Alt 07.05.2015, 22:06:11   #1 (permalink)
Lissy
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Wenn Ihr vor hättet Eure Lebensgeschichte in einem Buch zu verewigen, in welcher Form würdet Ihr es schreiben? In der Ich Form, oder mit fiktiven Charaktären? Als Autobiographie oder anders?

Ich würde gerne meine Geschichte erzählen, aber sozusagen als Mutmacher. Es soll Stärke vermitteln, Lebensfreude.

Mich hat bisher nur eins daran gehindert und zwar die Tatsache, dass danach die Leute, die das Buch lesen, praktisch alles über mich wissen werden. Dieses Gefühl ist etwas...na ja wie soll ich sagen...befremdlich.

Bin mal gespannt was Ihr sagt...
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Alt 08.05.2015, 00:10:03   #2 (permalink)
Valares
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Guten Abend Lissy

Hm, schwierige Frage - komplizierte Antwort(en). Jeder Mensch ist da wohl anders, hier mal meine persönliche Meinung dazu.

Ich selbst habe (im Moment) nicht vor, jemals eine Lebensgeschichte zu veröffentlichen, da ich selbst nur ungern Biographien lese (oder auch in anderen Formen - etwa als Film oder Erzählung - erfahre). Falls doch, dann würde ich selbst wohl nur auzugsweise (die vielen lustigen Momente etwa) schreiben, oder - noch besser - in leicht verdaulicher Form wie etwa als Comic darstellen. In letzterem ist im Prinzip die Drittpersonenform gegeben (nicht zwingend, ich weiss, aber ich würd's halt so machen).

Grundsätzlich kommt es auch darauf an, in welcher Form Du lieber schreibst. Schreib mal ein paar Zeilen - nicht den Anfang, einfach von "irgendwo mitten drin" - und schau, ob Dich die Ich-Form anspricht oder ob Du lieber das Ganze aus der Distanz heraus beschreiben willst. Ein hin und her wechseln wäre natürlich auch möglich ("in" eine Figur hinein springen, Ich-Form, dann wieder mit klarem Übergang hinaus und von einer anderen Perspektive aus weiter), macht das Ganze aber komplizierter und (zumindest für meinen Geschmack) nicht wirklich angenehm zu lesen.

Eine Biographie in "Geisterform", als unsichtbarer Begleiter der zwar mitten im Geschehen ist (Ich-Form) und Dein Handeln beobachtet und beschreibt, aber nicht wirklich da war (Dein Gewissen? Deine Gedanken?) wäre sicher noch interessant, erfordert aber viel Fantasie und kann schnell die Geschehnisse verfälschen.

Die Frage ist auch, willst Du Deine Lebensgeschichte selbst niederschreiben/aufnehmen oder von jemandem schreiben lassen? Wenn Du viel lieber erzählst und weniger gerne schreibst, dann wäre zweiteres vielleicht die bessere Lösung (sehe diese Art von Situation gerade selbst in meiner Verwandschaft und das Erzählen-Schreiben-Duo scheint zu funktionieren).


Was das "Problem" vom Veröffentlichen des Privatlebens angeht, so sehe ich zwei einfache Lösungen:
Die Geschichte verfremden; kann nach wie vor in der Ich-Form erzählt werden, aber einfach andere Namen und Orte verwenden, hier und da mal eine unwichtige Tatsache abändern oder weglassen, sofern dies für die Essenz der Geschichte keine Rolle spielt, oder...
Alles ganz genau so niederschreiben/aufzeichnen, wie es geschehen ist oder wie Du es veröffentlichen möchtest... und dann einfach (noch) nicht veröffentlichen. So kannst Du jederzeit noch daran arbeiten, wenn und wann Du möchtest und kannst auf die Veröffentlichung auch ganz verzichten oder sie zumindest aufschieben, bis es für Dich stimmt.


Nun, das war meine Meinung zu der Sache, mal sehen, was Personen dazu meinen, die mehr Erfahrung in Biographiedingen haben als ich .
Wenn ich gewissen Leuten auf die Füsse trete, so tut es mir leid, aber ich sage lieber meine ehrliche Meinung, als dass ich euch was vorlüge. Danke, dass ihr das versteht.
Ich freue mich über begründete und sachliche Kritiken.
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Alt 08.05.2015, 09:35:09   #3 (permalink)
Lissy
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Grundsätzlich kommt es auch darauf an, in welcher Form Du lieber schreibst. Schreib mal ein paar Zeilen - nicht den Anfang, einfach von "irgendwo mitten drin" - und schau, ob Dich die Ich-Form anspricht oder ob Du lieber das Ganze aus der Distanz heraus beschreiben willst. Ein hin und her wechseln wäre natürlich auch möglich ("in" eine Figur hinein springen, Ich-Form, dann wieder mit klarem Übergang hinaus und von einer anderen Perspektive aus weiter), macht das Ganze aber komplizierter und (zumindest für meinen Geschmack) nicht wirklich angenehm zu lesen.
Im Prinzip kann ich in beiden Formen schreiben. Aber ich denke, in meinem Fall wäre es glaube ich besser, andere Charaktäre zu nehmen, auf jeden Fall Namen zu ändern.

Zitat:
Die Frage ist auch, willst Du Deine Lebensgeschichte selbst niederschreiben/aufnehmen oder von jemandem schreiben lassen? Wenn Du viel lieber erzählst und weniger gerne schreibst, dann wäre zweiteres vielleicht die bessere Lösung (sehe diese Art von Situation gerade selbst in meiner Verwandschaft und das Erzählen-Schreiben-Duo scheint zu funktionieren).
Ich schreibe selbst, alles andere würde ich nicht als mein Buch bezeichnen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.


Zitat:
Was das "Problem" vom Veröffentlichen des Privatlebens angeht, so sehe ich zwei einfache Lösungen:
Die Geschichte verfremden; kann nach wie vor in der Ich-Form erzählt werden, aber einfach andere Namen und Orte verwenden, hier und da mal eine unwichtige Tatsache abändern oder weglassen, sofern dies für die Essenz der Geschichte keine Rolle spielt, oder...
Alles ganz genau so niederschreiben/aufzeichnen, wie es geschehen ist oder wie Du es veröffentlichen möchtest... und dann einfach (noch) nicht veröffentlichen. So kannst Du jederzeit noch daran arbeiten, wenn und wann Du möchtest und kannst auf die Veröffentlichung auch ganz verzichten oder sie zumindest aufschieben, bis es für Dich stimmt.
Die Zeit werde ich mir auch nehmen, denn ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch und brauche etwas mehr Zeit, um etwas für mich passend fertig zu stellen.

Danke schonmal, dass Du Dir die Zeit genommen hast, ausführlich zu antworten. Das hat meine Sicht schonmal etwas klarer gemacht. Für mich stellt sich jetzt nur noch immer die Frage, in welcher Form ich es schreiben werde. Mehr als Roman, oder eher als Selbsthilfebuch...gar nicht so einfach die richtige Richtung zu finden.
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Alt 10.06.2019, 08:06:28   #4 (permalink)
sinemoth
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Reg: 10.06.2019
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Zitat:
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Guten Abend Lissy

Hm, schwierige Frage - komplizierte Antwort(en). Jeder Mensch ist da wohl anders, hier mal meine persönliche Meinung dazu.

Ich selbst habe (im Moment) nicht vor, jemals eine Lebensgeschichte zu veröffentlichen, da ich selbst nur ungern Biographien lese (oder auch in anderen Formen - etwa als Film oder Erzählung - erfahre). Falls doch, dann würde ich selbst wohl nur auzugsweise (die vielen lustigen Momente etwa) schreiben, oder - noch besser - in leicht verdaulicher Form wie etwa als Comic darstellen. In letzterem ist im Prinzip die Drittpersonenform gegeben (nicht zwingend, ich weiss, aber ich würd's halt so machen).

Grundsätzlich Illinois News kommt es auch darauf an, in welcher Form Du lieber schreibst. Schreib mal ein paar Zeilen - nicht den Anfang, einfach von "irgendwo mitten drin" - und schau, ob Dich die Ich-Form anspricht oder ob Du lieber das Ganze aus der Distanz heraus beschreiben willst. Ein hin und her wechseln wäre natürlich auch möglich ("in" eine Figur hinein springen, Ich-Form, dann wieder mit klarem Übergang hinaus und von einer anderen Perspektive aus weiter), macht das Ganze aber komplizierter und (zumindest für meinen Geschmack) nicht wirklich angenehm zu lesen.

Eine Biographie in "Geisterform", als unsichtbarer Begleiter der zwar mitten im Geschehen ist (Ich-Form) und Dein Handeln beobachtet und beschreibt, aber nicht wirklich da war (Dein Gewissen? Deine Gedanken?) wäre sicher noch interessant, erfordert aber viel Fantasie und kann schnell die Geschehnisse verfälschen.

Die Frage ist auch, willst Du Deine Lebensgeschichte selbst niederschreiben/aufnehmen oder von jemandem schreiben lassen? Wenn Du viel lieber erzählst und weniger gerne schreibst, dann wäre zweiteres vielleicht die bessere Lösung (sehe diese Art von Situation gerade selbst in meiner Verwandschaft und das Erzählen-Schreiben-Duo scheint zu funktionieren).


Was das "Problem" vom Veröffentlichen des Privatlebens angeht, so sehe ich zwei einfache Lösungen:
Die Geschichte verfremden; kann nach wie vor in der Ich-Form erzählt werden, aber einfach andere Namen und Orte verwenden, hier und da mal eine unwichtige Tatsache abändern oder weglassen, sofern dies für die Essenz der Geschichte keine Rolle spielt, oder...
Alles ganz genau so niederschreiben/aufzeichnen, wie es geschehen ist oder wie Du es veröffentlichen möchtest... und dann einfach (noch) nicht veröffentlichen. So kannst Du jederzeit noch daran arbeiten, wenn und wann Du möchtest und kannst auf die Veröffentlichung auch ganz verzichten oder sie zumindest aufschieben, bis es für Dich stimmt.


Nun, das war meine Meinung zu der Sache, mal sehen, was Personen dazu meinen, die mehr Erfahrung in Biographiedingen haben als ich .
Vielen Dank für die Nachrichten, sehr interessant.
 
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