Alt 21.01.2014, 08:42:03   #1 (permalink)
ladycrisia
Neuer Benutzer

Reg: 13.12.2013
Beiträge: 7
Standard SAP-Beratung ein Muss?

Hallo,

ich arbeite in einem kleinen Unternehmen in der Lebensmittelbranche, mein Chef will nun, warum weiß ich auch nicht, auf SAP umsteigen. Habe bis dato noch nie was davon gehört, weiß einer ob das sinnvoll ist? Gebe ich es bei Google ein, finde ich unendlich viele Beschwerden, Fragen und Unklarheiten, da hat sich anscheinend sogar eine Art Wirtschaftszweig für die Beratung aufgebaut. Ist das Programm wirklich so schwer zu bedienen? Dann frage ich mich was mein Chef sich davon erhofft...
 
ladycrisia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2014, 12:01:40   #2 (permalink)
XadreS
Painkiller
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ID: 370013
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Abwesend

Reg: 04.05.2006
Beiträge: 3.514
Standard

Naja SAP hat nicht nur ein Programm. Aber grundlegend ist die Bedienung einfach, trotz einer sagen wir mal bescheidenen GUI.

Und ja, SAP Berater gibt es en masse. Beschwerden gibt es so viele, da viele Nutzer einfach auch keine Ahnung haben, wie man den PC bedient. Da hast du dann eine 60-jährige Buchhalterin, die jahrzehntelang irgendein anderes Tool benutzt hat oder noch mit Zettel und Stift gearbeitet hat und die muss jetzt ein neues Programm erlenen. Kein Wunder, dass die sich beschwert.

Ich persönlich habe keine Probleme mit SAP Programmen.
 
XadreS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2014, 12:02:22   #3 (permalink)
sz-frog6
Erfahrener Benutzer

ID: 451278
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Reg: 25.10.2013
Beiträge: 433
Standard

Hallo ladycrisia,

habe Jahrelang mit SAP gearbeitet und war auch in einer Firma beschäftigt, die Alternativen zu SAP anbietet. Hierzulande (Österreich) wird SAP eher von großen Firmen verwendet, da die Anschaffung sehr teuer ist. Das Problem bei SAP ist, dass es sich um ein "starres" Programm handelt, jede kleine Änderung wird nur durchgeführt wenn es wirtschaftlich für die Firma rentabel ist.

Was ein kleines Unternehmen in der Lebensmittelbranche mit SAP macht, weiß ich nicht, scheint mir aber als hätte dein Chef wenig Ahnung oder zu viel Geld

Bzgl. Einschulung - es kommt immer auf die Bereiche an, welche du machen musst. Ich selbst habe ohne Einschulung die Buchhaltung vertreten, nach 1 Tag Erklären wusste ich bescheid. Also eigenen Kurs - eher nicht...
 
sz-frog6 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2014, 15:14:08   #4 (permalink)
DerStein
Erfahrener Benutzer

Reg: 08.04.2013
Beiträge: 165
Standard

Eventuell hilft ja der Artikel zur Weltbild Insolvenz dem Chef etwas weiter

Zitat:
So sei die Einführung einer neuen Software des baden-württembergischen Unternehmens SAP außerordentlich komplex gewesen und habe einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet. Dies habe entscheidend zur schlechten Ertragslage von Weltbild beigetragen. „Aber am Ende hatten die Kollegen in nur drei Jahren die komplette IT umgekrempelt“, sagt Fitz.
...
http://www.augsburger-allgemeine.de/...d28471047.html
 
DerStein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2014, 16:49:01   #5 (permalink)
InsiderZ
Neuer Benutzer

Reg: 13.12.2013
Beiträge: 6
Standard

Haha, das mit Weltbild und SAP habe ich auch gelesen, aber mal ehrlich man kann mit allem misswirtschaften! Ich denke, dass es da große Fehler in der Führung gab, vielleicht hätte man bisschen mehr Geld in die Hand für Schulungen nehmen sollen, wäre sicherlich günstiger gewesen. Es gibt ja SAP-Berater wie Sand am mehr. Letztlich muss man aber natürlich immer abwegen, ob die Größe des Unternehmens im Zusammenhang mit dem Einsatz von SAP steht. Bei kleinen Unternehmen lohnt sich das wohl kaum, da braucht es wohl Jahrzehnte bis die Kosten wieder drinne sind, oder?
 

Geändert von Totte (25.01.2014 um 14:36:03 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler korrigiert
InsiderZ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2014, 17:01:14   #6 (permalink)
Bububoomt
ohne Vertrauen
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ID: 10361
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Krank

Bububoomt eine Nachricht über ICQ schicken
Reg: 28.04.2006
Beiträge: 19.677
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Ich habe von einigen auch schon gehört das SAP an einigen stellen umständdlich ist. Also im zusammenhang mit Rechnungen war das, da musste man etwas tricksen, glaube um eine Rechnung erneut zu drucken?!?
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Alt 21.01.2014, 22:48:02   #7 (permalink)
ebay_junky
Benutzter
Benutzerbild von ebay_junky

ID: 143114
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Reg: 27.04.2006
Beiträge: 841
Standard

Als bei uns (ca. 30 Mitarbeiter) die Einführung eines ERP-Programms anstand, war auch SAP in der engeren Wahl. Die bieten wohl auch Lösungen für kleinere Unternehmen an. Für den Chef war an SAP besonders interessant, dass bei der Wahl von SAP wohl ein Großteil der Mitarbeiterschulungen über irgendwelche Fördertöpfe wieder reingeholt werden konnten (da SAP ja so weit verbreitet ist und die Mitarbeiter damit auch bei vielen anderen Firmen mit arbeiten könnten).

Wir haben aber dann doch ein anderes System gewählt, was uns mehr Freiheitsgrade bietet und wo man Anpassungen auch selbst vornehmen kann ohne einen SAP-Berater dafür bezahlen zu müssen...
ebay_junky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2014, 12:47:34   #8 (permalink)
Marty
PAUSIERT
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Reg: 28.04.2006
Beiträge: 13.109
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Es müsste ja erstmal geklärt werden, welches "SAP" da genutzt werden soll. Es gibt auf der einen Seite SAP Business One, ein All-in-One Paket für kleinere Unternehmen, die sämtliche Prozesse integriert und standardisiert nutzen wollen. Diese Unternehmen sind meist bereit, sich den Prozessen, die die Software vorsieht, anzupassen. Meist, weil sie noch gar keine eigenen Prozesse definiert haben.

SAP ERP ist dann ein modular aufgebautes Software-System, welches von sich behauptet, in mehr oder weniger jedem Unternehmen eingesetzt werden zu können. Dafür ist es aber eben nicht komplett ausgeprägt, dass muss vom Unternehmen selber gemacht werden. Prozesse gibt es als Standard, jede Abweichung muss halt konfiguriert und evtl. programmiert werden. Für einzelne Branchen (Banken, Öl, Automobil) gibt es Sonderlösungen, die zusätzlich installiert werden.

Das man dafür einen Berater braucht, dürfte verständlich sein. Wer ist heute schon selber in der Lage, in einer Software, die Bereiche Buchhaltung, Controlling, Einkauf, Verkauf, Materialmanagement, Produktkonfiguration, Kalkulation, Arbeitsvorbereitung, Belegungsplanung, Personal etc. selber definieren zu können? Mit allen rechtlichen Anforderungen?

Schnittstellen müssen definiert und erstellt werden, z.B. zu Kassensystemen, Stempeluhren, Erfassungssysteme etc...

Das ist aber bei anderen ERP-Systemen auch nicht anders. Infor, Baan, Microsoft oder Oracle bieten auch nur Rahmenwerke zur Abbildung der eigenen Prozesse.

Wenn man bereit ist, die Prozesse so zu nutzen, wie der Softwarehersteller sie vorsieht, dann ist das einfacher, aber eine SAP-Einführung wird trotzdem nicht in wenigen Wochen zu machen sein.

Dazu kommt ja auch noch die laufende Systembetreuung. Jedes SAP-System braucht auch einen Basis-Administrator... das sind in mittelständischen Unternehmen schon Fulltime-Jobs.

Kostenseitig ist SAP natürlich auch eine Nummer. Wobei die genannten Listenpreise meist nur Wunschpreise sind. Die Hersteller verdienen ihr Geld mit Beratung und Software-Wartung. Dafür wollen die jährlich 21% vom Listenpreis.

Marty
Marty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2014, 12:17:51   #9 (permalink)
SAP_Schweiz
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Reg: 01.09.2014
Beiträge: 1
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Hallo,
also ich würde auch sagen das man für die SAP Business One oder auch die ERP Software eine Einführung braucht. Diese Buchhaltunsprogramme sind einfach sehr speziell und da braucht es einfach jemanden erfahrenen der einem am Anfang hilft sich mit CRM, ERP oder SAP zurechtzufinden. In der Firma in der ich arbeite hat das damals alles MEPA DATA gemacht, aber da muss man halt schauen welches Unternehmen die SAO Software anbietet.
Kommt halt oder immer drauf an ob das jetzt ein Klein- und Mittelunternehmen ist oder doch ein Grossunternehmen.
Hoffe, dass das ein bisschen geholfen hat.
LG
 
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