Alt 02.08.2010, 22:26:28   #1 (permalink)
Querulant
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Reg: 20.04.2006
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Standard WikiLeaks

Hallo,
viele von euch werden ja mittlerweile von WikiLeaks gehört haben, die Plattform, auf der vor kurzem unzählige geheime Dokumente zum Krieg im Hindukusch veröffentlich worden sind.

Nun haben sich die Betreiber eine Art Lebensversicherung ausgedacht, siehe Link:
http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik...sversicherung/

Einerseits finde ich die Idee genial, FBI & Co werden die Beteiligten nicht ohne weiteres behelligen/festnehmen, da sie angst haben müssen, hochgeheime Dokumente kommen an die Öffentlichkeit. Andernseits, angenommen es sind wirklich hochgeheime Dokumente, müsste ein anderer Staat deren Geheimdienst (Russland ect.) nur einen dieser WikiLeaks Mitarbeiter "umlegen" und schon kommen sie an das Passwort und die Inhalte ran...

Wie seht ihr das?

Lg Cruze
.
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Alt 02.08.2010, 22:43:18   #2 (permalink)
Herzoegchen90
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Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Einerseits finde ich die Idee genial, FBI & Co werden die Beteiligten nicht ohne weiteres behelligen/festnehmen, da sie angst haben müssen, hochgeheime Dokumente kommen an die Öffentlichkeit. Andernseits, angenommen es sind wirklich hochgeheime Dokumente, müsste ein anderer Staat deren Geheimdienst (Russland ect.) nur einen dieser WikiLeaks Mitarbeiter "umlegen" und schon kommen sie an das Passwort und die Inhalte ran...

Wie seht ihr das?
Wir lesen 1. die Datei, was auch immer dort enthalten sein mag, ist frei zugänglich, wenn auch verschlüsselt.
Wir kombinieren mit der Aussage "Geheimdienst" also 2. diese Datei wird dann wohl, wenn nicht schon passiert, von den Geiheimdiensten, die entsprechend ausgerüstet sind (NSA auf jedenfall), in Kürze geknackt.
Und selbst wenn es so etwas wie eine "Lebensversicherung" sein sollte (und das sind Informationen nie, denn diese Informationen kennen die anderen meist auch schon und gleichen nur zur Sicherheit noch einmal ab), ist es in diesem Moment sinnlos.
Aber nehmen wir mal an, es wäre tatsächlich so... es wird also ein Passwort eingegeben um Infos zu veröffentlichen in akuter Lebensgefahr (dafür scheinen sie ja da zu sein), dann frage ich mich wie sie ein Passwort eigeben wollen wenn sie tot sind?
 
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Alt 02.08.2010, 22:52:46   #3 (permalink)
raven
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Ich denke, dass die Datei einfach nur ein Fake ist. Wären da wirklich brisante Informationen, dann würden sie die wohl eher veröffentlichen.

Und ohne Totmannschalter ist die Lebensversicherung recht witzlos - damit würden sich die entsprechenden Personen ja gerade zur Zielscheibe machen. Würde man annehmen, dass Geheimdienste tatsächlich so scharf auf die sind, wie behauptet wird.
 
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Alt 03.08.2010, 00:52:12   #4 (permalink)
Querulant
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Reg: 20.04.2006
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Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
Aber nehmen wir mal an, es wäre tatsächlich so... es wird also ein Passwort eingegeben um Infos zu veröffentlichen in akuter Lebensgefahr (dafür scheinen sie ja da zu sein), dann frage ich mich wie sie ein Passwort eigeben wollen wenn sie tot sind?
Dann hast du nicht richtig gelesen, im Falle wenn etwas den Personen was passiert, wissen andere Personen wiederum bescheid die das Passwort haben, welches dann veröffentlich wird

Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
von den Geiheimdiensten, die entsprechend ausgerüstet sind (NSA auf jedenfall), in Kürze geknackt.
Das ganze ist mit AES256 verschlüsselt, welches bisher noch nicht so ohne weiteres geknackt worden ist
.
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Alt 03.08.2010, 01:10:45   #5 (permalink)
Herzoegchen90
Erfahrener Benutzer

ID: 376225
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Reg: 12.05.2010
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Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Dann hast du nicht richtig gelesen, im Falle wenn etwas den Personen was passiert, wissen andere Personen wiederum bescheid die das Passwort haben, welches dann veröffentlich wird
Na und? Die Dokumente werden eben veröffentlicht und?
Die Afghanistandokumente wurden auch veröffentlicht.
Und ändert das was am Krieg dort unten? Nein! Ausser, dass die Geheimdienste ein wenig böse sind, weil die Infos nicht durch ihre Kontrolle und geschönt an die Bevölkerung ausgegeben wurden. Jedenfalls ist bis jetzt nichts passiert. Das der Krieg am Hindukusch zum scheitern verurteilst ist wissen wir schon lange und es hat niemand was unternommen, da stören auch so ein paar Dokumente nicht.
Gleiches wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit eben jener Datei sein (so sie denn tatsächlich wichtiges Material enthält), eine kleine Minderheit wird danach schlauer sein, die große Mehrheit wird sehr empört sein aber alles nach kurzer Zeit wieder vergessen (der Brei wird niemals so heiß gegessen, wie er gekocht wird^^) und die Geheimdienste werden noch böser sein und noch härter gegen ihre "vermeintlichen" Feinde vorgehen...



Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Das ganze ist mit AES256 verschlüsselt, welches bisher noch nicht so ohne weiteres geknackt worden ist
Offiziell...
Offiziell wusste lange auch keiner, dass die zentralen Keys aller entwickelten Verschlüsselungsprogramme bei der NSA landen, damit sie ohne Probleme an jede verschlüsselte Datei kommen können -> "Terrorbekämpfung"
Offiziell gibt es auch keine Hintertüren in Windows, es kursiert nur das Gerücht, dass die NSA an der Sicherheit mitentwickelt hat...
Arbeitest du bei einem Geheimdienst und kannst sagen, dass AES256 mit Sicherheit noch nicht geknackt wurde? Ich nehme mal an: Nein.
Und wenn dem doch so wäre würdest du es nicht öffentlich zugeben sondern weiterhin sagen die Verschlüsselung ist nicht knackbar.
Man möchte der niederen Bevölkerung doch einen Anschein von eigener Kontrolle bewahren.
 
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Alt 03.08.2010, 10:03:43   #6 (permalink)
darkkurt PREMIUM-User
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Reg: 20.04.2006
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Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Das ganze ist mit AES256 verschlüsselt, welches bisher noch nicht so ohne weiteres geknackt worden ist
Glaubst du wirklich, die US-Amerikanische Regierung würde einen Verschlüsselungs-Algorithmus durch die NIST zum Standard erklären, auf den sie im Zweifelsfall keinen Zugriff haben?

Wikileaks ist halt momentan hype. Wobei ich sagen muss, die stehe der ganzen Sache etwas kritisch gegenüber. Zum einen, weil sich Wikileaks zu Teil eben nicht drauf beschränkt, Daten zu veröffentlichen, sondern selber Wertungen vornimmt, was eigentlich vermieden werden sollte laut Eigenaussage.

Zum anderen, weil man tatsächlich mit der Veröffentlichung Leben gefährdet.

Geändert von darkkurt (03.08.2010 um 14:24:24 Uhr)
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Alt 03.08.2010, 11:16:52   #7 (permalink)
K345601
Forenneuling

ID: 345601
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Reg: 19.03.2009
Beiträge: 3.620
Standard ...

Zitat:
Zitat von cruZe Beitrag anzeigen
Einerseits finde ich die Idee genial, FBI & Co werden die Beteiligten nicht ohne weiteres behelligen/festnehmen,
Hast Du Deine selbst verlinkte Seite nicht richtig gelesen? Dort steht doch, das gerade ein Mitarbeiter mehrfach verhört und ihm gleich drei Handys abgenommen wurden. (Wie wichtig - drei Handys - oder hat der drei Freundinnen? )

Mal angenommen, ein Verrückter möchte nun unbedingt wissen, was in dieser verschlüsselten Datei ist (oder einfach nur der USA mit der Veröffentlichung schaden.) Was muss er also nun tun, damit die Dateien veröffentlicht werden?

Eigentlich sieht das eher wie die Aufforderung zum Erhalt des Status als Märtyrertod aus. Nun sind nicht mehr Geheimdienste der unbekannte Feind, sondern potentiell zig Millionen Unbekannte
Nix los hier - Noch mehr nix los

Die Zauberfarbe ist #f5f5ff
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Alt 03.08.2010, 18:34:29   #8 (permalink)
DS17
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Reg: 03.08.2010
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Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
Na und? Die Dokumente werden eben veröffentlicht und?
Die Afghanistandokumente wurden auch veröffentlicht.
Und ändert das was am Krieg dort unten? Nein! Ausser, dass die Geheimdienste ein wenig böse sind, weil die Infos nicht durch ihre Kontrolle und geschönt an die Bevölkerung ausgegeben wurden. Jedenfalls ist bis jetzt nichts passiert. Das der Krieg am Hindukusch zum scheitern verurteilst ist wissen wir schon lange und es hat niemand was unternommen, da stören auch so ein paar Dokumente nicht.
Das kommt auch auf den Inhalt der Dokumente an. Die 90.000 waren wohl nur dafür da, dass Assange beweisen wollte, dass er solche Geheimdokumente besitzt. Sozusagen waren sie nur als Warnung gedacht, weil die amerikanische Regierung ihn sonst eh nicht ernst genommen hätte (ist ja auch logisch).
Hab den Artikel gerade überflogen und gesehen, dass die 90.000 Dokumente nur ca. 75 MB hatten und jetzt möchte ich mir nicht vorstellen wie viel Dokumente es bei 1,4 GB sind. Selbst wenn man noch mehrere 100 MB für die Verschlüsselung wegrechnet, dann bleibt immer noch mehr als genug Dateigröße übrig.
Was Assange wohl eigentlich vor hat ist, dass er das Volk gegen die Regierung aufhetzen möchte und die Regierung damit praktisch gezwungen wird den Krieg zu beenden. Eine solche Reaktion wäre natürlich für die amerikanische Regierung nicht gewollt, weil sonst der Krieg komplett umsonst war (das ganze Öl wäre weiterhin nicht im Besitz und sie aber auch nichts gegen ihr eigenes Volk bzw. ihre eigenen Demonstranten machen könnten.
Und die US-Bürger kann man je nach Inhalt von den Dokumenten eben schon aufbringen. Gerade wenn dann noch an den sinnlosen Vietnam-Krieg erinnert wird werden sich mit Sicherheit die einen oder anderen schon auf die Straße begeben.

Ich finde die Ideen von ihm genial. Das einzige was ich auch kritisieren muss ist, dass das Video, das im April veröffentlicht wurde, zum Teil geschnitten wurde. Sowas dürfte natürlich auf keinen Fall passieren oder sollte nicht gemacht werden, wenn man schon eine Plattform betreibt, die die reine Wahrheit ans Licht bringen soll.
Bin jedenfalls schon gespannt was das für Dokumente sind. Für immer werden die bestimmt nicht verschlüsselt bleiben.
 
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Alt 28.11.2010, 22:50:01   #9 (permalink)
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klamm-Bot
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Beiträge: 6.255
Beitrag Wikileaks: Wenig Schmeichelhaftes über deutsche Politiker

Folgende News wurde am 28.11.2010 um 21:03:47 Uhr veröffentlicht:
Wikileaks: Wenig Schmeichelhaftes über deutsche Politiker
IT-News

Zitat:
BERLIN (dpa/C. Fehrholz) - Die Wikileaks-Veröffentlichungen vertraulicher und teils geheimer Berichte des US-Außenministeriums enthüllen wenig schmeichelhafte Urteile der Amerikaner:CSU-Chef Horst Seehofer wird als "unberechenbar" charakterisiert, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) als "aggressiv". Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bescheinigen die Amerikaner, "selten kreativ" zu sein und das Risiko zu meiden. Das geht aus den Dokumenten hervor, aus denen das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner neuesten Ausgabe zitiert. Das Nachrichtenmagazin wollte die Ausgabe eigentlich erst am Sonntagabend um 22. 30 Uhr veröffentlichen. Die*vorab vorbereitete Berichte mit Angaben zum Inhalt der von Wikileaks enthüllten Dokumente wurden aber bereits gegen 19. 30 Uhr öffentlich gemacht. Auch auf den Webseiten des Guardian, der New York Times, Le Monde und El Pais wurden entsprechende Berichte veröffentlicht. Weltweit hatten sich Regierungen am Wochenende auf die Veröffentlichung der Berichte des US-Außenministeriums auf der Internet-Plattform Wikileaks vorbereitet. Dabei hatten die USA auch Deutschland vorgewarnt. Sarkozy: 'Kaiser ohne Kleider'Wie aus den vorab verbreiteten Seiten hervorgeht, bezeichnen die Amerikaner Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) als "schräge Wahl". Aber auch Politiker jenseits Deutschlands kommen nicht gut weg. Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin wird als "Alpha-Rüde" charakterisiert. Den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy bezeichnen die US-Diplomaten als "Kaiser ohne Kleider". Herbe Kritik an WesterwelleVor allem Westerwelle wird kritisch beurteilt. Kurz vor der Bundestagswahl im September 2009 heißt es laut Spiegel in einer Einschätzung des US-Botschafters Philip Murphy in Berlin zu dem FDP-Chef: "Er wird, wenn er direkt herausgefordert wird, vor allem von politischen Schwergewichten, aggressiv und äußert sich abfällig über die Meinungen anderer Leute. " Westerwelle sei eine unbekannte Größe ("Wild Card") mit "überschäumender Persönlichkeit". Sein Geltungsdrang werde zu Kompetenzrangeleien mit der Kanzlerin führen. Wenig Lobendes haben die US-Diplomaten laut Spiegel auch über Merkel selbst zu berichten. Vor einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama im April 2009 heiße es in den US-Akten: "Merkel ist methodisch, rational und pragmatisch. " Unter Druck agiere sie "beharrlich, aber sie meidet das Risiko und ist selten kreativ". Angela 'Teflon' MerkelDie Amerikaner berichteten, Merkel sei "bekannt für ihren Widerwillen, sich in aggressiven politischen Debatten zu engagieren. Sie bleibt lieber im Hintergrund, bis die Kräfteverhältnisse klar sind, und versucht dann, die Debatte in die von ihr gewünschten Richtung zu lenken". Weil vieles an ihr abgleite, werde die Regierungschefin intern in den US- Berichten "Angela 'Teflon' Merkel" genannt - in Anspielung auf die nichthaftende Beschichtung von Bratpfannen. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Seehofer gilt laut Spiegel bei den Amerikanern als Populist. Außenpolitisch sei er weitgehend ahnungslos. Bei einem Treffen mit Murphy habe er nicht einmal gewusst, wie viele US-Soldaten in Bayern stationiert seien. Noch schärfer seien die US-Diplomaten aber mit Günther Oettinger (CDU) ins Gericht gegangen, als der Ministerpräsident von Baden-Württemberg als Energiekommissar nach Brüssel wechselte. Es sei bei diesem Schritt darum gegangen, "eine ungeliebte lahme Ente von einer wichtigen CDU-Bastion zu entfernen". Zu Guttenberg der einzige 'Freund'?Der langjährige Innenminister Wolfgang Schäuble galt laut Spiegel als Verbündeter der Amerikaner. Seinen Wechsel ins Finanzressort habe die US-Regierung mit Sorge betrachtet. Mehrfach hätten die Amerikaner moniert, dass der neue Innenminister Thomas de Maizière (CDU) in der Terrorbekämpfung angeblich weniger Expertise und weniger Enthusiasmus zeige als Schäuble. De Maizières ersten Auftritt habe US-Botschafter Murphy als "seltsam" bezeichnet. "Das Kabel trägt den Titel: 'Der neue deutsche Innenminister hat eine steile Lernkurve vor sich'", schreibt das Magazin. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gilt als "enger und bekannter Freund der USA". Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) haben die Amerikaner dagegen als Kontrahentin ausgemacht, deren Ansicht US-Interessen zuwiderliefen, etwa beim Datenschutz. Laut Spiegel beginnen die veröffentlichten Dokumente mit dem Jahr 1966 - sie enden im Februar 2010. 1719 Berichte stammten aus der US-Botschaft Berlin. "Die geheimen Dokumente zeichnen (. . . ) das Bild einer politischen Landschaft in Deutschland, die überzogen ist von einem Informantennetz der amerikanischen Botschaft, das bis hinein in die Bundesländer reicht", schreibt das Magazin. In den Dokumenten geht es nicht nur darum, was US-Diplomaten von deutschen Politikern halten. Das Magazin berichtet unter anderem auch, wie Interna der schwarz-gelben Koalitionsabsprachen 2009 an die Amerikaner gingen.
 
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Alt 28.11.2010, 23:04:21   #10 (permalink)
Lacki1969
nur mal kurz hier
Benutzerbild von Lacki1969

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Lacki1969 eine Nachricht über Skype™ schicken
Reg: 20.04.2006
Beiträge: 1.882
Standard

Völlig untypisch für ein Forum in dem es um Lesen und Verstehen geht bitte ich den Leser nun vorab einmal sich ein Bild der gesamten Regierungsmannschaft vorzustellen ... also schließe Deine Augen ... nimm Dir den Berliner Reichstag als Hintergrundbild im Kopf auf und stelle Dir alle bekannten deutschen Politiker vor ... die versammelt und einig davor stehen ... ok das allein fällt Dir sicherlich schon schwer ... aber versuch es bitte ...

Nun kopierst Du in Gedanken die rote Schaumstoffnase vom Pro7 "Red Nose Day" auf alle Gesichter unserer Regierung ... denn nichts anderes ist heute meiner Meinung nach geschehen ... alle "bedeutenden" deutschen Politiker und viele andere in der Welt haben heute mit Erscheinen der ersten Auszüge des Spiegels von morgen in der Schweiz eine Pappnase aufgesetzt bekommen ...

Unabhängig von der tollen Net-Story das am Bahnhof Basel der Spiegel von Morgen versehentlich bereits seit den Morgenstunden verkauft wurde und so zur bedeutenden Quelle aufstieg der Wikileaks leakte ... ist der Inhalt ein brisantes Armutszeugnis deutscher Politik und Politiker ... und zeigt uns deutlich das wir deutschen entgegen aller Beteuerungen der Politik mittlerweile am unterem Ende der Nahrungskette in der Welt angelangt sind !?

Botschaften analysieren in Geheimdienstmanier unsere Politiker ... was Grundsätzlich mit unseren eigenen Meinungen sicherlich übereinstimmen könnte ... und kann ... wenn man die Presse der Vergangenheit auswertet ... aber wenn dann die US-Regierung zur Schadensbegrenzung sagt das diese gesammelten Informationen und Berichte keinen Einfluss auf Entscheidungen habe ... gleichzeitig aber bekannt wird das man das komplette deutsche Aussenministerium aushebelt und andere Wege sucht ... spätestens dann fragt sich der Leser ; "Häh ?" ...

Mag man Wikileaks noch so skeptisch gegenüber stehen so wissen wir jetzt doch zumindest wie die Politik in Deutschland so funktioniert ... Wir fühlen uns wichtig auch wenn wir es gar nicht mehr sind ... wir petzen alles dem großem Bruder auch wenn es ihn gar nicht interessieren sollte ... und wir lassen uns eine fette, rote Schaumstoffnase aufsetzen ohne zu Spenden ...

In diesem Sinne, nachdenkliche Grüße
Bernd
Aktuell keine Signatur ^^
Lacki1969 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2010, 23:41:35   #11 (permalink)
GelberKaefer
*************

Reg: 06.03.2008
Beiträge: 273
Standard

Zitat:
Zitat von Lacki1969 Beitrag anzeigen
Botschaften analysieren in Geheimdienstmanier unsere Politiker ... [...] ... gleichzeitig aber bekannt wird das man das komplette deutsche Aussenministerium aushebelt und andere Wege sucht ... spätestens dann fragt sich der Leser ; "Häh ?"
Also zumindest von unseren Botschaften im Ausland erhoffe ich mir (unter anderem), dass sie Informationen sammeln - auch an den jeweiligen Außenministerien vorbei.

Einigermaßen bedenklich ist nur, dass die letzte Weltmacht es nicht schafft Informationen zu schützen, die sie selber als "geheim" einstuft.
Mit besten Grüßen - der gelbe Käfer!
GelberKaefer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.11.2010, 23:57:48   #12 (permalink)
darkkurt PREMIUM-User
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Reg: 20.04.2006
Beiträge: 13.395
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Zitat:
Zitat von GelberKaefer Beitrag anzeigen
Einigermaßen bedenklich ist nur, dass die letzte Weltmacht es nicht schafft Informationen zu schützen, die sie selber als "geheim" einstuft.
Einigermaßen bedenklich finde ich, dass das US-Außenministerium Dinge als "geheim" einstuft, die man schon vorher in vielen Medien so (oder so ähnlich) sehen, hören oder lesen konnte...

Im Ernst: Welche bahnbrechende Erkenntnis hat uns Wikileaks jetzt gebracht? Dass das State Depatement unsere Spitzenpolitiker so sieht wie wir selber, bzw. wie unsere Kabarettisten?
darkkurt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2010, 00:06:34   #13 (permalink)
GelberKaefer
*************

Reg: 06.03.2008
Beiträge: 273
Standard

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Einigermaßen bedenklich finde ich, dass das US-Außenministerium Dinge als "geheim" einstuft, die man schon vorher in vielen Medien so (oder so ähnlich) sehen, hören oder lesen konnte...

Im Ernst: Welche bahnbrechende Erkenntnis hat uns Wikileaks jetzt gebracht? Dass das State Depatement unsere Spitzenpolitiker so sieht wie wir selber, bzw. wie unsere Kabarettisten?
Keine Ahnung, Wikileaks ist momentan leider nicht erreichbar . Angeblich sollen aber ein paar Dinge dabei sein, die tatsächlich sensibel sind.

Ist aber auch egal - wenn die USA es als geheim einstuft sollte sie es schützen können, oder?
Mit besten Grüßen - der gelbe Käfer!
GelberKaefer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2010, 18:07:24   #14 (permalink)
D_Blade
pfff (¬_¬)ノ
Benutzerbild von D_Blade

ID: 316129
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Reg: 31.03.2008
Beiträge: 7.442
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Da es kein "richtigen" Hauptthread hierfür gibt, poste ich mal meine Meinung hier rein.

Ich finde die Sache als äußerst brisant. Die Folgen kann man kaum erahnen. Es ist fast so als gäbe es bald wieder "Kalter-Krieg"-like Denkweisen, wenn wirklich jeder "Gedanke" ans Licht kommt und Misstrauen unter den Nationen geschürt wird.

Andererseits ist es doch interessant, was die anderen von einem denken ...
 
D_Blade ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.12.2010, 19:31:39   #15 (permalink)
K345601
Forenneuling

ID: 345601
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Reg: 19.03.2009
Beiträge: 3.620
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Zitat:
Zitat von D_Blade Beitrag anzeigen
Ich finde die Sache als äußerst brisant. Die Folgen kann man kaum erahnen. Es ist fast so als gäbe es bald wieder "Kalter-Krieg"-like Denkweisen, wenn wirklich jeder "Gedanke" ans Licht kommt und Misstrauen unter den Nationen geschürt wird.
Brisanter finde ich es, dass Niebel das Weitergeben der Informationen an die Amerikaner als die normalste Sache der Welt und als die Aufgabe des IM Guido darstellt. Warum wurde das nicht einfach auch den interessierten Deutschen öffentlich zugänglich gemacht? Und wenn es seine Aufgabe war, warum ist er dann versetzt worden?

Ansonsten - das Kalter-Krieg-Denken war doch nie wirklich verschwunden, oder?
Nix los hier - Noch mehr nix los

Die Zauberfarbe ist #f5f5ff
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