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Alt 20.03.2012, 18:30:33   #1 (permalink)
wwewrestling
Nervensäge
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Reg: 20.06.2006
Beiträge: 1.513
Standard Partei der Vernunft kündigt Wahlantritt in NRW an!

Die Partei der Vernunft hat in NRW ihren Wahlantritt bei den nächsten Wahlen angekündigt.

Was haltet ihr von der Partei?
Ist sie eine Alternative zu den anderen Parteien, die schon seit 60 Jahren regieren?

Wer die Partei nicht kennt, kann sich hier mal Informieren:

http://www.parteidervernunft.de/parteiprogramm
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Alt 03.05.2012, 18:23:16   #2 (permalink)
i-ben-i
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ID: 372778
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Reg: 18.11.2009
Beiträge: 63
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ich find ihr programm super. eine wirklich gut durchdachte alternative zu den main-stream-parteien (cdu, spd, grüne, fdp, priaten, etc.).

wie ich das verstanden habe wollen sie die politik auf die innere und äußere sicherheit "abspecken" und alle anderen politischen angelegenheiten (steuern, soziales, etc.) werden auf die kommunale ebene verlegt. das geldmonopol des staates wird abgeschafft was zur folge hätte, dass "viele" aus dem euro aussteigen und in eine sichere währungen steigen (und/oder der euro muss sich gewaltig bessern). jeder kann dann kommunal entscheiden, wie viel steuern es gibt und für was es eingesetzt wird. es soll keine parteien mehr geben.
also ihr ziel ist im prinzip die selbstauflösung ihrer partei.

was vergessen oder falsch verstanden?

wenn ich in NRW wohnen würde, wäre das meine partei.

edit:
ihr wahlwerbespot:
Schluss mit der Euro-Rettung und immer neuen Schulden!
 

Geändert von i-ben-i (03.05.2012 um 18:28:17 Uhr)
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Alt 03.05.2012, 18:42:43   #3 (permalink)
(Bier)Kelle
R1150 GS Fahrer
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(Bier)Kelle eine Nachricht über ICQ schicken
Reg: 28.04.2006
Beiträge: 6.771
Standard

Zitat:
Zitat von wwewrestling Beitrag anzeigen
Was haltet ihr von der Partei?
Ein Haufen Vollpfosten.

gruss kelle!
Ihr wollte die Straße zurück?! Sollt ihr haben, Stück für Stück!
Sie wird dann die Eure sein, wir geben sie Euch Stein für Stein!

Nazi sein heißt Probleme kriegen!
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Alt 03.05.2012, 19:07:19   #4 (permalink)
i-ben-i
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Reg: 18.11.2009
Beiträge: 63
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Zitat:
Zitat von (Bier)Kelle Beitrag anzeigen
Ein Haufen Vollpfosten.

gruss kelle!
ach, welch gute argumentation und kritikpunkte. wenn doch jeder politiker so direkt wäre. /ironie off
 
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Alt 03.05.2012, 19:47:00   #5 (permalink)
perlini
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Reg: 19.05.2006
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
das geldmonopol des staates wird abgeschafft was zur folge hätte, dass "viele" aus dem euro aussteigen und in eine sichere währungen steigen (und/oder der euro muss sich gewaltig bessern).
Ähm, theoretisch also jede Kommune mit einer eigenen Währung!?
Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
jeder kann dann kommunal entscheiden, wie viel steuern es gibt und für was es eingesetzt wird. es soll keine parteien mehr geben.
Können doch die Kommunen teilweise jetzt schon, z.B. bei der Gewerbesteuer, Grundsteuer und HartzIV-Leistungen. Weiterhin stellt sich die Frage, wie man der zu erwartende soziale Schieflage entgegenwirken will. Gerade wirtschaftlich starke Kommunen würden davon profitieren, schwache darunter leiden.

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
es soll keine parteien mehr geben. also ihr ziel ist im prinzip die selbstauflösung ihrer partei.
Durch ein Parteiverbot oder was? Und wer trifft auf kommunaler Ebene dann die Entscheidungen?
When you're dead, you don't know you're dead. It's pain only for others. It's the same thing when you're stupid.
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Alt 03.05.2012, 20:20:45   #6 (permalink)
paymymail
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
main-stream-parteien (cdu, spd, grüne, fdp, priaten, etc.).
Geiles Wort Darf ich es für dich übersetzen? "Demokratie" - Das ist das, wenn eine Mehrheit ein und die selbe Sache mag - wie du schon sagst, Main-Steam. Und Main-Stream ist immer erstmal grds. schlecht Darum wollen die "Vernünftigen" ja auch die Demokratie und Zahlungsmittel abschaffen (nein ich habe deren "Programm" nicht gelesen, ich beziehe mir nur auf deine Interpretation). Macht ja auch Sinn unwichtige Dinge wie Steuern und Soziales auf viele kleine einzelne Verantwortungs- und Entscheidungsträger zu verteilen. Dann macht eben jedes Bundesland seinen eigenen Laden; wird vieles vereinfachen und nahezu alles verbessern.

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
das geldmonopol des staates wird abgeschafft was zur folge hätte, dass "viele" aus dem euro aussteigen und in eine sichere währungen steigen
Und in welche so sichere Währung wird das sein?

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Populismus. Jeder der momentan brüllt "kein Geld für Griechenland und keine weiteren Schulden" ist beim Volk ein Held. So wie die Amis jubeln nur weil Obama den Todestag von Bin-Laden nicht vergessen hat und ihn mit Kuchen und Sekt im immernoch-Kriegsgebiet feiern fährt. Ändert nix, kommt aber einfach gut an.
 
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Alt 03.05.2012, 21:19:20   #7 (permalink)
i-ben-i
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Reg: 18.11.2009
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Zuerstmal, das was ich schreibe ist nur das was ich bisher daraus gelesen/gehört habe. Also keine verbindlichen Aussagen.

Zitat:
Zitat von perlini Beitrag anzeigen
Ähm, theoretisch also jede Kommune mit einer eigenen Währung!?
Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Und in welche so sichere Währung wird das sein?
NEIN nicht unbedingt. Nur dass das Geldmonopol des Staates abgeschafft wird. jeder Bürger kann dann selbst entscheiden mit was er zahlt. sei es mit Euro, gold, silber oder us-dollar. somit "strengt" sich jede währung an, attraktiv zu sein. Denn jede Währung will ja benutzt werden. Sie haben diese "Theorie" von Friedrich August von Hayek, der einen Wirtschaftsnobelpreis gewonnen hat, und seiner Österreichischen Schule der Ökonomie.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Geiles Wort Darf ich es für dich übersetzen? "Demokratie" - Das ist das, wenn eine Mehrheit ein und die selbe Sache mag - wie du schon sagst, Main-Steam. Und Main-Stream ist immer erstmal grds. schlecht Darum wollen die "Vernünftigen" ja auch die Demokratie und Zahlungsmittel abschaffen (nein ich habe deren "Programm" nicht gelesen, ich beziehe mir nur auf deine Interpretation). Macht ja auch Sinn unwichtige Dinge wie Steuern und Soziales auf viele kleine einzelne Verantwortungs- und Entscheidungsträger zu verteilen. Dann macht eben jedes Bundesland seinen eigenen Laden; wird vieles vereinfachen und nahezu alles verbessern.
Naja Demokratie ist für mich, dass politiker die meinungen und standpunkte der wähler vertreten. Sieht man z.b. die umfragen zur Euro-Rettung und die fast einstimmigen zusagen zu den rettungspakten im bundestag, frag ich mich schon, ob die vertreter des volkes auch wirklich das volk vertreten. und das meinte ich auch mit main-stream - alle haben z.b. der euro-rettungspakete zugestimmt weils halt jeder so macht. so funktioniert demokratie nicht. wir (das volk) wurden ja nicht einmal gefragt ob wir den euro überhaupt wollen (im gegensatz zu ein paar anderen EU-Länder)! Und nein es wird keine Demokratie und Zahlungsmittel abgeschafft, sondern der Bürger wird mehr gefragt (direkte Demokratie wie Schweiz).

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Populismus. Jeder der momentan brüllt "kein Geld für Griechenland und keine weiteren Schulden" ist beim Volk ein Held. So wie die Amis jubeln nur weil Obama den Todestag von Bin-Laden nicht vergessen hat und ihn mit Kuchen und Sekt im immernoch-Kriegsgebiet feiern fährt. Ändert nix, kommt aber einfach gut an.
Ja es ist gerade sehr populär Schulden zu machen und nicht an die Zinsen zu denken. leider

Zitat:
Zitat von perlini Beitrag anzeigen
Durch ein Parteiverbot oder was? Und wer trifft auf kommunaler Ebene dann die Entscheidungen?
-> direkte Demokratie.

Zitat:
Zitat von perlini Beitrag anzeigen
Können doch die Kommunen teilweise jetzt schon, z.B. bei der Gewerbesteuer, Grundsteuer und HartzIV-Leistungen. Weiterhin stellt sich die Frage, wie man der zu erwartende soziale Schieflage entgegenwirken will. Gerade wirtschaftlich starke Kommunen würden davon profitieren, schwache darunter leiden.
Gutes Gegenargument. Wüsste dem nichts entgegenzusprechen.
Jede (schwache) Kommune und deren Bürger muss das selbst dann wohl selbst hinbekommen/abstimmen.
Vermutlich so: Weniger Arbeitslosengeld -> Abwanderungen in stärkere Kommunen oder BGE einführen. Keine Ahnung.
 
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Alt 03.05.2012, 22:42:00   #8 (permalink)
paymymail
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Reg: 24.04.2006
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
jeder Bürger kann dann selbst entscheiden mit was er zahlt. sei es mit Euro, gold, silber oder us-dollar. somit "strengt" sich jede währung an, attraktiv zu sein.
Wenn ich mit etwas bezahlen möchte dass aber niemand akzeptiert habe ich wohl keine Wahl als die am besten akzeptierte Währung zu nehmen. Währungen haben kein Bewusstsein also "wollen" sie auch nicht genutzt werden, können sich nicht anstrengen, für sich werben o.Ä.

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
wir (das volk) wurden ja nicht einmal gefragt ob wir den euro überhaupt wollen (im gegensatz zu ein paar anderen EU-Länder)!
Und du würdest z.B. dir, deinen Freunden oder Nachbarn zutrauen zu entscheiden was aus einem Euro, einer Währungsunion, einer Währung eines Kontinents wird? Wow - ich würde es nicht (mit)entscheiden wollen. Und nur weil viele Medien und Stammtische die DM in den Himmel heben und den Euro für alles verantwortlich machen, muss das weder hohen Wahrheitsgehalt haben noch alles berücksichtigen was an solch einer Entscheidung dran hängt. Demokratie bedeutet eben die Bevollmächtigung derer die die Mehrheit für am geeignetsten hält. Ich bin der Meinung wir würden im Chaos versinken würde wirklich jede Entscheidung durch einen Volksentscheid erbracht. Wie oft soll denn der duselige Hans aus dem Volk der vielleicht prima handwerkliche, soziale, technische oder wissenschaftliche Kenntnisse hat über Dinge entscheiden die er nicht im entferntesten einschätzen kann und allein schon wegen der Fülle an Volksentscheiden zu großen Teilen aus dem Bauch heraus entscheiden muss, weil gar nicht die Zeit und die Kompetenz vorhanden ist das Für und Wider abzuwiegen.


Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Ja es ist gerade sehr populär Schulden zu machen und nicht an die Zinsen zu denken. leider
Es ist populär zu rufen "Keine Schulden!" egal ob und wie man das überhaupt möglich machen will oder ob das Konsequenzen hätte. Natürlich auch unberücksichtigt der Tatsache dass zumindest wir in DE momentan extrem günstig Schulden machen können, da sind Zinsen fast schon unwichtig.
 
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Alt 03.05.2012, 23:09:10   #9 (permalink)
i-ben-i
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Reg: 18.11.2009
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Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Wenn ich mit etwas bezahlen möchte dass aber niemand akzeptiert habe ich wohl keine Wahl als die am besten akzeptierte Währung zu nehmen. Währungen haben kein Bewusstsein also "wollen" sie auch nicht genutzt werden, können sich nicht anstrengen, für sich werben o.Ä.
oke falsch ausformuliert. klar die währung an sich nicht. aber der der die Währung herausgibt (FED, EZB,...). nebenbei: ich fand dieses video ganz interessant youtu.be/5IICCQ2oZq0

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Und du würdest z.B. dir, deinen Freunden oder Nachbarn zutrauen zu entscheiden was aus einem Euro, einer Währungsunion, einer Währung eines Kontinents wird? Wow - ich würde es nicht (mit)entscheiden wollen. Und nur weil viele Medien und Stammtische die DM in den Himmel heben und den Euro für alles verantwortlich machen, muss das weder hohen Wahrheitsgehalt haben noch alles berücksichtigen was an solch einer Entscheidung dran hängt. Demokratie bedeutet eben die Bevollmächtigung derer die die Mehrheit für am geeignetsten hält. Ich bin der Meinung wir würden im Chaos versinken würde wirklich jede Entscheidung durch einen Volksentscheid erbracht. Wie oft soll denn der duselige Hans aus dem Volk der vielleicht prima handwerkliche, soziale, technische oder wissenschaftliche Kenntnisse hat über Dinge entscheiden die er nicht im entferntesten einschätzen kann und allein schon wegen der Fülle an Volksentscheiden zu großen Teilen aus dem Bauch heraus entscheiden muss, weil gar nicht die Zeit und die Kompetenz vorhanden ist das Für und Wider abzuwiegen.
Um etwas zu kaufen/verkaufen brauch ich doch keine EU oder Deutschland die mir sagt mit was ich zahlen soll (natürlich Rechtliche Sicherheiten müssen gegeben sein -> innere Sicherheit). Wie in der Schweiz wird auch nicht jede Entscheidung per Volksentscheid erfragt. Und solche große und wichtige Entscheidungen sind auf Kommunaler Ebene dann auch nicht gegeben.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Es ist populär zu rufen "Keine Schulden!" egal ob und wie man das überhaupt möglich machen will oder ob das Konsequenzen hätte. Natürlich auch unberücksichtigt der Tatsache dass zumindest wir in DE momentan extrem günstig Schulden machen können, da sind Zinsen fast schon unwichtig.
Schulden sind schulden, die nun mal irgendwann zurückgezahlt werden müssen. ob mit wenig oder viel zinsen. das ist nun mal eine tatsache. deshalb verstehe ich nicht warum es Populistisch ist, keine schulden zu machen.
 
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Alt 03.05.2012, 23:29:43   #10 (permalink)
paymymail
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Reg: 24.04.2006
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Um etwas zu kaufen/verkaufen brauch ich doch keine EU oder Deutschland die mir sagt mit was ich zahlen soll
Naja eben doch. Wenn du Handel betreiben willst musst du dich schon an den Gegebenheiten orientieren. Wer sagt dir denn dann wie du kaufen/verkaufen musst? Der "Markt"? Jeder Handelspartner was anderes?

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Schulden sind schulden, die nun mal irgendwann zurückgezahlt werden müssen. ob mit wenig oder viel zinsen. das ist nun mal eine tatsache. deshalb verstehe ich nicht warum es Populistisch ist, keine schulden zu machen.
Es ist populistisch weil es unrealistisch ist, Wunschdenken eben. Verspricht oder fordert man sowas ins Blaue hinein ist das einfach nur um sich beim Volk gut zu stellen.
Was wäre los wenn DE von heut auf morgen sämtliche Schulden tilgen würde, bzw. es versuchen würde. Oder einfach nur die Neuverschuldung für 2012 0€ wäre?
Schulden sind erstmal nichts schlimmes. Kann man sie (nahezu) zinslos machen gibt es an sich nichts besseres. Wenn dir jemand zinslos 100.000€ in die Hand drückt und du damit arbeiten und Gewinn erzielen könntest ... wär doch super? An sich sogar besser als das mit eigenen 100.000€ zu tun.
 
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Alt 04.05.2012, 00:19:55   #11 (permalink)
Herzoegchen90
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Um etwas zu kaufen/verkaufen brauch ich doch keine EU oder Deutschland die mir sagt mit was ich zahlen soll
Der gedankliche Ansatz mag ja gut sein und in der Theorie formuliert, wie es die Partei der "Vernunft" (ich setz das mal in Anführungszeichen, weil so vernünftig die Ansätze in deren Programm auch sind, sind die meisten weit von der Realität entfernt) tut, hört sich das auch alles ganz toll an, aber setz das mal in ein reales Szenario.
Beispiel Supermarktkasse: Du hast also eine Schlange von 5 Leuten, die alle, weil sie ja frei sind zu entscheiden, mit unterschiedlichen "Währungen" bezahlen. Jede Person kauft einen Laib Brot, der am Regal mit bspw. 1,20€ ausgezeichnet ist. Nun kommt der Erste mit Euro an, alles kein Problem, der Wert des Euros und der Gegenwert der Ware sind festgelegt, Käufer, Verkäufer und Kassensystem machen keine Probleme. Der Zweite zahlt aber lieber mit Dollar. Nun gut, ist für ein auf Euro eingestelltes Kassensystem, den Käufer und Verkäufer Mehraufwand, aber zum aktuellen Tageskurs den Dollar umrechnen ist wohl noch machbar und evntl. anfallendes Wechselgeld wird dann eben in € ausgezahlt. In manchen Geschäften und Ländern ist das sogar Praxis, dass man mit unterschiedlichen Währungen bezahlen kann. Jetzt kommt aber der Dritte, der ist der Meinung, Edelmetalle sind das nonplusultra und will mit einem Klumpen Gold bezahlen. Nun gut, da gibt es natürlich auch einen Tageskurs, aber zusätzlich muss der Verkäufer das Gold auf seine Reinheit prüfen, um den Preis bestimmen zu können, das ist schon mal wesentlich mehr Aufwand als das reine umrechnen von Währungen. Aber auch das ist noch irgendwo realisierbar, weil es einen festgelegten Kurs/Wert gibt und noch vor etwas mehr als 100 Jahren war es ja auch üblich u.a. mit Gold zu bezahlen.
Nun kommen wir aber zu unseren Problemkinder 4 und 5.
Der Vierte hat ein Huhn zu hause und möchte sein Brot deshalb mit Eiern bezahlen. Nun geht erstmal das Rätselraten darum los, wieviel Eier das Brot denn nun wert seien. Vor allem von Seiten des Verkäufers, denn er muss ja kalkulieren, dass er die Eier auch mit Gewinn wieder los wird und das noch bevor sie schlecht werden. Und von beiden Seiten ist natürlich noch das Problem der Lagerung: Geld oder Gold kann sich irgendwo hinstecken, Eier nicht, die können kaputt gehen. Zudem wird Geld ja auch nicht schlecht. Abgesehen von der Inflationsrate ist Geld ja, entgegen von Naturalien (im Beispiel eben Eier) vor Wertverfall geschützt. Das Ei wird schlecht, kann man damit nicht mehr einkaufen, dagegen bleiben 10€ 10€ auch noch nach Jahren...
Und wo Geld und Gold einen festgelegten Kurs haben, können Naturalien im Wert natürlich schwanken.
Beispiel: Verkäufer meint, das Brot ist 4 Eier wert, Käufer ist aber der Meinung, die Eier seines Huhns sind besonders gesund und lecker und das Brot wäre da max. 3 Eier wert. Was jetzt tun? Sich in der Mitte treffen? Halbe Eier geht wohl schlecht^^
Letztendlich zieht Person 4 ohne Brot ab, weil keine Einigung erfolgt ist.
Person 5 hingegen hat jetzt überhaupt nichts von Wert bei sich, sondern bietet sich als Arbeitskraft an.
In der Wirtschaft ja ein übliches Vorgehen, man bietet seine Arbeitskraft an und wird dafür entlohnt. Spontan an einer Kasse stellen sich aber nun folgende Probleme:
Hat der Verkäufer überhaupt eine Arbeit zu vergeben und welcher Arbeitsaufwand ist das Brot wert?
Eine Stunde fegen? Oder eine halbe Stunde Lagerarbeit? Und ist der Käufer derselben Meinung?
Und am Ende zieht auch Person 5 ohne Brot von dannen, weil keine Einigung erzielt werden konnte.

Mal ganz davon abgesehen, was das für einen Zeitaufwand beim Einkauf bedeutet, wenn jeder erstmal individuell mit dem Verkäufer über die Akzeptanz und den Wert seines Zahlungsmittels verhandeln muss.
 
Herzoegchen90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2012, 15:11:58   #12 (permalink)
i-ben-i
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Reg: 18.11.2009
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Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Naja eben doch. Wenn du Handel betreiben willst musst du dich schon an den Gegebenheiten orientieren. Wer sagt dir denn dann wie du kaufen/verkaufen musst? Der "Markt"? Jeder Handelspartner was anderes?
Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
...
Kennt ihr kein Tauschhandel?
In Griechenland spriesen solche Systeme gerade wie Pilze aus dem Boden, da sich die EZB zu stark in den Markt einmischt. Tauschen gegen die Eurokrise | WELTBILDER | NDR Es gibt schon zig andere solche "projekte", nicht nur in Griechenland. Und wie gesagt die Partei ist nicht prinzipiell gegen den Euro als zahlungsmittel sondern will nur erreichen, dass der bürger frei entscheiden kann. wenn die mehrheit dann immer noch dem euro nimmt, passiert doch nichts.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Es ist populistisch weil es unrealistisch ist, Wunschdenken eben. Verspricht oder fordert man sowas ins Blaue hinein ist das einfach nur um sich beim Volk gut zu stellen.
Was wäre los wenn DE von heut auf morgen sämtliche Schulden tilgen würde, bzw. es versuchen würde. Oder einfach nur die Neuverschuldung für 2012 0€ wäre?
Schulden sind erstmal nichts schlimmes. Kann man sie (nahezu) zinslos machen gibt es an sich nichts besseres. Wenn dir jemand zinslos 100.000€ in die Hand drückt und du damit arbeiten und Gewinn erzielen könntest ... wär doch super? An sich sogar besser als das mit eigenen 100.000€ zu tun.
oh ja, in der jetzigen situation wäre das sehr, sehr unrealistisch. dazu haben die paar privaten banken die politik(er) schon zu sehr im "zaum".
vielleicht schaffen sie eine nullverschuldung durch ihre politik?
viele andere glauben auch den versprechen/ideen der größeren parteien die dann vielleicht nie umgesetzt werden. und dort heißt es dann nicht: es sei populistisch. - komisch.
die grünen hatten auch ein "utopisches" ziel mit der "sauberen" energie - und wo sind sie/wir heute?
 
i-ben-i ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2012, 15:40:52   #13 (permalink)
Herzoegchen90
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Reg: 12.05.2010
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Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Kennt ihr kein Tauschhandel?[...]Es gibt schon zig andere solche "projekte", nicht nur in Griechenland.
Tauschhandel gab es schon immer und wird es immer geben. Allerdings ist der Tauschhandel weder Massentauglich noch in einer globalen Wirtschaft umsetzbar.
In Notzeiten und im Mikrokosmos, bspw. in einer geschlossenen Tauschcommunity oder auf dem Flohmarkt, mag der Tauschhandel funktionieren und kurzfristig sogar in der Lage seine eine offizielle Staatswährung zu verdrängen.
Aber vor allem für eine faire Entlohnung von Arbeitskraft, den internationalen und nationalen Großhandel und die Erhebung von Steuern in einer Gesellschaft, die auf Dienstleistung und industrielle Produktion und nicht auf Kleinbauerntum aufbaut, ist eine kursgebundene Staatswährung unabdingbar.

Und dafür, dass du der Meinung bist lieber tauschen zu wollen, braucht eine Partei keinen eigenen Programmpunkt. Es steht jedem Bürger frei, sich entsprechenden Communitys und Projekten anzuschliessen, aber per Gesetz oder wie auch immer die Staatswährung abzuschaffen, nur um danach dieselbe Währung zusätzlich zu anderen Währungsformen (die wie du selbst sagst eh schon existieren) wieder einzuführen, sofern sie von auch nur einer einzigen Person gewollt ist, ist Schwachsinn hoch drei.
Und mal ganz davon abgesehen, kann ich dann mein eigenes Geld malen? Und dann darauf bestehen, dass es genauso Gültigkeit hat, wie derzeit der Euro? Wenn ich die Freiheit habe, zu entscheiden womit ich bezahle, ist das nämlich mein erstes Handeln: Packung Wachsmalstifte und Stapel Papier kaufen/eintauschen, 500er Scheine malen und dann shoppen gehen ;-)
 
Herzoegchen90 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2012, 20:51:49   #14 (permalink)
paymymail
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ID: 188266
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Reg: 24.04.2006
Beiträge: 1.211
Standard

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
Kennt ihr kein Tauschhandel?
Kennst du eine Wohlstandsnation die hauptsächlich Tauschhandel betreibt?

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
wenn die mehrheit dann immer noch dem euro nimmt, passiert doch nichts.
Sie gehen ja aber davon aus dass die Mehrheit den Euro ablehnt/ablehnen würde.

Zitat:
Zitat von i-ben-i Beitrag anzeigen
viele andere glauben auch den versprechen/ideen der größeren parteien die dann vielleicht nie umgesetzt werden. und dort heißt es dann nicht: es sei populistisch. - komisch.
die grünen hatten auch ein "utopisches" ziel mit der "sauberen" energie - und wo sind sie/wir heute?
Weil sie nicht rufen "Keine Schulden! Steuern runter! Sozialleistungen rauf! Politikerbezüge auf Hartz4 Niveau senken! Abschaffung aller fossilen Brennstoffe! Sofort und natürlich gleichzeitig, finanziert aus den Privatvermögen der Politker!"
 
paymymail ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2012, 11:04:54   #15 (permalink)
i-ben-i
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ID: 372778
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Reg: 18.11.2009
Beiträge: 63
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Zitat:
Zitat von Herzoegchen90 Beitrag anzeigen
Tauschhandel gab es schon immer und wird es immer geben. Allerdings ist der Tauschhandel weder Massentauglich noch in einer globalen Wirtschaft umsetzbar.
In Notzeiten und im Mikrokosmos, bspw. in einer geschlossenen Tauschcommunity oder auf dem Flohmarkt, mag der Tauschhandel funktionieren und kurzfristig sogar in der Lage seine eine offizielle Staatswährung zu verdrängen.
Aber vor allem für eine faire Entlohnung von Arbeitskraft, den internationalen und nationalen Großhandel und die Erhebung von Steuern in einer Gesellschaft, die auf Dienstleistung und industrielle Produktion und nicht auf Kleinbauerntum aufbaut, ist eine kursgebundene Staatswährung unabdingbar.

Und dafür, dass du der Meinung bist lieber tauschen zu wollen, braucht eine Partei keinen eigenen Programmpunkt. Es steht jedem Bürger frei, sich entsprechenden Communitys und Projekten anzuschliessen, aber per Gesetz oder wie auch immer die Staatswährung abzuschaffen, nur um danach dieselbe Währung zusätzlich zu anderen Währungsformen (die wie du selbst sagst eh schon existieren) wieder einzuführen, sofern sie von auch nur einer einzigen Person gewollt ist, ist Schwachsinn hoch drei.
Und mal ganz davon abgesehen, kann ich dann mein eigenes Geld malen? Und dann darauf bestehen, dass es genauso Gültigkeit hat, wie derzeit der Euro? Wenn ich die Freiheit habe, zu entscheiden womit ich bezahle, ist das nämlich mein erstes Handeln: Packung Wachsmalstifte und Stapel Papier kaufen/eintauschen, 500er Scheine malen und dann shoppen gehen ;-)
der grundgedanke ist doch einfach das Geldmonopol des Staates abzuschaffen. Oder wollt ihr mir etwa klarmachen das Monopole gut für eine Wirtschaft sind???
Wenn dir einer dein Geld abnimmt, kannst du das machen. Klar. aber die warscheinlichkeit ist eher gering. außer du hast dein geld gedeckt.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Kennst du eine Wohlstandsnation die hauptsächlich Tauschhandel betreibt?
Nation nein. aber es gibt/gab erfolgreiche projekte kommunal auch in Deutschland und österreich.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Sie gehen ja aber davon aus dass die Mehrheit den Euro ablehnt/ablehnen würde.
hab ich bisher noch nie gehört. wenn, sind es ja eh nur spekulationen.

Zitat:
Zitat von paymymail Beitrag anzeigen
Weil sie nicht rufen "Keine Schulden! Steuern runter! Sozialleistungen rauf! Politikerbezüge auf Hartz4 Niveau senken! Abschaffung aller fossilen Brennstoffe! Sofort und natürlich gleichzeitig, finanziert aus den Privatvermögen der Politker!"
Aber Abschaffung aller Atomkraftwerke. Und das kann sich DE als Wohlstandsnation mit dem Stromnetz nicht leisten.
 

Geändert von i-ben-i (05.05.2012 um 14:00:43 Uhr)
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