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Alt 27.05.2014, 22:42:53   #1 (permalink)
polpo
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Reg: 05.08.2010
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Ich habe das in Zeiten wie diesen große Glück Monat für Monat etwas Geld bei Seite legen zu können.

Jetzt würde ich gerne einen Teil von meinem ersparten Geld anlegen... allerdings weiß ich nicht was hier mehr Sinn macht - mir schweben beispielsweise der Kauf von Gold oder ein Bausparvertrag im Kopf.

Kennt sich hier jemand besser aus und kann mir erklären, was hier für mich sinnvoller wäre? Aktien sind eher weniger etwas für mich... da habe ich zu wenig den Überblick.
 
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Alt 28.05.2014, 10:01:48   #2 (permalink)
Marty
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Reg: 28.04.2006
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Zitat:
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Jetzt würde ich gerne einen Teil von meinem ersparten Geld anlegen... allerdings weiß ich nicht was hier mehr Sinn macht - mir schweben beispielsweise der Kauf von Gold oder ein Bausparvertrag im Kopf.
Beides bringt derzeit keine Verzinsung, ein Bausparvertrag kostet sogar noch Abschlussgebühr. Bausparvertrag lohnt nur, wenn Du vorhast, später auch den Kredit zu nutzen und davon ausgehst, dass die Kreditzinsen wieder deutlicher steigen.

Gold kannst Du physisch kaufen, dann hast Du zumindest auch Sicherheit bei einem Zusammenbruch des Banken- und Währungssystems. Als Reserve vielleicht denkbar. Aber eben auch mit Kursschwankungen.

Bei kleineren Summen würde ich erst einmal bei einer Direktbank auf einem Tagesgeldkonto (Diba zahlt 1,25% z.B.) einen Grundstock aufbauen von 3-5 Nettomonatsgehältern. Wenn die vorhanden sind, kannst Du darüber nachdenken, einen Teil auch längerfristig anzulegen, evtl. lässt sich da zinsmässig noch ganz wenig mehr rausholen.

Alle anderen Anlageformen sind spekulativ, da müsstest Du schon mehr über deine Risikofreude erzählen.

Marty
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Alt 29.05.2014, 12:12:56   #3 (permalink)
polpo
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Reg: 05.08.2010
Beiträge: 213
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Vielen Dank für deine Antwort!

Ich hatte irgendwann gehört, dass man bei einem Bausparvertrag beispielsweise für 6.000 Euro nach einigen Jahren auch bis zu 7.200 Euro zurück bekommt. Gilt das also nur wenn man dann einen Kredit aufmacht?

@ Gold: Wie sieht es momentan mit den Kursen aus? Würde sich jetzt oder in den kommenden Wochen der Kauf von Geld rentieren?

@ Tagesgeldkonto: Gibt es das auch bei offline Banken? Sprich könnte ich so ein Konto auch in meiner Bank in Österreich, der Bank Austria, eröffnen?
 
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Alt 29.05.2014, 14:45:29   #4 (permalink)
geissi
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Zitat:
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Vielen Dank für deine Antwort!

Ich hatte irgendwann gehört, dass man bei einem Bausparvertrag beispielsweise für 6.000 Euro nach einigen Jahren auch bis zu 7.200 Euro zurück bekommt. Gilt das also nur wenn man dann einen Kredit aufmacht?

@ Gold: Wie sieht es momentan mit den Kursen aus? Würde sich jetzt oder in den kommenden Wochen der Kauf von Geld rentieren?

@ Tagesgeldkonto: Gibt es das auch bei offline Banken? Sprich könnte ich so ein Konto auch in meiner Bank in Österreich, der Bank Austria, eröffnen?
Zum Bausparvertrag: Das eingezahlte Geld wird da auch verzinst - nur i. d. R. mit sehr niedrigen Zinsen. Zudem bezahlt man i. d. R. 1% der Abschlusssumme als Provision an den Vermittler. In Deutschland ist es so, dass man aber auf die eingezahlten Beträge bei Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen noch Zuschüsse vom Staat bekommt (Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie).

Zu Gold: Das wird dir jetzt keiner genau prognostieren können Sollte die Inflation die nächste Zeit merklich zulegen, woran die EZB arbeitet, könnte es sinnvoll sein da was zu investieren ..

Zu Tagesgeld: Bieten ziemlich viele Banken an, nur Online-Banken haben oft wesentlich bessere Zinssätze ..
 
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Alt 02.06.2014, 19:19:46   #5 (permalink)
polpo
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Beiträge: 213
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Vielen Dank für deine Erklärungen!

@ Bausparvertrag: wie hoch sind die Zinsen üblicherweise in Deutschland? Und was ist mit dem Vermittler gemeint? Wenn ich das über die Bank mache, meinst du damit den Kundenberater auf der Bank? Sorry ich blicke da nicht ganz durch.

@ Gold: OK dann beobachte ich das mal und wenn die Inflation tatsächlich merklich zulegen sollte, dann überlege ich mir das mit dem Goldkauf.

@ Tagesgeld: Alles klar! Allerdings haben die online Banken den Nachteil, dass man nicht so leicht eine physische Anlaufstelle hat oder?
 
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Alt 02.06.2014, 20:16:49   #6 (permalink)
naturschonen
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Zitat:
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Vielen Dank für deine Erklärungen!

@ Bausparvertrag: wie hoch sind die Zinsen üblicherweise in Deutschland? Und was ist mit dem Vermittler gemeint? Wenn ich das über die Bank mache, meinst du damit den Kundenberater auf der Bank? Sorry ich blicke da nicht ganz durch.

@ Gold: OK dann beobachte ich das mal und wenn die Inflation tatsächlich merklich zulegen sollte, dann überlege ich mir das mit dem Goldkauf.

@ Tagesgeld: Alles klar! Allerdings haben die online Banken den Nachteil, dass man nicht so leicht eine physische Anlaufstelle hat oder?
@Bausparvertrag: in Deutschland zahlst du bei Bausparverträgen durchschnittlich 9 Monate nur für die Vermittlung des Vertrages, dabei sit es egal, ob du direkt zur Bausparkasse gehst oder zu einem Makler/Vermittler, dazu kommen Kontoführungsgebühren laufend und du mußt diese Zeitung zahlen, die dir regelmäßig zugeschickt wird. Auf den Vertrag gibt es dann staatliche Zulagen, wenn du die Kriterien erfüllst und wenn du den Antrag jährlich stellst und es gibt zwischen 0,5 % und evtl. 1,5 % Zinsen.

Dem gegenüber stehen Preiserhöhungen, die real höher sind als die Zinsen. Ob du dann einen Kredit bekommst, der dann vielleicht günstig ist, steht in den Sternen.

@Tagesgeld: na ja, allein die Tatsache, dass die Bank auf das Geld, was sie dort einsammelt, anderen einen Kredit geben darf, läßt mich rechnen...sie kauft die Ware Geld für 1,5 % ein und verkauft sie weiter für 6% bis 16 % ??? Und da ist das Gleiche wie beim Bausparen, die Preise steigen schneller als die Zinsen, was bedeutet, wenn du dein Geld ein paar Jahre liegen läßt, kannst du weniger davon kaufen als würdest du es jetzt ausgeben...und auf die Zinsen zahlst du noch Steuern

@Gold: im Moment ist der Preis etwas gesunken, heißt, du bekommst für kleineres Geld mehr Gold. Wenn du damit eine Vorsorge für´s Alter aufbauen willst, dann kannst du davon ausgehen, dass Gold mit der Kaufkraft über die Jahre an Wert gewinnt. Es gibt bei solchen Werten auch Schwankungen, wenn du kurzfristig denkst, wenn du dein Geld also in zwei oder drei Monaten wieder brauchst, dann ist das die falsche Anlage. Langfristig kannst du aber vergleichen, da ist der Wert immer mit der Kaufkraft gestiegen, du hast keine Gebühren, keine Zinsen, du hast was zum Anfassen in der Hand und du kannst es auch für monatlich kleine Summen kaufen, wobei es da einige Unterschiede im Preis gibt, je nach Stückelung. Vor allem ist es wichtig, dass du wirklich Gold kaufst und nicht einen Schein, der irgendwie ein Anrecht verspricht.
 
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Alt 03.06.2014, 00:57:42   #7 (permalink)
Herzoegchen90
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Reg: 12.05.2010
Beiträge: 1.238
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Konservativ sparen, bspw. Sparbuch oder Tagesgeld lohnt sich aufgrund der niedrigen Zinsen nicht.
Nutze ich nur als Reserve (zb.: Nachzahlung von Strom) oder zum Ansparen einer größeren Anschaffung (zb.: neues Motorrad) und damit vom Giro runter ist und nicht sofort ausgegeben wird bzw. wenigstens noch ein bisschen Geld zusätzlich durch Zinsen macht, während es so vor sich hin vegetiert auf dem Konto.

Gold kann man nicht essen
Und ist ebenso spekulativ wie Aktien, Öl etc.

Bausparen ist eine Alternative. Genauso gut kann man aber auch konservativ ansparen und mit dem Kapital und einem Darlehen/Kredit auch ein Eigenheim finanzieren. Macht bei dem niedrigen Leitzins wohl kaum einen Unterschied und könnte sogar günstiger sein, wenn die ganzen Gebühren für den Bausparvertrag wegfallen.
Überhaupt ist Konsum und Kauf von Eigentum momentan die beste Möglichkeit sein Kapital bei dem derzeitig praktisch nicht existenten Leitzins zu investieren

Ansonsten gibst ja noch das ein oder andere Produkt, wo man Geld rein stecken kann, eine private Altersvorsorge bspw.

Fazit meinerseits: Kapital breit streuen, denn auch Kleinvieh macht Mist... ansonsten ist es unter der Matratze genauso gut aufgehoben, wie aufm Sparbuch bei der Bank. Am Besten ist es immer noch, in Eigentum zu investieren und abgesehen von einer stillen Reserve für unvorhergesehene Dinge den Rest zu verkonsumieren.
 
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Alt 03.06.2014, 02:42:34   #8 (permalink)
Wasweissdennich
Hakuna Matata
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Reg: 21.04.2006
Beiträge: 10.964
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Wie Du am besten Deine Ersparnisse anlegst hängt davon ab womit Du Dich auskennst, dem Einstiegszeitpunkt, Deiner Risikobereitschaft und vielleicht auch damit wo Du lebst.

Gute/solide Aktien sind für mich weniger spekulativ als Papiergeld (und Forderungen auf Papiergeld wie z.B. Bankguthaben sind noch einmal weniger wert). Aber natürlich muss man sich damit ein paar Jahre beschäftigen und sich vor allem selbst im Griff haben. Hinzu kommt das der Zeitpunkt vielleicht doch etwas ungünstig gewählt ist wenn der Dax an den 10 K Punkten kratzt wie grade.

In einer Stadt wie Berlin in der die Immobilienpreise rasch ansteigen, die Preislage aber international gesehen doch noch recht günstig ist würde ich auch die Anschaffung von Wohneigentum in betracht ziehen.
 
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Alt 03.06.2014, 12:42:22   #9 (permalink)
naturschonen
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Reg: 01.07.2013
Beiträge: 1.428
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Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
Konservativ sparen, bspw. Sparbuch oder Tagesgeld lohnt sich aufgrund der niedrigen Zinsen nicht.
Nutze ich nur als Reserve (zb.: Nachzahlung von Strom) oder zum Ansparen einer größeren Anschaffung (zb.: neues Motorrad) und damit vom Giro runter ist und nicht sofort ausgegeben wird bzw. wenigstens noch ein bisschen Geld zusätzlich durch Zinsen macht, während es so vor sich hin vegetiert auf dem Konto.

Gold kann man nicht essen
Und ist ebenso spekulativ wie Aktien, Öl etc.

Bausparen ist eine Alternative. Genauso gut kann man aber auch konservativ ansparen und mit dem Kapital und einem Darlehen/Kredit auch ein Eigenheim finanzieren. Macht bei dem niedrigen Leitzins wohl kaum einen Unterschied und könnte sogar günstiger sein, wenn die ganzen Gebühren für den Bausparvertrag wegfallen.
Überhaupt ist Konsum und Kauf von Eigentum momentan die beste Möglichkeit sein Kapital bei dem derzeitig praktisch nicht existenten Leitzins zu investieren

Ansonsten gibst ja noch das ein oder andere Produkt, wo man Geld rein stecken kann, eine private Altersvorsorge bspw.

Fazit meinerseits: Kapital breit streuen, denn auch Kleinvieh macht Mist... ansonsten ist es unter der Matratze genauso gut aufgehoben, wie aufm Sparbuch bei der Bank. Am Besten ist es immer noch, in Eigentum zu investieren und abgesehen von einer stillen Reserve für unvorhergesehene Dinge den Rest zu verkonsumieren.


Wow, ich bin begeistert. Kannst du auch nur eine von deinen Aussagen irgendwie belegen?
Gold kann man also nicht essen, aber von einer Immobilie kann man im Bedarfsfall was runterbeißen?
Und warum ist Gold genau so spekulativ wie Aktien und Öl?
Und wohin tun die Bausparkassen und Versicherungen eigentlich das Geld, was du ihnen zum vermehren gibst? Was macht so eine Investition sicher? Ich mag im Übrigen auch kein Papier, es liegt relativ lange im Magen...
Und wie geht für einen Privatmann eigentlich so eine "stille Reserve"? Sparstrumpf? Kopfkissen?
 
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Alt 03.06.2014, 12:53:35   #10 (permalink)
Marty
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Reg: 28.04.2006
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Zitat:
Zitat von naturschonen Beitrag anzeigen
Gold kann man also nicht essen, aber von einer Immobilie kann man im Bedarfsfall was runterbeißen?
Eine Immobilie hat im Gegensatz zum Gold zumindest regelmässige Einnahmen zu Folge. Gold liegt nur da.
Zitat:
Und warum ist Gold genau so spekulativ wie Aktien und Öl?
Weil es an der Börse gehandelt wird und deshalb Kursschwankungen unterliegt. Frag mal die, die bei 1750 USD gekauft haben und jetzt bei 1.250 USD das von Dir geschriebene "langfristig immer mit der Kaufkraft gestiegen" lesen...
Zitat:
Und wohin tun die Bausparkassen und Versicherungen eigentlich das Geld, was du ihnen zum vermehren gibst? Was macht so eine Investition sicher?
Sie garantieren den Ertrag, immerhin steht er im Vertrag. Und erwirtschaftet wird der durch Streuung der Investition.

Marty
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Alt 03.06.2014, 12:56:13   #11 (permalink)
Luuk
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Reg: 28.04.2006
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In der jetzigen Situation zu sparen auf der Bank, ist reiner Unfug. Du verlierst damit jedes Jahr Geld.

Wir leben derzeit in einer Deflation in den Verbraucherpreisen (Inflationsrate liegt bei 0,5 %, Inflationsziel ist 2 % also haben wir Deflation) und einer Inflation an der Börse.

In der Ökonomie nennt man dieses Phänomen Stagflation. Dir in dieser Zeit zu raten, irgendetwas anzulegen ist außerordentlich schwierig, denn es kann in sowohl Inflation als auch in Deflation kippen in der einen oder anderen Weise.

Ich würde streuen. Allerdings im Zweifel eher Sachwerte wie Edelmetalle (Gold & Silber) als auch Aktien oder ein gutgeführter Aktienfond, der aus Aktien besteht und keine Derivate, Staatsanleihen oder Festgeld im Portfolio hat.

Keine Zertifikate oder abgeleitete Finanzinstrumente. Ein bisschen Bargeld ist auch nie schlecht. Liquidität schadet nur dem nicht, der es auch hat.

Ansonsten nichts. Keine Zertifikate und nichts.

Die wichtigste Investition ist aber immer in das was du zwischen den Ohren hast.
 
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Alt 03.06.2014, 14:00:43   #12 (permalink)
naturschonen
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Reg: 01.07.2013
Beiträge: 1.428
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Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Eine Immobilie hat im Gegensatz zum Gold zumindest regelmässige Einnahmen zu Folge. Gold liegt nur da.
Sind diese Einnahmen höher oder niedriger als die Kosten? Beim Kauf einer Immobilie bist du lange gebunden und solltest dich auch drauf verlassen können, dass die Mieteinnahmen immer fließen und dass die Lage stimmt, sonst hast du laufend nur Kosten und beim Wiederverkauf auch noch Verluste...

Gold kannst du im Notfall sogar als Zahlungsmittel benutzen, weltweit. Und so lange es liegt, verursacht es auch keine Kosten, weshalb wohl auch Banken über Goldreserven verfügen - leider nicht mehr im Gegenwert des gedruckten Geldes, aber das ist ein andres Thema.

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Weil es an der Börse gehandelt wird und deshalb Kursschwankungen unterliegt. Frag mal die, die bei 1750 USD gekauft haben und jetzt bei 1.250 USD das von Dir geschriebene "langfristig immer mit der Kaufkraft gestiegen" lesen...
Wieviel davon liegt an den Kursschwankungen des Dollar? Von welchem Zeitraum sprichst du?

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Sie garantieren den Ertrag, immerhin steht er im Vertrag. Und erwirtschaftet wird der durch Streuung der Investition. Marty
Das beantwortet nicht meine Frage. Die Frage war, in welche Dinge investieren Banken, Versicherungen und Bausparkassen, wohin streuen sie ihre Investitionen, in welche Risikogruppen/Anlagearten?
Kennt sich jemand da aus?
Kann mir jemand das deutsche "Buchwertprinzip" und "Niederstwertprinzip" erklären?
Im Handelsblatt habe ich zum Thema "Streit mit Bausparkassen" u.a. gefunden:

"...Aus der Sicht der Unternehmen ist der Bausparvertrag kein reines Sparprodukt, sondern ein Geben und Nehmen: Der Bausparer stellt sein Geld der Kasse zur Verfügung, damit diese anderen Bausparern zinsgünstige Darlehen gewähren kann. In der Darlehensphase kehrt sich das Verhältnis um. Der eigentliche Zweck des Bausparens, ein Darlehen zu erhalten, sei selbst dann noch gegeben, wenn der Kunde seinen eigenen Vertrag längst als Kapitalanlage betrachtet...."
 
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Alt 03.06.2014, 15:45:53   #13 (permalink)
Marty
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Beiträge: 13.081
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Zitat:
Zitat von kaleido Beitrag anzeigen
Wir leben derzeit in einer Deflation in den Verbraucherpreisen
Dann würde man ja kein Geld verlieren. Deflation bedeutet, ich bekomme morgen mehr für mein Geld, das Geld wird also mehr wert.

Zitat:
(Inflationsrate liegt bei 0,5 %, Inflationsziel ist 2 % also haben wir Deflation)
Wir haben eine Inflation, die niedrig ist, also haben wir eine Deflation?

Zitat:
In der Ökonomie nennt man dieses Phänomen Stagflation.
Setzt eine Stagflation nicht auch eine Inflation voraus?

Zitat:
Ich würde streuen. Allerdings im Zweifel eher Sachwerte wie Edelmetalle (Gold & Silber) als auch Aktien oder ein gutgeführter Aktienfond, der aus Aktien besteht und keine Derivate, Staatsanleihen oder Festgeld im Portfolio hat.
Der Rat ist gut!

Zitat:
Ein bisschen Bargeld ist auch nie schlecht. Liquidität schadet nur dem nicht, der es auch hat.
So sehe ich das auch.

Zitat:
Zitat von naturschonen Beitrag anzeigen
Sind diese Einnahmen höher oder niedriger als die Kosten?
Das weiß ich nicht, ich habe noch keine ausgesucht.

Zitat:
Gold kannst du im Notfall sogar als Zahlungsmittel benutzen, weltweit.
Das mag gehen, aber wie zahle ich damit bei McDonalds?

Zitat:
Wieviel davon liegt an den Kursschwankungen des Dollar? Von welchem Zeitraum sprichst du?
Soll ich den Goldpreis in Euro daneben legen, dann weiß Du die Antwort auf Frage 1: ganz wenig bis gar kein Anteil ist dem Dollar zuzuschreiben. Und zu 2.: Ich spreche von dem Zeitraum seit 9/2011, immerhin schon 2,5 Jahre. Wie lange wird es dauern, bis diejenigen, die 9/2011 Gold gekauft haben, ihre Verluste + Inflation aufgeholt haben?

Zitat:
Das beantwortet nicht meine Frage. Die Frage war, in welche Dinge investieren Banken, Versicherungen und Bausparkassen, wohin streuen sie ihre Investitionen, in welche Risikogruppen/Anlagearten?
Aktien, Anleihen, Immobilien, Schiffe. Sie sind dabei verpflichtet, die garantierte Rendite auch erzielen zu können, sie werden also bei Sparverträgen viel in festverzinsliche Papiere stecken.

Zitat:
Kann mir jemand das deutsche "Buchwertprinzip" und "Niederstwertprinzip" erklären?
Ja, Google. Oder möchtest Du, dass dir das hier jemand in einem Aufsatz schreibt?

Ein Bausparvertrag ist, ganz vereinfacht, wie die Rentenversicherung. Die Darlehensnehmer bekommen ihre Darlehen aus dem Geld derer, die gerade sparen. Wenn igendwann keiner mehr einzahlt, gibt es auch keine Darlehen mehr.

Marty
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Alt 03.06.2014, 17:12:04   #14 (permalink)
naturschonen
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Reg: 01.07.2013
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Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Das weiß ich nicht, ich habe noch keine ausgesucht.
Dann frag mal die, die sich da was gekauft haben und denen super Renditen versprochen wurden,
zum Teil müssen sie renovieren, der Hausverwalter ist weg, die Immobilie in einer Lage, die unter Wert war - also Steigerung verspricht - viele Kleinanleger haben da äußerst schlechte Erfahrungen gemacht...

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Das mag gehen, aber wie zahle ich damit bei McDonalds?
Soll ich den Goldpreis in Euro daneben legen, dann weiß Du die Antwort auf Frage 1: ganz wenig bis gar kein Anteil ist dem Dollar zuzuschreiben. Und zu 2.: Ich spreche von dem Zeitraum seit 9/2011, immerhin schon 2,5 Jahre. Wie lange wird es dauern, bis diejenigen, die 9/2011 Gold gekauft haben, ihre Verluste + Inflation aufgeholt haben?
kommt drauf an, welches Szenario du voraussetzt...in Zeiten von Tiefstand wegen Kursschwankungen gibt es große Händler - und nur bei solchen würde ich kaufen - die geben Rückkaufgarantien. Die können sie auch geben, weil sie selbst von den Schwankungen profitieren (Coast-Everade-Effekt heißt das). Und weil sie den Leuten die Angst nehmen wollen, geben sie eben Garantien.
Aber der junge Mann fragt nach einer Anlage "für später", also gehe ich mal davon aus, dass er 20 bis 30 Jahre meint und da kann so ziemlich alles passieren - vielleicht gibt es kein Geld mehr, sondern Edelmetalle als Währung....vielleicht lohnt sich das alles auch gar nicht mehr, weil es uns schon nicht mehr gibt....auf jeden Fall mache ich nach den 2,5 Jahren, die vorrechnest, eher Gold/Edelmetalle zu Geld als ne Immobilie. Bei Gold ist es 1 Jahr, was man es halten muss, bei Immobilien sind es schon mal 10 Jahre...

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Aktien, Anleihen, Immobilien, Schiffe. Sie sind dabei verpflichtet, die garantierte Rendite auch erzielen zu können, sie werden also bei Sparverträgen viel in festverzinsliche Papiere stecken.
Eine schöne Liste spekulativer Anlagen, trotzdem können sie Garantien geben, warum wohl?
Bei Bausparverträgen und Tagesgeld geht wohl kaum was in festverzinsliche Papiere oder kennst du ne Bausparkasse, die Bausparverträge kauft, damit die Anlage sicher ist oder eine Lebens-/Rentenversicherungsgesellschaft, die ihre eigenen Verträge kauft???? Wie schon das Handelsblatt schreibt, die sammeln Gelder und Sparern und geben anderen Kredite drauf. Und wenn ich eine Ware für 50 Cent einkaufen kann und für 4,50 € weiterverkaufen kann, dann ist das eine geniale Gewinnspanne, davon kann ich locker Garantien geben...

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Ja, Google. Oder möchtest Du, dass dir das hier jemand in einem Aufsatz schreibt?
Neee, ich hätte gern, dass du da mal drüber nachdenkst. Hans Peter Mayer hat das in einem Buch "legalen Betrug am Sparer" genannt und ein Gericht hat entschieden, dass er das weiter so bezeichnen darf - also nix Unterlassung!!! Und wenn schon Versicherung, dann eine Aktie einer solchen Gesellschaft, obwohl sie durch die "stillen Reserven" die Möglichkeit haben, sich arm zu rechnen....

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Ein Bausparvertrag ist, ganz vereinfacht, wie die Rentenversicherung. Die Darlehensnehmer bekommen ihre Darlehen aus dem Geld derer, die gerade sparen. Wenn igendwann keiner mehr einzahlt, gibt es auch keine Darlehen mehr. Marty
Geniale Empfehlung, muss ich haben
 
naturschonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.06.2014, 17:54:14   #15 (permalink)
Luuk
abgemeldet

Reg: 28.04.2006
Beiträge: 2.601
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Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Dann würde man ja kein Geld verlieren. Deflation bedeutet, ich bekomme morgen mehr für mein Geld, das Geld wird also mehr wert.
Die Deflation ist eine sehr schlimme Angelegenheit. Siehe Japan.

Nun wir haben uns in der Eurozone auf ein Inflationsziel geeinigt: 2 % 1)
Warum 2 %? Das entspricht die übliche Schwankung zwischen den Volkswirtschaften.
Alles unter 2 % Inflation ist Deflation, siehe 1)

Zitat:
Zitat von Marty Beitrag anzeigen
Setzt eine Stagflation nicht auch eine Inflation voraus?
Ja. Die Inflation spielt sich derzeit bei den Aktienkursen ab, die in die Höhe getrieben werden und teilweise auch bei den Immobilienpreisen.

Die Deflation spielt sich im Supermarkt ab. Die Preise steigen nur moderat, weil die Bürger auf ihrem Geld fest sitzen bleiben und nix mehr ausgeben. Die Supermärkte streiten sich also im Wettbewerb um die wenigen Kunden, die noch kräftig einkaufen sodass die Preisschraube im aktuellen Trend eher nach unten geht als nach oben. Noch spüren wir das nicht aber man kann es am Leitzins der EZB schon erahnen, sonst würden die nicht über die Senkung des Leitzinses auf Null oder Minuszinsen nachdenken. Also kurzum: die Notenbankkredite kommen nicht beim Bürger an, weil die Banken es nicht weitergeben und es lieber bei der EZB parken.

Einige haben die Rallye leider verpasst an der Börse. Kaufen wenn die Kanonen donnern, verkaufen wenn die Violinen spielen.

Es gibt noch einige günstige Titel im Dax z. B. RWE, E-ON

Allerdings braucht man für Aktien immer einen Zeithorizont von 3-5 Jahre. Wer hartz 4 bezieht, der braucht sich mit Aktien gar nicht beschäftigen.
 
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