Songs Und Ihre Hintergründe

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„John Mayer”: „Your Body Is A Wonderland“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 2001

Ob sie wirklich „skin like porcelain“ hat, müssen Sie wohl selbst entscheiden. Fakt ist jedoch, dass John Mayer seinen Chartstürmer „Your Body is a Wonderland“ für Schauspielerin Jennifer Love Hewitt geschrieben hat. Die beiden waren 2002 ein Paar, das Aus und der Song pushten Johns Karriere.

- 2.jpg
Jennifer Love Hewitt

Lyrics:
We've got the afternoon you got this room for two
one thing I've left to do discover me discovering you
one mile to every inch of your skin like porcelaine
one pair of candy lips and your bubblegum tongue

And if you want love we'll make it
to swim in a deep sea of blankets
and take all your bigs plans and break 'em
this is bound to be a while

Your body is a wonderland your body is a wonder
(I'll use my hands) your body is a wonderland

Something 'bout the way the hair falls in your face
I love the shape you take when crawling t'wards the pillow-case
you tell me where to go and though I might leave to find it
I'll never let your head hit the bed without my hand behind it

If you want love we'll make it
we'll swim in a deep sea of blankets
and take all your big plans and break 'em
this is bound to be a while

Your body is a wonderland your body is a wonder
(I'll use my hands) your body is a wonderland

Damn baby you frustrate me
I know you're mine all mine all mine
but you look so good it hurts sometimes

Your body is a wonderland your body is a wonder
(I'll use my hands) your body is a wonderland your body is a wonderland

Übersetzung:
Wir haben diesen Nachmittag, Du hast dieses Doppelzimmer gebucht
eine Sache muß ich noch tun, entdecke mich, Dich zu entdecken
eine Meile zu jedem Zentimeter Deiner Haut wie Porzellan
ein Paar Süßigkeitenlippen und Deine Kaugummizunge

Und wenn Du Liebe möchtest, machen wir es
in einem tiefen Meer aus Decken schwimmen
und nimm all Deine großen Pläne und zerbreche sie
das wird sicher noch eine Weile dauern

Dein Körper ist ein Wunderland Dein Körper ist ein Wunder
(ich werde meine Hände benutzen) Dein Körper ist ein Wunderland

Etwas an der Art, wie Dir Deine Haare ins Gesicht fallen
ich liebe die Form, die Du annimmst, wenn Du in Richtung des Kissenbezugs kriechst
Du sagst mir, wohin ich gehen soll und obwohl ich es könnte, um es zu finden
würde ich Deinen Kopf niemals ohne meine Hand dahinter aus das Bett schlagen lassen

Wenn Du Liebe willst, machen wir es
wir werden in einem tiefen Meer aus Decken schwimmen
und nimm all Deine großen Pläne und zerbreche sie
das wird sicher noch eine Weile dauern

Dein Körper ist ein Wunderland Dein Körper ist ein Wunder
(ich werde meine Hände benutzen) Dein Körper ist ein Wunderland

Verdammt, Schatz, Du frustrierst mich
Ich weiß, Du bist mein, ganz mein, ganz mein
aber Du siehst so gut aus, daß es manchmal weh tut

Dein Körper ist ein Wunderland Dein Körper ist ein Wunder
(ich werde meine Hände benutzen) Dein Körper ist ein Wunderland
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„John Miles“: „Music“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1973

Von der englischen Kleinstadt in die Abbey Road Studios
Wie fast alle Vollblutmusiker ist auch der kleine John schon in der Schule verrückt nach Musik. Als sich in seinem englischen Geburtsort Jarrow eine Band formiert, ist John natürlich mit dabei. Mit ihm trommelt übrigens Paul Thompson, der später bei Roxy Music Karriere macht. Aber für den langmähnigen John ist es in den Siebzigern schwer, in der Musikszene Fuß zu fassen.

In den legendären Abbey Road Studios kann er sich wenigstens als Studio-Mucker austoben. Hier lernt er den Soundtüftler Alan Parsons kennen, der schon bei den Beatles sein Handwerk gelernt hat. Parsons ist begeistert von Johns Stimme.

In 5 Minuten zum Hit
Wenn er gerade nicht gebucht ist, schreibt John mit seinem Partner Bob Marshall unermüdlich eigene Songs. Eines Abends verspätet sich dieser. Ungeduldig setzt sich John ans Klavier, klimpert vor sich hin. In Gedanken lässt der 26-Jährige sein bisheriges Leben Revue passieren, die einzige Konstante ist die ungebrochene Liebe zur Musik, trotz andauernder Erfolglosigkeit.

Nach nur 5 Minuten hat John eine Ode an die Musik fertig. Er hat vor, Teile daraus für diverse Songs zu verwenden. Seine Plattenfirma ist da aber ganz anderer Meinung! Zusammen mit Alan Parsons schicken sie John ins Abbey Road Studio. Heraus kommt „Music“! Parallel hat Alan Parsons ein eigenes, ehrgeiziges Projekt am Start. Er hat Edgar Allen Poe–Geschichten vertont, John Miles behält er gleich im Studio, er soll ein paar Songs singen.

Produzent für die Weltstars
So erfolgreich „Music“ ist, die Hymne ist auch gleichzeitig ein Fluch für John Miles. Seine anderen Lieder reichen nicht an das Meisterwerk heran. Manche Songs sind so perfekt, die schreibt man nur einmal im Leben. Aber John Miles hadert nicht mit seinem Luxus-Problem, denn andere Musiker reißen sich nun um Mr. Music. Mit Tina Turner und Elton John geht er auf Tournee, für Joe Cocker schreibt er ein Lied.

Lyrics:
Music was my first love
and it will be my last
music of the future
and music of the past

To live without my music
would be impossible to do
in this world of troubles
my music pulls me through

Music was my first love
and it will be last
music of the future
and music of the past
and music of the past
and music of the past

Music was my first love
and it will be my last
music of the future
and music of the past

To live without my music
would be impossible to do
in this world of troubles
my music pulls me through

Übersetzung:
Musik war meine erste Liebe
und sie wird meine letzte sein
Musik der Zukunft
und Musik der Vergangenheit

Ohne meine Musik zu leben
wäre unmöglich
in dieser Welt der Probleme
bringt die Musik mich durch

Musik war meine erste Liebe
und sie wird meine letzte sein
Musik der Zukunft
und Musik der Vergangenheit
und Musik der Vergangenheit
und Musik der Vergangenheit

Musik war meine erste Liebe
und sie wird meine letzte sein
Musik der Zukunft
und Musik der Vergangenheit

Ohne meine Musik zu leben
wäre unmöglich
in dieser Welt der Probleme
bringt die Musik mich durch
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„John Parr“: „St. Elmo`s Fire“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1985

Der Song hält sich 4 Wochen in den deutschen Top 10. Der Text handelt von dem querschnittsgelähmten „Rick Hansen“. Dieser durchquert in 26 Monaten mit seinem Rollstuhl 34 Länder und legt 40.000 Kilometer zurück. John Parr lässt sich von dieser Leistung zu dem Song inspirieren.

- 2.jpg
Rick Hansen an der chinesischen Mauer

1985 wird „St. Elmo`s Fire“ zum Titelsong des gleichnamigen Films. In der klassischen Teenager –Komödie spielen auch Demi Moore und Rob Lowe mit.

John Parr schreibt erfolgreiche Film-Musik für „Noch Drei Männer, Noch Ein Baby“, „Go Trabi Go“. Er steht mit Stars, wie Bryan Adams, Tina Turner und Meat Loaf auf der Bühne. 2008 ist John Parr mit der Gruppe Journey auf Tour.

- 3.jpg
John Parr

Lyrics:
Growing up you don't see the writing on the wall
passing by moving straight ahead you knew it all
but maybe sometimes if you feel the pain
you'll find you're all alone everything has changed

Playing the game you know you can't quit until it's won
soldier of only you can do what must be done
you know in some ways you're a lot like me
you're just a prisoner and you're trying to break free

I can see a new horizon underneath the blazing sky
I'll be where the eagle's flying higher and higher
gonne be your man in motion all I need's a pair of wings
take me where the future's lying - St. Elmo's fire

Burning up don't know just how far that I can go
soon be home only just a few miles down the road
and I can make it I know I can
you broke the boy in me but you won't break the man

I can see a new horizon underneath the blazing sky
I'll be where the eagle's flying higher and higher
gonne be your man in motion all I need's a pair of wings
take me where the future's lying St. Elmo's fire
I can climb the highest mountain cross the wildest sea
I can feel St. Elmo's fire burning in me burning in me

Just once in his life a man has his time
and my time is now I'm coming alive

I can hear the music playing I can see the banners fly
feeling like a vert again I hope I ain't high
gonna be your man in motion all I need's a pair of wings
take me where my future's lying St. Elmo's fire

I can see a new horizon underneath the blazing sky
I'll be where the eagle's flying higher and higher
gonna be your man in motion all I need's a pair of wings
take me where my future's lying St. Elmo's fire
I can climb the highest moutain cross the wildest sea
I can feel St. Elmo's fire burning in me burning burning in me
I can feel it burning burning inside of me

Freie Übersetzung:
Während Du aufwächst siehst Du nicht den Schriftzug an der Wand
Du gehst Deinen Weg vorüber - Du weißt alles
aber hin und wieder, wenn Du den Schmerz fühlst
dann entdeckst Du, dass Du alleine bist – alles hat sich verändert

Während Du das Spiel spielst weißt Du, dass Du nicht aufgeben kannst, bis es gewonnen ist
unermüdlich kannst nur Du tun, was getan werden muß
Du weißt in vieler Hinsicht bist Du mir ähnlich
Du bist nur ein Gefangener und du versuchst auszubrechen

Ich kann einen neuen Horizont sehen, unter dem strahlenden Himmel
ich werde da sein wo die Adler fliegen, höher und höher
werde Dein sportlicher Mann sein, alles was ich brauche sind ein paar Flügel
bring mich dahin wo meine Zukunft liegt - St. Elmo´s Fire

Abbrennend, nicht wissend wie weit ich gehen kann
bald zu Hause, nur noch ein paar Meilen die Straße runter
ich kann es machen, ich weiß dass ich es kann
Du hast den Jungen in mir gebrochen, aber du wirst nicht den Mann brechen

Ich kann einen neuen Horizont sehen, unter dem strahlenden Himmel
ich werde da sein wo die Adler fliegen, höher und höher
werde Dein sportlicher Mann sein, alles was ich brauche sind ein paar Flügel
bring mich dahin wo meine Zukunft liegt - St. Elmo´s Fire
ich kann den höchsten Berg besteigen, das wildeste Meer durchqueren
ich kann St. Elmo`s Feuer spüren, wie es in mir brennt, in mir brennt

Nur einmal im Leben ist es die Zeit des Mannes
und meine Zeit ist jetzt – ich fange an zu leben

Ich kann die Musik spielen hören, sehe die Banner wehen
fühle mich wieder jung, ich hoffe ich bin nicht zu hoch
ich werde Dein sportlicher Mann sein, alles was ich brauche sind ein paar Flügel
bring mich dorthin, wo meine Zukuft ist – St. Elmo`s Fire

Ich kann einen neuen Horizont sehen, unter dem strahlenden Himmel
ich werde da sein wo die Adler fliegen, höher und höher
werde Dein sportlicher Mann sein, alles was ich brauche sind ein paar Flügel
bring mich dahin wo meine Zukunft liegt - St. Elmo´s Fire
ich kann den höchsten Berg besteigen, das wildeste Meer durchqueren
ich kann St. Elmo`s Feuer spüren, wie es in mir brennt, in mir brennt
ich kann es brennen spüren, brennen in meinem Innern
 

gartenzwerg

Zwergi
ID: 60550
L
18 Juli 2007
3.828
460
„John Miles“: „Music“
Anhang anzeigen 11257
Jahr: 1973


In 5 Minuten zum Hit
Wenn er gerade nicht gebucht ist, schreibt John mit seinem Partner Bob Marshall unermüdlich eigene Songs. Eines Abends verspätet sich dieser. Ungeduldig setzt sich John ans Klavier, klimpert vor sich hin. In Gedanken lässt der 26-Jährige sein bisheriges Leben Revue passieren, die einzige Konstante ist die ungebrochene Liebe zur Musik, trotz andauernder Erfolglosigkeit....

Lyrics:
Music was my first love
...

mein absolutes alltime Lieblingslied, mein Credo :love: :love:
hab noch die original Single von damals, geb ich auch ned her ;)
und John Miles hab ich schon mehrfach live gesehen, einfach klasse :yes:
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
Das Lied ist so geschrieben, als würde es mein Leben beschreiben. So lange ich zurückdenken kann läuft bei mir eigentlich immer Musik. Meine erste Schallplatte habe ich mit 5 Jahren bekommen - Harry Belafonte (einer Platte mit seinen größen Hits). Seit der Zeit habe ich jede Schallplatte, jede CD, jede Kassette archiviert.

Das fing schon damit an, daß die ganze Familie früher zusammen jede Folge von "Disco" (Ilja Richter) und die Hitparade (Dieter Thomas Heck) angeschaut haben.

Auch bei mir kann man sagen, daß Musik meine erste Liebe war.

(Auch gut zu sehen bei diesem Beitrag:)
(Einfach das blaue "Wie hört Ihr Musik?" anklicken - und der Link führt zum richtigen Beittrag)
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„John Paul Young”: „Love Is In The Air“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1977

Harry Vanda und George Young sind die Starkomponisten der australischen Hitfabrik „Albert Productions“. Vor vielen Jahren waren sie noch selbst auf der Bühne zu Gange und landeten mit dem Song „Friday on my mind“ einen Welt-Hit. Doch mittlerweile agieren die beiden lieber im Hintergrund. Sie gelten als akribische Arbeiter, vor allem haben sie mit keiner Stilrichtung Berührungsprobleme. Erst kürzlich haben sie den Hardrockern von AC/DC zu Weltruhm verholfen. Und auch einem viel versprechenden Schmusesänger versprechen sie eine große Karriere. John Paul Young war der Star der australischen Produktion von „Jesus Christ Superstar“. Allerdings geht der erste Versuch, John Paul mit kitschigen Popsongs an den Start zu bringen, gründlich schief. Doch Vanda und Young geben sich so schnell nicht geschlagen.

Beim zweiten Anlauf verpassen sie ihrem Schützling einen fetzigen Discobeat. Und von der folgenden Euphoriewelle werden selbst die hart gesottenen Hitschreiber überrollt. „Love is in the air“ wird ein Mega-Hit – und einer der bekanntesten Songs der Disco-Ära.

In den Charts landet „Love is in the air“ auf Platz eins in den USA und Platz drei in Deutschland.

Lyrics:
Love is in the air everywhere I look around
love is in the air every sight and every sound
and I don't know if I'm being foolish
don't know if I'm being wise
but it's something that I must believe in
and it's there when I look in your eyes

Love is in the air in the whisper of the trees
love is in the air in the thunder of the sea
and I don't know if I'm just dreaming
don't know if I feel sane
but it's something that I must believe in
and it's there when you call out my name

Love is in the air love is in the air oh oh oh

Love is in the air in the rising of the sun
love is in the air when the day is nearly done
and I don't know if you're illusion
don't know if I see it through
but you're something that I must believe in
and you're there when I reach out for you

Love is in the air everywhere I look around
love is in the air every sight and every sound
and I don't know if I'm being foolish
don't know if I'm being wise
but it's something that I must believe in
and it's there when I look in your eyes

Love is in the air love is in the air
oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh
oh love is in the air love is in the air
oh oh oh oh ooh ooh ooh

Übersetzung:
Liebe liegt in der Luft überall wo ich hinschaue
Liebe liegt in der Luft in jedem Anblick und bei jedem Geräusch
und ich weiß nicht ob ich dumm bin
weiß nicht ob ich weise bin
aber es ist etwas, an das ich glauben muß
und es ist da, wenn ich in Deine Augen schaue

Liebe liegt in der Luft im Geflüster der Bäume
Liebe liegt in der Luft im Donner des Meeres
und ich weiß nicht, ob ich nur träume
weiß nicht ob ich mich gesund fühle
aber es ist etwas, an das ich glauben muß
und es ist da, wenn Du meinen Namen rufst

Liebe liegt in der Luft, Liebe liegt in der Luft oh oh oh

Liebe liegt in der Luft beim Aufgang der Sonne
Liebe liegt in der Luft wenn der Tag fast vorbei ist
und ich weiß nicht ob Du eine Illusion bist
weiß nicht ob ich das durchschaue
aber Du bist etwas, an das ich glauben muß
und Du bist da, wenn ich mich nach Dir greife

Liebe liegt in der Luft überall wo ich hinschaue
Liebe liegt in der Luft in jedem Anblick und bei jedem Geräusch
und ich weiß nicht ob ich dumm bin
weiß nicht ob ich weise bin
aber es ist etwas, an das ich glauben muß
und es ist da, wenn ich in Deine Augen schaue

Liebe liegt in der Luft, Liebe liegt in der Luft
oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh
Liebe liegt in der Luft, Liebe liegt in der Luft
oh oh oh oh ooh ooh ooh
 

gartenzwerg

Zwergi
ID: 60550
L
18 Juli 2007
3.828
460
Das Lied ist so geschrieben, als würde es mein Leben beschreiben. So lange ich zurückdenken kann läuft bei mir eigentlich immer Musik. Meine erste Schallplatte habe ich mit 5 Jahren bekommen - Harry Belafonte (einer Platte mit seinen größen Hits). Seit der Zeit habe ich jede Schallplatte, jede CD, jede Kassette archiviert.

Das fing schon damit an, daß die ganze Familie früher zusammen jede Folge von "Disco" (Ilja Richter) und die Hitparade (Dieter Thomas Heck) angeschaut haben.

Auch bei mir kann man sagen, daß Musik meine erste Liebe war.

(Auch gut zu sehen bei diesem Beitrag:)
(Einfach das blaue "Wie hört Ihr Musik?" anklicken - und der Link führt zum richtigen Beittrag)

mir gehts wie dir, nur dass es keine Schallplatte war als Kind, sondern ne Kassette mit den TopHits.
meine erste selbstgekaufte LP war Pink Floyd :love: und zwar die Meddle, davor gabs aus finanziellen Gründen nur Singles. darunter eben auch music von John Miles

die Sendungen Disco und Hitparade waren natürlich Pflicht. und wehe einer redete mir in die Aufnahme rein :LOL:
davor natürlich Beatclub und Musikladen.

Musik lief auch schon in meiner Kindheit immer, überwiegend vom Radio und nur Schlager, da stehen meine Eltern drauf und so hab ich das halt auch mitbekommen und gut leiden können.
mit 14 durfte ich endlich ins Jugendzentrum und da lief nur Rockmusik und ich war fasziniert und ab da auch infiziert ;) dadurch höre ich seit den 70ern Rock (zu Hause und im Jugendzentrum) und in der Disco war Saturday Night Fever angesagt, also Disco Disco Disco - hach, die 70er waren sooo toll :love:
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
Stimmt, Musikladen und Beatclub mußte auch bei uns sein. Aber natürlich haben unsere Eltern Musikladen, Beatclub und Disco nur "ausgehalten". Die liefen nur uns zu Liebe. Diese "Hottentotten-" und "Dschungelmusik" waren nicht der Geschmack der Eltern. Richtig gute Musik waren für sie nur Schlager und "Volksmusik".
So richtig Musik hören konnte ich erst mit 7 Jahren: Da bekam ich für meine Schulnoten zum Antrieb ein riesiges uraltes Röhrenradio. Endlich jederzeit die Musik hören, die man wollte. Hier endeckte ich dann auch mit AFN und durch die britischen "Piratensender" (wir lebten seinerzeit in Norddeutschland) die Country-Music, und den Rock ... Musik, die man eben nicht gerade im TV sehen konnte. Songs, die in den öffentlichen Sendern boykottiert wurden.

Stimmt, die 60er, 70er und vor allem die 80er Jahre waren einfach die beste Zeit meines Lebens. Damals waren die Stars einfach näher am Publikum. Heute werden sie einfach von den Fans abgeschirmt - damals konnte man noch die Stars treffen. Sie gaben noch gerne die Autogramm-Stunden und sprachen auch mit uns. Ich weiß nicht, wie viele Ideen von diesen Gesprächen in ihren Songs aufgegriffen worden sind.

Mir fehlt die "gute alte Zeit". Es gibt zwar noch heute gute Musik - aber (ich weiß nicht, ob es mein Alter ist) so richtige Ohrwürmer sind rar geworden. Früher summte, sang oder pfiff man die Ohrwürmer ständig. Die meisten heutigen Songs mögen zwar Takt haben - aber zum mitsingen oder zum Mitpfeiffen sind sie dann doch nicht so geeignet. Früher waren die Songs Monate lang - oder gar Jahre lang in den Charts. Heute kennt man die "aktuelle" Musik nach wenigen Wochen nicht mehr. Will die Musik nach kurzer Zeit nicht mehr hören. Im Gegensatz dazu kennt aber noch jeder die Songs von ABBA, Rolling Stones, Beatles, Boney M. und Co. Viele können sogar noch den Text - nach Jahrzehnten. Das kann man eben nicht über die "heutige" Musik sagen. Man muß nur einmal einen Song ansprechen, der älter als 10 Jahre ist - den kennt doch kaum noch einer, will auch keiner mehr hören.

Sehr Schade, daß die Musik so schnell veraltet und vergessen wird.
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105

„Johnny Cash”: „A Boy Named Sue”

- 1 Cover.jpg
Jahr: 1969

A Boy Named Sue (dt.: Ein Junge names Sue) ist ein bekannter Countrysong. Der Text wurde von Shel Silverstein geschrieben, die Melodie stammt von Johnny Cash.

Der Song wurde im Juni 1969 von Johnny Cash erstmals als Live-Version auf Columbia Records veröffentlicht und erreichte nicht nur den ersten Platz der nationalen Country-Charts, sondern schaffte es auch bis auf den zweiten Platz der Billboard-Pop-Charts, was ihn so zu Cashs größtem Erfolg machte. Er wurde in den Kategorien Best Country Song und Best Male Country Vocal Peformance mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet.

Entstehung und Publikation:
Shel Silverstein ließ sich von einer realen Person inspirieren, als er auf einer juristischen Konferenz den Richter Sue K. Hicks aus Madisonville traf. Er gab den Text Cash auf einer Party, fünf Tage vor dessen Konzert im Staatsgefängnis San Quentin, welches als sein zweites Live-Album im einem Staatsgefängnis aufgenommen wurde. Es war June Carter die Cash riet, den Text doch mit zunehmen. Der Song hatte allerdings noch keine Melodie. Diese improvisierten Cash und sein Gitarrist Bob Wootton etwa zwei Tage vor dem Konzert. Während des Konzerts präsentierte Cash das erste Mal Silversteins epische Geschichte über einen Jungen, der zu einem echten Kämpfer wird, weil sein Vater bevor er die Familie verlassen hat, ihn einen ungewöhnlichen Vornamen gab. Zum Schluss erfährt der Protagonist Sue, dass sein Vater ihn diesen Vornamen gab, damit er hart wird und sich zu wehren weiß.

Cash selbst sagte, dass er noch nie einen so geschickt geschriebenen Song bekommen hätte. Es folgten sogar zwei „Antwort-Songs“. Nämlich A Gal Called Sam von Lois Williams und A Girl Called Johnny Cash von Jane Morgan.

Mit The Father of a Boy Named Sue schrieb Silverstein Jahre später eine Fortsetzung, die allerdings nicht den Erfolg des Vorgängers wiederholen konnte.

Lyrics:
Thank you
Well, my daddy left home when I was three
and he didn't leave very much to my ma and me

Except this ole guitar and an empty bottle of booze
now I don't blame him
'cause he run and hid
but the meanest thing that my daddy ever did
was before he left he wanted to
name me Sue

He musta thought
that it was quite a joke
and it got a lot of laughs from lots a folks
seems I had to fight my whole life through
some gal would giggle and I'd turn red
and some guy'd laugh and I'd bust his head
I'll tell ya, life ain't easy for a boy named Sue

Well, I grew up quick and I grew up mean
my fist got hard and my wits got keen
roamed from town to town
to hide my shame
but I made me a vow to the moon and stars
I'd search the honky-tonks and bars
and kill that man that gave
me that awful name

Well, it was Gatlinburg in mid-July
and I'd just hit town and my throat was dry
I thought I'd stop and have myself a brew
at an old saloon on a street of mud
there at a table dealin' stud
sat the dirty, mangy dog that named me Sue

Well I knew that snake was my own sweet dad
from a worn out picture that my mother had
knew that scar on
his cheek and his evil eye
he was big and bent and grey and old
and I looked at him and my
blood ran cold, and I said
"My name is Sue! How do you do?
Now you gonna die!"

Well, I hit him hard right
between the eyes
and he went down but to my surprise
came up with a knife and
cut off a piece of my ear
then I busted a chair right across his teeth
and we crashed through
the wall and into the street
kickin' and a gougin' in the mud
and the blood and the beer

Well I tell ya, I've fought tougher men
but I really can't remember when
he kicked like a mule and
he bit like a crocodile
I heard him laugh and
then I heard him cuss
and he reached for his gun but
I pulled mine first
he stood there lookin' at me and
I saw him smile

And he said
"Son, this world is rough
and if a man's gonna make
it he's gotta be tough
and I know I wouldn't be
there to help you along
so I gave you that name
and I said goodbye
I knew you'd have to get tough or die
and it's that name that helped
to make you strong."
he said, "Now you just fought
one heck of a fight
and I know you hate me
and ya got the right
to kill me now and I wouldn't
blame you if you do
but you oughta thank me before I die
for the gravel in your gut
and the spit in the eye
'cause I'm the -
that named you Sue."

Yeah, what could I do?

I got all choked up and threw down my gun
called him my pa and he called me his son
and I came away with a
different point of view
and I think about him now and then
every time I try and every time I win
and if I ever have a boy
I'll name him
Bill or George or Frank
anything dam thing but Sue!

Hate that name

Freie Übersetzung:
Danke!

Nun, mein Vater ist von zu Hause abgehauen, als ich drei Jahre alt war
und er hat Ma und mir nicht viel hinterlassen

nur diese alte Gitarre und 'ne leere Schnapsflasche
ich mach ihm jetzt keine Vorwürfe, daß er weggelaufen ist und sich versteckt hat
aber das fieseste, was er je getan hat
war, daß er mich Sue genannt hat, bevor er abgehauen ist

Wahrscheinlich hat er das komisch gefunden
und eine Menge Leute lachen darüber
sieht so aus, als müßte ich mein ganzes Leben lang kämpfen
wenn ein Mädchen kichert, werde ich rot
und wenn ein Kerl lacht, zertrümmer ich ihm den Schädel
ich sag Euch, das Leben ist nicht leicht für einen Jungen, der Sue heißt

Ich bin schnell erwachsen geworden und hab auszuteilen gelernt
meine Fäuste sind hart und ich habe einen scharfen Verstand
bin von Stadt zu Stadt gezogen, um meine Schande zu verstecken
aber ich hab mir geschworen
daß ich alle Spelunken und Kneipen absuche
und den Kerl umbringe, der mir diesen furchtbaren Namen gegeben hat

Es war Mitte Juli in Gatlinburg
und ich war gerade in der Stadt angekommen und meine Kehle war ausgetrocknet
ich dachte, ich mach mal halt und gönne mir ein kühles Blondes
und da, in einem alten Saloon an einer schmutzigen Straße
an einem Tisch, beim Pokern
saß der dreckige, räudige Bastard, der mich Sue genannt hat

Gut, ich wußte, daß der heimtückische Kerl, mein eigener „geliebter“ Vater war
ich hatte ihn nämlich auf einem abgegriffen Foto gesehen, das meiner Mutter gehörte
und ich kannte die Narbe auf seiner Wange und seinen bösen Blick
er war groß und gebeugt und grau und alt
und ich schaute ihn an und mir gefror das Blut in den Adern
und ich sagte: Ich heiße Sue!
Wie geht's denn so?
mach Dich bereit zum Sterben!

Nun, ich hab ihm einen kräftigen Schlag zwischen die Augen verpaßt
und er ging zu Boden, aber zu meiner Überraschung
kam er wieder hoch, hatte ein Messer in seiner Hand und schnitt mir ein Stück vom Ohr ab
aber ich habe einen Stuhl an seinen Zähnen zu Kleinholz geschlagen
und wir sind durch die Wand auf die Straße gekracht
wir haben nach dem anderen getreten und uns im Schlamm, in Blut und Bier gewälzt

Ich kann Euch sagen, ich habe schon mit Männern gekämpft, die mehr Mumm hatten
aber ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wann das war
er trat wie ein Maulesel und er hat mich wie ein Krokodil gebissen
ich habe ihn lachen gehört und dann hörte ich ihn fluchen
und er griff nach seinem Schießeisen, aber ich zog schneller
dann stand er da, schaute mich an und ich sah, wie er lächelte

Und er sagte: Mein Sohn, das ist eine rauhe Welt
und wenn ein Mann darin bestehen will, dann muß er Mumm haben
und ich wußte, daß ich nicht da sein würde, um Dir beizustehen
also habe ich Dir den Namen gegeben und mich aus dem Staub gemacht
ich wußte, daß Du nur die Wahl hattest, ein ganzer Kerl zu werden oder zu sterben
und das ist der Name, der Dich stark gemacht hat

Er sagte: Du hast gerade verdammt gut gekämpft
und ich weiß, Du haßt mich, und Du hast jedes Recht
mich jetzt zu töten, und ich würde es Dir echt nicht übel nehmen
aber bevor ich sterbe, solltest Du mir noch danken
für den Mumm in den Knochen und das Funkeln in Deinen Augen
denn ich bin der Mistkerl, der Dich Sue genannt hat

Ja, was konnte ich da schon machen? Was konnte ich tun?

Mir wurde ganz anders und ich legte meine Waffe nieder
und ich nannte ihn meinen Pa und er nannte mich Sohn
und auf einmal sah ich die Sache anders
und wenn ich jetzt hin und wieder an ihn denke
jedesmal, wenn ich es versuche, ist es ein Gewinn für mich
und falls ich jemals einen Sohn habe
dann werde ich ihn wohl
Bill oder George nennen
irgendwie, nur nicht Sue

Ich hasse den Namen!
 

gartenzwerg

Zwergi
ID: 60550
L
18 Juli 2007
3.828
460

„Johnny Cash”: „A Boy Named Sue”

Anhang anzeigen 11272
Jahr: 1969

A Boy Named Sue (dt.: Ein Junge names Sue) ist ein bekannter Countrysong. Der Text wurde von Shel Silverstein geschrieben, die Melodie stammt von Johnny Cash.

Der Song wurde im Juni 1969 von Johnny Cash erstmals als Live-Version auf Columbia Records veröffentlicht und erreichte nicht nur den ersten Platz der nationalen Country-Charts, sondern schaffte es auch bis auf den zweiten Platz der Billboard-Pop-Charts, was ihn so zu Cashs größtem Erfolg machte. Er wurde in den Kategorien Best Country Song und Best Male Country Vocal Peformance mit zwei Grammy Awards ausgezeichnet.

Entstehung und Publikation:
Shel Silverstein ließ sich von einer realen Person inspirieren, als er auf einer juristischen Konferenz den Richter Sue K. Hicks aus Madisonville traf. Er gab den Text Cash auf einer Party, fünf Tage vor dessen Konzert im Staatsgefängnis San Quentin, welches als sein zweites Live-Album im einem Staatsgefängnis aufgenommen wurde. Es war June Carter die Cash riet, den Text doch mit zunehmen. Der Song hatte allerdings noch keine Melodie. Diese improvisierten Cash und sein Gitarrist Bob Wootton etwa zwei Tage vor dem Konzert. Während des Konzerts präsentierte Cash das erste Mal Silversteins epische Geschichte über einen Jungen, der zu einem echten Kämpfer wird, weil sein Vater bevor er die Familie verlassen hat, ihn einen ungewöhnlichen Vornamen gab. Zum Schluss erfährt der Protagonist Sue, dass sein Vater ihn diesen Vornamen gab, damit er hart wird und sich zu wehren weiß.

Cash selbst sagte, dass er noch nie einen so geschickt geschriebenen Song bekommen hätte. Es folgten sogar zwei „Antwort-Songs“. Nämlich A Gal Called Sam von Lois Williams und A Girl Called Johnny Cash von Jane Morgan.

Mit The Father of a Boy Named Sue schrieb Silverstein Jahre später eine Fortsetzung, die allerdings nicht den Erfolg des Vorgängers wiederholen konnte.

Lyrics:
Thank you
Well, my daddy left home when I was three
and he didn't leave very much to my ma and me

Except this ole guitar and an empty bottle of booze
now I don't blame him
'cause he run and hid
but the meanest thing that my daddy ever did
was before he left he wanted to
name me Sue

He musta thought
that it was quite a joke
and it got a lot of laughs from lots a folks
seems I had to fight my whole life through
some gal would giggle and I'd turn red
and some guy'd laugh and I'd bust his head
I'll tell ya, life ain't easy for a boy named Sue

Well, I grew up quick and I grew up mean
my fist got hard and my wits got keen
roamed from town to town
to hide my shame
but I made me a vow to the moon and stars
I'd search the honky-tonks and bars
and kill that man that gave
me that awful name

Well, it was Gatlinburg in mid-July
and I'd just hit town and my throat was dry
I thought I'd stop and have myself a brew
at an old saloon on a street of mud
there at a table dealin' stud
sat the dirty, mangy dog that named me Sue

Well I knew that snake was my own sweet dad
from a worn out picture that my mother had
knew that scar on
his cheek and his evil eye
he was big and bent and grey and old
and I looked at him and my
blood ran cold, and I said
"My name is Sue! How do you do?
Now you gonna die!"

Well, I hit him hard right
between the eyes
and he went down but to my surprise
came up with a knife and
cut off a piece of my ear
then I busted a chair right across his teeth
and we crashed through
the wall and into the street
kickin' and a gougin' in the mud
and the blood and the beer

Well I tell ya, I've fought tougher men
but I really can't remember when
he kicked like a mule and
he bit like a crocodile
I heard him laugh and
then I heard him cuss
and he reached for his gun but
I pulled mine first
he stood there lookin' at me and
I saw him smile

And he said
"Son, this world is rough
and if a man's gonna make
it he's gotta be tough
and I know I wouldn't be
there to help you along
so I gave you that name
and I said goodbye
I knew you'd have to get tough or die
and it's that name that helped
to make you strong."
he said, "Now you just fought
one heck of a fight
and I know you hate me
and ya got the right
to kill me now and I wouldn't
blame you if you do
but you oughta thank me before I die
for the gravel in your gut
and the spit in the eye
'cause I'm the -
that named you Sue."

Yeah, what could I do?

I got all choked up and threw down my gun
called him my pa and he called me his son
and I came away with a
different point of view
and I think about him now and then
every time I try and every time I win
and if I ever have a boy
I'll name him
Bill or George or Frank
anything dam thing but Sue!

Hate that name

Freie Übersetzung:
Danke!

Nun, mein Vater ist von zu Hause abgehauen, als ich drei Jahre alt war
und er hat Ma und mir nicht viel hinterlassen

nur diese alte Gitarre und 'ne leere Schnapsflasche
ich mach ihm jetzt keine Vorwürfe, daß er weggelaufen ist und sich versteckt hat
aber das fieseste, was er je getan hat
war, daß er mich Sue genannt hat, bevor er abgehauen ist

Wahrscheinlich hat er das komisch gefunden
und eine Menge Leute lachen darüber
sieht so aus, als müßte ich mein ganzes Leben lang kämpfen
wenn ein Mädchen kichert, werde ich rot
und wenn ein Kerl lacht, zertrümmer ich ihm den Schädel
ich sag Euch, das Leben ist nicht leicht für einen Jungen, der Sue heißt

Ich bin schnell erwachsen geworden und hab auszuteilen gelernt
meine Fäuste sind hart und ich habe einen scharfen Verstand
bin von Stadt zu Stadt gezogen, um meine Schande zu verstecken
aber ich hab mir geschworen
daß ich alle Spelunken und Kneipen absuche
und den Kerl umbringe, der mir diesen furchtbaren Namen gegeben hat

Es war Mitte Juli in Gatlinburg
und ich war gerade in der Stadt angekommen und meine Kehle war ausgetrocknet
ich dachte, ich mach mal halt und gönne mir ein kühles Blondes
und da, in einem alten Saloon an einer schmutzigen Straße
an einem Tisch, beim Pokern
saß der dreckige, räudige Bastard, der mich Sue genannt hat

Gut, ich wußte, daß der heimtückische Kerl, mein eigener „geliebter“ Vater war
ich hatte ihn nämlich auf einem abgegriffen Foto gesehen, das meiner Mutter gehörte
und ich kannte die Narbe auf seiner Wange und seinen bösen Blick
er war groß und gebeugt und grau und alt
und ich schaute ihn an und mir gefror das Blut in den Adern
und ich sagte: Ich heiße Sue!
Wie geht's denn so?
mach Dich bereit zum Sterben!

Nun, ich hab ihm einen kräftigen Schlag zwischen die Augen verpaßt
und er ging zu Boden, aber zu meiner Überraschung
kam er wieder hoch, hatte ein Messer in seiner Hand und schnitt mir ein Stück vom Ohr ab
aber ich habe einen Stuhl an seinen Zähnen zu Kleinholz geschlagen
und wir sind durch die Wand auf die Straße gekracht
wir haben nach dem anderen getreten und uns im Schlamm, in Blut und Bier gewälzt

Ich kann Euch sagen, ich habe schon mit Männern gekämpft, die mehr Mumm hatten
aber ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wann das war
er trat wie ein Maulesel und er hat mich wie ein Krokodil gebissen
ich habe ihn lachen gehört und dann hörte ich ihn fluchen
und er griff nach seinem Schießeisen, aber ich zog schneller
dann stand er da, schaute mich an und ich sah, wie er lächelte

Und er sagte: Mein Sohn, das ist eine rauhe Welt
und wenn ein Mann darin bestehen will, dann muß er Mumm haben
und ich wußte, daß ich nicht da sein würde, um Dir beizustehen
also habe ich Dir den Namen gegeben und mich aus dem Staub gemacht
ich wußte, daß Du nur die Wahl hattest, ein ganzer Kerl zu werden oder zu sterben
und das ist der Name, der Dich stark gemacht hat

Er sagte: Du hast gerade verdammt gut gekämpft
und ich weiß, Du haßt mich, und Du hast jedes Recht
mich jetzt zu töten, und ich würde es Dir echt nicht übel nehmen
aber bevor ich sterbe, solltest Du mir noch danken
für den Mumm in den Knochen und das Funkeln in Deinen Augen
denn ich bin der Mistkerl, der Dich Sue genannt hat

Ja, was konnte ich da schon machen? Was konnte ich tun?

Mir wurde ganz anders und ich legte meine Waffe nieder
und ich nannte ihn meinen Pa und er nannte mich Sohn
und auf einmal sah ich die Sache anders
und wenn ich jetzt hin und wieder an ihn denke
jedesmal, wenn ich es versuche, ist es ein Gewinn für mich
und falls ich jemals einen Sohn habe
dann werde ich ihn wohl
Bill oder George nennen
irgendwie, nur nicht Sue

Ich hasse den Namen!

einer der tollsten Songs von Johnny Cash, gefolgt von "Jackson"
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
;)Mein Lieblings-Song von Johnny Cash (noch vor "Ring of Fire", "Jackson" und "I Walk The Line") ist ganz klar "The Man Comes Around" (Außer "Jackson" kommen die Beiträge im Laufe der nächsten Tage)

 

gartenzwerg

Zwergi
ID: 60550
L
18 Juli 2007
3.828
460
Stimmt, Musikladen und Beatclub mußte auch bei uns sein. Aber natürlich haben unsere Eltern Musikladen, Beatclub und Disco nur "ausgehalten". Die liefen nur uns zu Liebe. Diese "Hottentotten-" und "Dschungelmusik" waren nicht der Geschmack der Eltern. Richtig gute Musik waren für sie nur Schlager und "Volksmusik".
So richtig Musik hören konnte ich erst mit 7 Jahren: Da bekam ich für meine Schulnoten zum Antrieb ein riesiges uraltes Röhrenradio. Endlich jederzeit die Musik hören, die man wollte. Hier endeckte ich dann auch mit AFN und durch die britischen "Piratensender" (wir lebten seinerzeit in Norddeutschland) die Country-Music, und den Rock ... Musik, die man eben nicht gerade im TV sehen konnte. Songs, die in den öffentlichen Sendern boykottiert wurden.

Stimmt, die 60er, 70er und vor allem die 80er Jahre waren einfach die beste Zeit meines Lebens. Damals waren die Stars einfach näher am Publikum. Heute werden sie einfach von den Fans abgeschirmt - damals konnte man noch die Stars treffen. Sie gaben noch gerne die Autogramm-Stunden und sprachen auch mit uns. Ich weiß nicht, wie viele Ideen von diesen Gesprächen in ihren Songs aufgegriffen worden sind.

Mir fehlt die "gute alte Zeit". Es gibt zwar noch heute gute Musik - aber (ich weiß nicht, ob es mein Alter ist) so richtige Ohrwürmer sind rar geworden. Früher summte, sang oder pfiff man die Ohrwürmer ständig. Die meisten heutigen Songs mögen zwar Takt haben - aber zum mitsingen oder zum Mitpfeiffen sind sie dann doch nicht so geeignet. Früher waren die Songs Monate lang - oder gar Jahre lang in den Charts. Heute kennt man die "aktuelle" Musik nach wenigen Wochen nicht mehr. Will die Musik nach kurzer Zeit nicht mehr hören. Im Gegensatz dazu kennt aber noch jeder die Songs von ABBA, Rolling Stones, Beatles, Boney M. und Co. Viele können sogar noch den Text - nach Jahrzehnten. Das kann man eben nicht über die "heutige" Musik sagen. Man muß nur einmal einen Song ansprechen, der älter als 10 Jahre ist - den kennt doch kaum noch einer, will auch keiner mehr hören.

Sehr Schade, daß die Musik so schnell veraltet und vergessen wird.

ich kann und muss zustimmend nicken.

die jungen Leute kaufen sich auch keine CDs mehr, downloaden nur die einzelnen Songs, selten ein Album.
so lernen sie die Künstler auch gar nicht richtig kennen, geschweige denn die Texte.
für mich ists noch heute ein MUSS, die CDs zu kaufen und freue mich immer, wenn im Booklet auch die Texte drin sind. dann kann man schön mitlesen und bis zum Konzert kann man einiges mitsingen :)

auch ich habe einige Künstler persönlich kennengelernt, auf Konzerten, backstage oder im Büro. ja, ich habe in der Branche gearbeitet, wunderschöne elf Jahre. dabei konnte ich - wie du - einige sehr gute Gespräche führen und es ergaben sich auch mal Situationen, die ich nie vergessen werde. *inErinnerungenschwelg*

vieles hat sich verändert und ich denke, es mag daran liegen, dass den jungen Leuten heute wesentlich mehr Auswahl geboten wird an Möglichkeiten. wir hatten früher mehr Zeit für uns. es gab nicht sooooo viele Möglichkeiten, fortzugehen, wie heute. so konnte man sich auch intensiver mit der Musik beschäftigen oder auch viel mehr lesen usw. vieles hat sich verbessert, aber dabei ist einiges auf der Strecke geblieben, find ich.
naja, thats life ;)
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
"The Man Comes Around" hat Johnny Cash geschrieben, als er bereits schwer erkrankt war. Es war das letzte Lied, das er vor seinem Tod veröffentlicht hat.

:)Service:
Johnny Cash: Ring Of Fire
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
vieles hat sich verändert und ich denke, es mag daran liegen, dass den jungen Leuten heute wesentlich mehr Auswahl geboten wird an Möglichkeiten. wir hatten früher mehr Zeit für uns. es gab nicht sooooo viele Möglichkeiten, fortzugehen, wie heute. so konnte man sich auch intensiver mit der Musik beschäftigen oder auch viel mehr lesen usw. vieles hat sich verbessert, aber dabei ist einiges auf der Strecke geblieben, find ich.
naja, thats life
Vieles hat die "Handy-Generation" kaputt gemacht. Wir haben uns noch im "Real Life" getroffen, Nächte lang durchgetanzt ... vieles wirklich erlebt.
Heute sieht man oft, wie Paare im Restaurant zusammen essen gehen. Sie sitzen an einem Tisch - und reden kein einziges Wort. Beide bedienen lieber ihr Handy. Früher lief man bei einem neuen Ohrwurm durch die Plattenläden - heute bekommt man alles ohne Mühe sofort auf das Handy geladen. So lange, bis das neueste Lied nach wenigen Tagen wieder "out" ist.
Ich vermisse die gute alte Zeit.
 

gartenzwerg

Zwergi
ID: 60550
L
18 Juli 2007
3.828
460
Vieles hat die "Handy-Generation" kaputt gemacht. Wir haben uns noch im "Real Life" getroffen, Nächte lang durchgetanzt ... vieles wirklich erlebt.
Heute sieht man oft, wie Paare im Restaurant zusammen essen gehen. Sie sitzen an einem Tisch - und reden kein einziges Wort. Beide bedienen lieber ihr Handy. Früher lief man bei einem neuen Ohrwurm durch die Plattenläden - heute bekommt man alles ohne Mühe sofort auf das Handy geladen. So lange, bis das neueste Lied nach wenigen Tagen wieder "out" ist.
Ich vermisse die gute alte Zeit.

musikalisch gesehen, ja die Zeit vermisse ich auch :yes:
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„Johnny Cash“: „Big River”
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1957

Big River ist ein Countrysong von Johnny Cash aus dem Jahr 1957, den dieser gemeinsam mit den Tennessee Two aufnahm. Als Produzenten bei Sun Records fungierten Jack Clement und Sam Phillips.

Inhalt:
Der Song handelt von einer verlorengegangen Liebe. Der namenlose Protagonist verfolgt seine Liebe quer durchs Land, verpasst sie aber immer wieder und sieht schließlich ein, dass sie den „breiten Fluss“, auf dem sie reist, mehr liebt als ihn.

Diese Thematik war typisch für den jungen Cash. Auch die Sun-Aufnahmen Cry, Cry, Cry, Blue Train, There You Go und Guess Things Happen That Way handeln von ungewöhnlichen Liebesbeziehungen, die auf seltsame Weise scheitern. Bob Dylan beschrieb Big River als Lyrik mit Substanz.

Entstehung:
Cash wurde zu diesem Song inspiriert, als er im TV Radio Mirror einen Artikel über sich las, der mit der Zeile „Johnny Cash has the big river blues in his life“ begann. Er schrieb den Song daraufhin auf dem Rücksitz eines Autos in White Plane, New York. Laut eigenen Aussagen war der Songtext fertig, bevor er den Artikel zu Ende gelesen und sein Reiseziel erreicht hatte.

Bei den Aufnahmen im Studio wollte Cash das Stück als einen langsamen Zwölftakt-Blues spielen, doch Phillips war für eine flotte Rockabilly-Nummer, bei der sein Co-Produzent Jack Clement eine offen gestimmte Gibson-Gitarre spielten sollte. Cash meinte später, dass Phillips den „richtigen Riecher“ gehabt habe. Kritiker sagten, erst das Gitarrenspiel habe den Song zu einem Hit werden lassen.

Bei der Aufnahme wirkten neben Cash (Gesang und Gitarre) wie üblich die Tennessee Two mit Luther Perkins an der Lead-Gitarre und Marshall Grant am Bass mit, außerdem war Clement mit der Gibson zu hören.

Veröffentlichung und Erfolg:
Big River wurde am 1. Dezember 1957 als B-Seite von Ballad of a Teenage Queen als Sun-Single 283 veröffentlicht. Bei den Hot Country Songs des Billboard-Magazins, in denen A- und B-Seiten getrennt aufgelistet werden, erreichte der Song Platz 4 und hielt sich 14 Wochen in den Charts; die A-Seite belegte Platz 1. Big River wurde zu einem Klassiker in Cashs Repertoire und von ihm häufig bei Konzerten gespielt.

Weitere Aufnahmen:
Big River erschien außerdem auf dem zweiten Album von Cash Johnny Cash Sings the Songs That Made Him Famous. Auf dem Album ist dieselbe Aufnahme zu hören wie jene, die im Jahr zuvor als Single veröffentlicht worden war.

Cash nahm den Song danach weitere Male auf. Das erste Mal 1964 für das Album I Walk the Line, für das er für Columbia Records alte Sun-Songs neu einspielte. 1969 war Big River der Eröffnungstrack des Live-Albums Johnny Cash at Madison Square Garden, das erst 2002 von Columbia veröffentlicht wurde. 1985 nahm Cash den Song mit den Highwaymen auf, wobei eine fünfte, bis dahin unveröffentlichte Strophe hinzugefügt wurde, die Cash aber schon 1957 geschrieben hatte.

Die Band Grateful Dead brachte eine Coverversion des Songs heraus, die unter anderem auf dem Album Dick's Picks Volume 1 veröffentlicht wurde.

- 2.jpg

Lyrics:
Now I taught the weeping willow how to cry
and I showed the clouds how to cover up a clear blue sky
and the tears that I cried for that woman are gonna flood you Big River
then I'm gonna sit right here until I die

I met her accidentally in St. Paul (Minnesota)
and it tore me up every time I heard her drawl, Southern drawl
then I heard my dream was back Downstream cavortin' in Davenport
and I followed you, Big River, when you called

Then you took me to St. Louis later on (down the river)
a freighter said she's been here but she's gone, boy, she's gone
I found her trail in Memphis, but she just walked up the block
she raised a few eyebrows and then she went on down alone

Now, won't you batter down by Baton Rouge, River Queen, roll it on
take that woman on down to New Orleans, New Orleans
go on, I've had enough; dump my blues down in the gulf
she loves you, Big River, more than me

Now I taught the weeping willow how to cry, cry, cry
and I showed the clouds how to cover up a clear blue sky
and the tears that I cried for that woman are gonna flood you Big River
then I'm gonna sit right here until I die

Übersetzung:
Jetzt habe ich der Trauerweide das Weinen beigebracht
und ich habe den Wolken gezeigt, wie man einen klaren blauen Himmel verhüllt
und die Tränen, die ich für diese Frau geweint habe, werden Dich überfluten, Big River
dann werde ich genau hier sitzen, bis ich sterbe

Ich traf sie zufällig in St. Paul (Minnesota)
und es zerriss mich jedesmal, wenn ich ihren schleppenden Südstaaten-Akzent hörte
dann hörte ich mein Traum wäre zurück, stromabwärts, würde sich in Davenport herumtummeln
und ich bin Dir gefolgt, Big River, als du riefst

Dann brachtest Du mich etwas später nach St. Louis (den Fluß hinunter)
ein Frachter sagte, sie war hier, aber sie ist weg, Junge, sie ist weg
ich habe ihre Spur in Memphis gefunden, aber sie ist einfach den Uferrand hochgelaufen
sie zog die Augenbrauen hoch, und dann ging sie alleine weiter

Jetzt willst Du nicht runter bei Baton Rouge, Flusskönigin, sondern rauschst weiter
nimm diese Frau mit nach New Orleans, New Orleans
mach weiter, ich hab genug, versenk meine Wehmut tief in den Golf
sie liebt Dich, Großer Fluss, mehr als mich.

Nun, ich zeigte der Trauerweide, wie man weint
und ich habe den Wolken gezeigt, wie man einen klaren blauen Himmel verhüllt
und die Tränen, die ich für diese Frau geweint habe, werden Dich überfluten, Big River
dann werde ich genau hier sitzen, bis ich sterbe
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„Johnny Cash“: „Folsom Prison Blues“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1956

J. R. Cash war der Sohn des mittellosen Farmers Ray Cash und dessen Frau Carrie Rivers Cash. Sein Vorname lautet tatsächlich „J. R.“, erst mit Eintritt in die US Air Force wurde aus dem „J.“ ein „John“. Drei Jahre nach seiner Geburt zog die Familie auf eine Farm in Dyess, Arkansas, die der Familie im Rahmen des New Deal unter Präsident Franklin D. Roosevelt günstig zur Verfügung gestellt worden war. Schon im Alter von fünf Jahren arbeitete Cash auf den Baumwollfeldern.

Johnny Cash hatte sechs Geschwister: Roy, Louise, Jack, Reba, Joanne und Tommy. Sein zwei Jahre älterer Bruder Jack starb im Mai 1944 im Alter von 14 Jahren bei einem Unfall mit einer Kreissäge.

Cash begann früh Gitarre zu spielen und Lieder zu schreiben. In seiner Zeit auf der High School trat er bereits bei einem lokalen Radiosender auf. 1950 ging Cash zur Air Force und wurde ein Jahr später als Funker auf einem Abhörposten in Landsberg am Lech in Bayern stationiert. Hier gründete er seine erste Band, die „Landsberg Barbarians“ (die Landsberger Barbaren, eine Verfremdung der „Landsberg Bavarian“ (Landsberger Bayern). Nachdem Cash hier den Film „Inside the Walls of Folsom Prison“ gesehen hatte ging ihm das Thema Strafgefangene nicht mehr aus dem Kopf. So schrieb er „Folsom Prison Blues“.

Der Legende nach soll Johnny Cash in Landsberg der erste Mensch im Westen gewesen sein, der vom Tod Stalins erfuhr. Tatsächlich hatte seine Einheit lediglich die Aufgabe, die russischen Funksprüche aufzuzeichnen.

Lyrics:
I hear the train a comin′; it's rollin′ 'round the bend
and I ain't seen the sunshine since I don′t know when
I′m stuck at Folsom Prison and time keeps draggin' on
but that train keeps rollin′ on down to San Antone

When I was just a baby, my mama told me, "Son
always be a good boy, don't ever play with guns"
but I shot a man in Reno, just to watch him die
when I hear that whistle blowin′ I hang my head and cry

I bet there's rich folk eatin′ from a fancy dining car
they're prob'ly drinkin′ coffee and smokin′ big cigars
well, I know I had it comin', I know I can′t be free
but those people keep a movin', and that′s what tortures me

Well, if they freed me from this prison, if that railroad train was mine
I bet I'd move on over a little farther down the line
far from Folsom Prison, that′s where I want to stay
and I'd let that lonesome whistle blow my blues away


Übersetzung:

Ich höre den Zug kommen
er rollt um die Biegung
und ich habe keinen Sonnenschein gesehen seit - ich weiß nicht wann
ich stecke fest im Folsom Gefängnis und die Zeit vergeht sehr langsam
aber dieser Zug fährt weiter, hinunter nach St. Antone

Als ich noch ein kleines Kind war hat meine Mama zu mir gesagt:
„Sohn sei immer ein guter Junge und spiel nie mit Schusswaffen.“
aber ich habe in Reno einen Mann erschossen nur um ihn sterben zu sehen
wenn ich jetzt den Zug pfeifen höre, dann lasse ich den Kopf hängen und weine

Ich wette, da sitzen reiche Leute im vornehmen Speisewagen und essen
wahrscheinlich trinken sie Kaffee und rauchen dicke Zigarren
gut, ich weiß, ich hab's verdient ich weiß ich kann nicht frei sein
aber daß diese Leute einfach weiterfahren können, das quält mich

Wenn sie mich aus dem Knast rauslassen würden, der Zug wäre meiner
ich wette, ich könnte noch ein bisschen weiter die Schienen runter fahren
weit weg vom Folsom Gefängnis, da möchte ich gerne sein
da würde ich die einsame Zugpfeife meine Knastschwermut wegpfeifen lassen....
 

raptor230961

Well-known member
24 Juli 2016
2.894
2.105
„Johnny Cash“: „I Walk The Line“
- 1 Cover.jpg
Jahr: 1956

I Walk the Line ist ein Countrysong aus dem Jahr 1956, der von Johnny Cash geschrieben und von ihm und den Tennessee Two interpretiert wurde. Er war für Cash der erste Millionenseller und der erste Nr.-1-Song in den Country-Charts.

Entstehungsgeschichte:
Nachdem Cash 1955 erste Erfolge zu verzeichnen hatte und auf dem Weg zum gefragten Star war, machte sich seine damalige Frau Vivian Liberto Sorgen, ihr Mann könne den Verlockungen in Form der vielen weiblichen Fans erliegen. In ihrer posthum 2007 erschienenen Biografie schrieb Liberto, Cash habe ihr eines Tages gesagt: „Mach dir keine Sorgen, du bist Tag und Nacht in meinen Gedanken. Ich bleibe für dich auf dem geraden Weg.“ Daraufhin bat er sie, diese Zeilen aufzuschreiben, und Cash machte daraus den Song I Walk the Line. Weiter schrieb Liberto: „Jedes Mal, wenn ich diesen Song von Johnny gehört habe, egal ob es tausende Male gewesen ist, wusste ich, er hat jedes der Worte für mich gesungen.“ Die Ehe wurde 1967 geschieden; 1968 heiratete Cash June Carter.

Nach einem Konzert in Texas sah Cash zunächst den Titel Because You're Mine für den Song vor, doch sein Freund und Sun-Kollege Carl Perkins riet ihm, I Walk the Line als Songtitel aus den Textzeilen zu wählen. Da Cashs Band zu dieser Zeit noch keinen Schlagzeuger hatte, ließ er ein Stück Papier hinter die Saiten der Rhythmusgitarre klemmen; dieses perkussive Schnarren wurde zum typischen Merkmal des berühmten „Boom-Chicka-Boom“-Sounds. Die Bezeichnung ist eine lautmalerische Beschreibung für den schnellen, stampfenden Klang ähnlich dem eines fahrenden Güterzugs (freight train rhythm). Der später bei Cash-Songs oft wiederkehrende Rhythmus wurde zu seinem Erkennungssound.

Cash hatte den Song ursprünglich als Ballade angelegt, doch Sam Phillips von Cashs Label Sun war der Ansicht, dass sich eine schnellere Version besser verkaufe. Aufnahmetag war der 2. April 1956, an dem auch die B-Seite Get Rhythm entstand. Die am 1. Mai 1956 als Sun #241 veröffentlichte Single war Cashs dritte Platte. Im Juni 1956 kam der Song in die Country-Charts, wo er sechs Wochen auf Platz Eins blieb. Im September entwickelte sich der Song auch zum Crossover, als er bis auf Platz 17 der Pop-Charts gelangte. Nach Blue Suede Shoes von Carl Perkins entwickeIte sich I Walk the Line zum zweiten Millionenseller von Sun Records mit einem Umsatz von fast zwei Millionen Exemplaren.

Statistik:
Der Song wurde von Cash insgesamt vier weitere Male aufgenommen; 1964 für das gleichnamige Album, 1969 für das Album At San Quentin, 1971 für den Soundtrack des Films I Walk the Line (Der Sheriff) mit Gregory Peck in der Hauptrolle und schließlich 1988 für das Album Classic Cash: Hall of Fame Series. 2001 veröffentlichte Cashs Schwiegersohn Rodney Crowell auf seinem Album The Houston Kid den Song als Duett mit Cash.

Der Song erhielt einen BMI-Award und ist 33 Mal gecovert worden. Darunter befindet sich auch eine deutsche Version von Gunter Gabriel, Ich bleib auf Kurs aus dem Jahre 2002. Johnny Cash, der in Landshut beim US-Militär gedient hatte, brachte eine eigene deutschsprachige Fassung unter dem Titel Wer kennt den Weg heraus - aufgenommen am 19. Juni 1965 in New York mit dem Originalsoundtrack und einem Text von Günter Loose.

2004 schaffte es der Song in der Liste der 500 beste Songs aller Zeiten des Magazins Rolling Stone auf Platz 30.

2005 drehte Regisseur James Mangold eine Johnny-Cash-Biografie mit dem Titel Walk the Line. In dem Film werden alle Cash-Songs von Hauptdarsteller Joaquin Phoenix gesungen, unter anderem auch I Walk the Line, den Phoenix auch für den gleichnamigen Soundtrack aufnahm.

Lyrics:
I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time
I keep the ends out for the tie that binds
because you're mine, I walk the line

I find it very, very easy to be true
I find myself alone when each day is through
yes, I'll admit that I'm a fool for you
because you're mine, I walk the line

As sure as night is dark and day is light
I keep you on my mind both day and night
and happiness I've known proves that it's right
because you're mine, I walk the line

You've got a way to keep me on your side
you give me cause for love that I can't hide
for you I know I'd even try to turn the tide
because you're mine, I walk the line

I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time
I keep the ends out for the tie that binds
because you're mine, I walk the line

Übersetzung:
Ich passe immer auf mein Herz auf
ich halte meine Augen die ganze Zeit weit geöffnet
ich halte die Enden draußen für das Band das verbindet
weil Du mir gehörst, benehme ich mich gut

Ich halte es für sehr, sehr einfach, wahr zu sein
ich finde mich allein auf wenn jeder Tag vorbei ist
ja, ich gebe zu ich bin verrückt nach Dir
weil Du mir gehörst, benehme ich mich gut

So sicher wie die Nacht dunkel ist und der Tag hell
bewahre ich Dich in meinen Gedanken sowohl Tag als auch Nacht
und die Freude die ich kannte bestärkt daß es stimmt
weil Du mir gehörst, benehme ich mich gut

Du hast einen Weg gefunden, um mich an Deiner Seite zu behalten
Du gibst mir einen Grund für Liebe, die ich nicht verstecken kann
ich weiß daß ich für Dich sogar versuchen würde, die Flut umzudrehen
weil Du mir gehörst, benehme ich mich gut

Ich passe immer auf mein Herz auf
ich halte meine Augen die ganze Zeit weit geöffnet
ich halte die Enden draußen für das Band das verbindet
weil Du mir gehörst, benehme ich mich gut