwingt es sich hinein, als eine Patrouille auf der Suche nach den Galliern das Lokal durchsucht und sie sich als Briten ausgeben müssen. Doch weil Obelix das ungenießbare Essen mit dem Fluch „Beim Teutates!“ wieder ausspuckt, fliegen sie auf. Und wenige Augenblicke später fliegen auch die Römer, und zwar im hohen Bogen aus der Kneipe. Die lange Reise und Grautvornix’ Worte haben Asterix Anlass zum Nachdenken gegeben. „Ich muss jemanden treffen“, beschließt er, und gerät mit Obelix in Streit, der ihre ménage à trois mit Idefix eigentlich sehr gemütlich findet. In London angekommen, setzt Asterix seinen Plan in die Tat um. In der Kneipe von Relax, bei dem sie das Fass mit dem Zaubertrank verstecken, probiert er bei einer Britin, die am Tresen sitzt, seine Flirttechnik aus. Doch leider ohne Erfolg. Teefax schlägt vor, seine Verlobte Ophelia (Charlotte Le Bon) zu besuchen, die in Londinium zusammen mit ihrer gestrengen Gouvernante Miss Macintosh (Valérie Lemercier) wohnt. Obelix ist sofort hin und weg – allerdings von Miss Macintosh und nicht von der jungen Ophelia! Währenddessen gibt Cäsar den Befehl aus, alle Tavernen in London zu durchsuchen, um an den Zaubertrank zu kommen. Die Legionäre schleppen alle Fässer, die sie finden konnten, in die Gewölbe des Tower und beginnen zu testen. Zum Nachmittags-Heißwasser bei Miss Macintosh unterhalten sich die Verlobten Teefax und Ophelia ganz sittsam über Gartenblumen, während Asterix Miss Macintoshs riesige Stickerei bewundert, an der in ihrer Familie seit fünf Generationen gearbeitet wird und die nun kurz vor der Vollendung steht. Plötzlich kommt Relax mit der Neuigkeit dazu, dass die Römer den Zaubertrank haben! Vor allem aber haben sie einen im Kahn: Vom ständigen Probieren ist die ganze Legion stockbesoffen. Ein Legionär erwischt schließlich das Fass mit dem Zaubertrank und probiert seine neuen Superkräfte gleich einmal an seinen Kameraden aus. Asterix, Obelix und Teefax kommen dazu und finden das richtigen Fass nach längerer Suche – die Obelix leider zum Probieren genutzt hat. Nun ist er ebenfalls völlig betrunken und stürzt sich auf dem Rückweg, den sie eigentlich in aller Unauffälligkeit antreten wollten, auf eine römische Patrouille. Das Getümmel nutzt ein Dieb, um den Wagen samt Fass zu stibitzen, und Asterix wird von einem Pferdefuhrwerk außer Gefecht gesetzt. Zurück bei Ophelias Haus, kommt Miss Macintosh herausgestürmt: Grautvornix ist mit Ophelia durchgebrannt! An der Steilküste zeigt er ihr, wie man in Gallien küsst – nicht gerade zu ihrem Gefallen. Bevor Grautvornix zur zweiten Leck-tion ansetzen kann, werden die beiden von den Normannen gefangen, die soeben in England gelandet sind. Der Feigling Grautvornix versucht sich zwar noch hinter Ophelia zu verstecken, wird aber trotzdem abgeführt. Auch Ophelia soll verschleppt werden, aber sie kann ihren Bewacher Hirnisnichfilaf (Dany Boon) ausschalten. Teefax, der sie kurz darauf findet, hat für ihren Plan, Grautvornix zu retten, allerdings wenig übrig. So kommt es zum Streit, und Ophelia sagt Teefax schließlich, wohin er sich seine übertriebene Korrektheit stecken kann. In der Zwischenzeit findet sich Asterix als Gefangener der Römer wieder. Im Kerker trifft er erneut auf Hatnix, der als illegaler Immigrant eingebuchtet wurde. Hatnix bittet den Kerkermeister um ein wenig Wasser für seine durstige Pflanze, doch der Römer zerstampft sie brutal. Hatnix bleibt nur übrig, die abgerissenen Blätter einzusammeln. Asterix wird zu Cäsar geführt, der versucht, ihn zum Spion der Römer zu machen, doch Asterix lehnt dieses Angebot selbstverständlich ab. So landet er im Folterkeller und soll gerade über glühenden Kohlen geschmort werden, als Obelix die Tür eintritt und Asterix, bevor er ihn befreit, noch ein wenig weiter schmoren lässt, weil Asterix ja so gerne für sich sein wollte. Der Normanne Hirnisnichfilaf, den Ophelia als Gefangenen mitgebracht hatte, wird unterdessen von Miss Macintosh zum perfekten englischen Gentleman erzogen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Aber Miss Macintoshs Zwangstherapie schlägt an, und so weichen die schauderhaften normannischen Flüche bald höflichster Konversation und besten Umgangsformen. Die Therapie funktioniert sogar zu gut: Als sie die Tür offen stehen lassen, damit er fliehen und sie zu den anderen führen kann, macht er sich los, schließt aber bloß die Tür ganz vorsichtig und legt sich die Fesseln wieder an. So muss Miss Macintosh zu einem härteren Mittel greifen: Sie gibt vor, Gäste zum Dinner zu erwarten und nicht genügend Essen im Haus zu haben. Beschämt wendet sich der bekehrte Hirnisnichfilaf zum Gehen, um seiner Gastgeberin nicht lästig zu fallen, bleibt aber mit einem Fuß in der Wolle hängen und ribbelt so nach und nach Miss Macintoshs Stickerei auf. Als sie das bemerkt, vergisst sie alle britische Zurückhaltung und setzt den Normannen hinterher. Als sie die Normannen, denen Grautvornix vergeblich versucht hat, Angst einzujagen, herannahen sehen, fangen ihnen die Knie an zu schlottern und ihnen bricht der kalte Schweiß aus – das muss Angst sein! In der Annahme, fliegen zu können, stürzen sie sich von der Klippe – während Miss Macintosh ihnen Schimpfwörter hinterherschreit. Unterdessen hält die römische Belagerung von Königin Cordelias Palast an, die Lage der Briten wird immer verzweifelter. Doch Rettung scheint nah zu sein: Teefax hat das Fass aufgespürt! Es kommt beim großen Rugbymatch Camulodunum gegen Durovernum zum Einsatz, um verletzte Spieler wieder fit zu machen. Die Gallier und Teefax schnappen sich das Fass; die Römer stürzen hinterher, und inmitten des Chaos schießt der Spieler Hiphiphurrax, der den Zaubertrank verabreicht bekommen hat, das Tor seines Lebens. Der Ball schießt in die Stratosphäre – und versenkt, als er wieder auf die Erde niedergeht, Rotbarts Piratenschiff... Den Römern gelingt es, das Boot von Asterix und Obelix, die auf der Themse fliehen wollten, zu versenken – der Zaubertrank ist verloren! Teefax gesteht Königin Cordelia, dass die Mission gescheitert ist. Da hat Asterix eine Idee: Er nimmt die Blätter von Hatnix’ Pflanze und behauptet, daraus Zaubertrank brauen zu können. Der Bluff funktioniert: Die Briten halten sich für unbesiegbar, und die Römer schlottern vor Angst. Doch als einer der Briten in der Schlacht zufällig umgehauen wird, bemerken die Römer den Betrug. Und ohne Obelix, der bei Miss Macintosh zum Fünf-Uhr-Heißwasser verabredet war, haben Gallier und Briten gegen Cäsars hochgerüstete Armee keine Chance. Wer kann jetzt noch das Blatt zugunsten der Briten und unserer Gallier wenden? Kleiner Tipp: Es ist ein großer, starker gallischer Krieger mit roten Zöpfen...

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