Original: Allein die Wüste
Regie: Dietrich Schubert
Darsteller: ?????
Laufzeit: 85min
FSK: ohne Altersbeschränkung
Genre: Dokumentation (Deutschland)
Filmstart: 19. Juli 2012
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
In den vergangenen zwei Jahrzehnten bin ich häufig mit meinem Geländewagen durch die unterschiedlichsten Wüstenlandschaften Nordafrikas gefahren. Oft waren diese Reisen mit Dreharbeiten verbunden (Reise ins Tibesti - Auf den Spuren des Afrikaforschers Gustav Nachtigal, Spuren in der Sahara – Die Abenteurerin Alexandrine Tinne, Die Seele aber wird allein in der Wüste gewaschen – Eine Reise in den Süden Tunesiens).
Schon vor einigen Jahren entstand auf einer dieser Wüstenreisen die Idee, einmal für längere Zeit an einem Platz allein in der Wüste zu sein, also nicht gemeinsam mit einem Team täglich sechs bis acht Stunden im Auto von Drehort zu Drehort zu fahren. Als ich bei einer dieser Fahrten einem Freund von meinem Vorhaben erzählte, meinte der: „Das hältst du nicht mal eine Woche aus!“
Im vergangenen Frühsommer begann ich mit den mehrere Wochen dauernden Vorbereitungen: Wie viel Trinkwasser benötigt man? Welche bei der Hitze nichtverderblichen Lebensmittel sollte ich mitnehmen? Welche Medikamente? Wie kann ich die Kameraakkus mit einem Solarpennel laden?
Ende August vorigen Jahres habe ich meinen Geländewagen mit Sandblechen, Ersatzrädern, Schaufel, Zelt, Verpflegung und anderen Ausrüstungsgegenständen belanden und bin von der Eifel in den Süden Marokkos gefahren. Die Gegend kenne ich von früheren Reisen. In der Nähe Zagoras habe ich einen Platz gesucht, von dem ich hoffte, vor neugierigen Besuchern sicher sein zu können.
Zagora, das Tor zur Wüste. Früher brauchten die Karawanen von hier bis zum sagenumwobenen Timbouctou 52 Tage.
Mein Geländewagen war mit neunzig 1,5 Literflaschen Mineralwasser, 80 Litern Brauchwasser in Kanistern und Verpflegung für rund 2 Monate beladen.
Ich bin von der Straße auf eine wenig befahrene Piste abgebogen und dann irgendwann quer ins Gelände gefahren. Am 25. September hatte ich endlich eine passende Stelle gefunden. Neben einer Akazie mit Blick auf die Bergkette habe ich mein Zelt aufgebaut.
Damit begann das Experiment. Wie lange werde ich die Einsamkeit ertragen? Wie lange werde ich es mit mir aushalten?