Filmkritik - Alphaville (1965)
 
 

Alphaville

Original: Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution
Regie: Jean-Luc Godard
Darsteller: Eddie Constantine, Anna Karina
Laufzeit: 105min
FSK: ab 16 Jahren
Genre: Drama, Mystery (Frankreich, Italien)
Filmstart: 22. Juli 1965
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Geheimagent Lemmy Caution (Eddie Constantine) kommt als Reporter getarnt nach Alphaville, die Hauptstadt der Milchstraße. Er hat den Auftrag, seinen Vorgänger Henry Dickson (Akim Tamiroff) und Professor von Braun (Howard Vernon) zu suchen. Der Wissenschaftler hat ein gigantisches Elektronengehirn konstruiert, das inzwischen in Alphaville alle Vorgänge und Beziehungen regelt. Die Menschen sind zu willenlosen Sklaven des Computers Alpha 60 geworden, dessen technokratische Herrschaft weder eine emotionale Reaktion noch einen Widerspruch zulässt. Es existiert keine Vergangenheit und keine Zukunft mehr. Vom sterbenden Henry Dickson erfährt Lemmy Caution, dass das selbstherrliche Monstrum nur mit seinen eigenen Mitteln besiegt werden kann. Mit Natacha von Braun (Anna Karina), der Tochter des skrupellosen Professors, als "Begleiterin" wohnt er einer bizarren öffentlichen Hinrichtung von Delinquenten bei, die sich durch den Luxus idealistischer Gefühle gegen die Vorschriften in Alphaville aufgelehnt haben. Von Alpha 60 als Individualist und Oppositioneller entlarvt, geht Lemmy Caution zum Gegenangriff über und verwirrt die systemimmanente Logik des Computers durch philosophisch-poetische Begriffe. Im allgemeinen Durcheinander kann er den uneinsichtigen Professor töten. Zusammen mit Natacha, der er menschliche Werte vermitteln kann, flieht er aus der sterbenden Stadt.

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