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Umfrageergebnis anzeigen: Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?
ja 17 13,39%
nein 36 28,35%
nein, gehört sofort abgeschafft 74 58,27%
Teilnehmer: 127. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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Alt 10.01.2018, 23:37:25   #1816 (permalink)
Photon
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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
"Beinahe unbegrenzt"?
Ja sicher! Bislang wurde der Beitrag immer nur erhöht, wenn man Geld brauchte. Wo steht schwarz auf weiß geschrieben, wo der Deckel drauf ist?

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Und wie hier schon erwähnt - es gibt durchaus eine Kontrolle: Die ö-Re müssen ihren Bedarf vor der VEG rechtfertigen - die diese Wünsche bislang nicht einfach durchgewunken hat.
VEG? Volkseigenes Gut?

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Ist das jetzt ein anerkannter Automatismus? Verantwortlich im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk -> Verbrecher?
Soll ich Dir jetzt die Frage umdrehen und zurück schieben? Ist es ein Garant, dass wenn öffentlich finanziert wird -> alles gut?

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Aber du brauchst ja nicht danach zu suchen, weil die ö-Re ja "den Schwanz eingezogen" und alles gelöscht haben [...] Zeigen die Nachrichtensendungen nur ein zufriedenes La-La-Land, in dem alle von morgens bis Abends singen und tanzen? Oder ist dir das Bild einfach noch nicht düster genug?
Bei diesem Dir eigenen Tonfall ärgere ich mich schon wieder, dass ich Dir überhaupt geantwortet habe. Aber weil ich schon dabei bin:

Hat man sich denn auch nur ein einziges Mal die Mühe gemacht, das Phänomen von Pegida zu durchleuchten? Kann mich nicht erinnern. Den Fehler, das Volk zu unterschätzen, wenn es zu tausenden auf die Straße geht, hat schon die DDR-Führung gemacht, aber egal. Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit, alle Sendungen des ÖR zu diesem Thema gesehen zu haben, behaupte ich, dass Pegida mehr oder weniger als Neonaziaufmarsch (oder mindestens als Vorstufe davon) verkauft. Nun kenne ich allerdings einige Leute in Dresden, die alles andere als Nazis sind. Und die waren zumindest am Anfang auch mit auf der Straße, als für die Medien schon längst klar war: Alles Nazis.

Bei der Flüchtlingskrise geht es mir nicht darum, dass Merkel entgegen internationaler Verträge und geltendes deutsches Recht gehandelt hat. Ob es moralisch richtig oder falsch war, ist eine völlig andere Debatte. Erstmal hat sie nach meiner Meinung naiv und unverantwortlich gehandelt. Aber medial war das nie ein Thema - zumindest nicht bei den etablierten Medien und so weit mir bekannt ist. Aber auch diese Sichtweise gehört meiner Meinung nach zu einer objektiven Betrachtung dazu.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Aber objektive Fakten erfährst du so auch nicht
Ok, schön. Nur wenn ich keine Objektivität von den Privaten erwarten kann, von Staatsfernsehen nun auch nicht von den ÖR - dann ist meiner Ansicht nach von den 3 Varianten der ÖR die schlechteste Wahl aus den genannten Gründen. Die Privaten finanzieren sich wenigstens selbst und da weiß man, dass dort auch Geschäftsinteressen gewahrt werden müssen. Beim Staatsfernsehen wären es politische Interessen der jeweiligen Regierung. Das ist zwar nicht transparent, aber wenigstens mit Ansage subjektiv.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Es ist die Offline-Version der SocialMedia-Filterblase. [...] Woher KAM denn die Gewissheit in der DDR, dass nicht alles stimmte, was man so in der aktuellen Kamera zu sehen bekommen hat? Ich tippe mal auf die "Tagesschau"...
Sicher nicht. In Dresden, wie überhaupt im gesamten Süden der DDR konnte man kein Westfernsehen empfangen. Aber genau hier gingen die Montagsdemos los. Die ersten, die den Mut aufbrachten mit Hilfe der Kirche auf die Straße zu gehen.

Und auch im meinem Fall habe ich schon zu Ostzeiten die Tagesschau kritisch gesehen. Da bei mir zuhause so gut wie nie Ostfernsehen lief, habe ich Ostnachrichten nur geschaut, wenn ich es als Hausaufgabe hatte und auswerten musste. Spannend war es nur, wenn mal was in Kuba passiert ist und man die Nachrichten beider Systeme vergleichen konnte. Wie gesagt: Meiner Ansicht nach ist die Mauer nur wegen asiatischen Videorekordern und Mallorca gefallen.

Und ich finde es schon ganz schön mutig, wenn man anderen Leuten Filterblasen vorwirft, dann aber die ÖR zum Maßstab nimmt. Überhaupt: Wie weit sind die News-Sendungen von RTL, der Pro7-Gruppe oder Tele5 inhaltlich eigentlich von den ÖR entfernt? Ich sehe keinen Unterschied. Nur in den anderen Formaten, wie eben von Dir zitiert "Monitor", "Die Anstalt" und dergleichen. Aber die vertreten ja auch eine klare, zum Teil extrem linke politische Linie. Damit ist Objektivität schon wieder ausgeschlossen, auch wenn sie mehrheitlich meine Meinung vertreten.


Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Ich sehe als Negativbeispiel dazu Facebook und auch YouTube. Da BIST du dein eigener "Programmchef" - kannst mit einem einfachen Klick entscheiden, WAS du sehen willst.
Selbst recherchieren statt zu fressen, was vorgesetzt wird. Beides kann problematisch sein. In einem Fall klickt man nur auf das, was einen interessiert und begibt sich damit eventuell in die Filterblase. Andererseits frisst man was serviert wird schluckt - ja was? Die Filterblase eines anderen?

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Das wichtige ist, dass Sender, die nicht von einer gewissen Menge an Leuten gesehen werden, nicht einfach verschwinden. Nur SO entsteht Meinungsvielfalt. [...] Es gibt keine objektive Berichterstattung, aber es muss die Möglichkeit geben, Zugang zu unterschiedlichen Meinungen zu haben. Die Meinungen dürfen sich nicht nach der Nachfrage richten.
Wie viele Leute schauen täglich die Tagesschau und nur die? Das ist ganz ähnlich, als wenn man nur die BILD liest oder sich eben immer nur aus einer Quelle informiert. Nur wenn man sich selbst breit informieren möchte, zieht man auch mal andere Quellen heran und dann ist das Internet unerlässlich. Denn wie wir ja wissen, sind ja die Zeitungen letztlich auch alle in der Hand von nur 3 Familien. Nur das Internet bietet überhaupt die Möglichkeit, dass auch andere mal zu Wort kommen. Ja, zum Preis, dass hier auch viel Bullshit eingestellt wird. Aber damit kann ich besser leben als mit blindem Vertrauen in die "Qualität" des ÖR Rundfunks.
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wißen sollte, daß er nicht fehlerfrei ist.
38 Nie fand ich so milden und kostfreien Mann, der nicht gern Gab' empfing.
Mit seinem Gute so freigebig Keinen, dem Lohn wär' leid gewesen.
134 Laster und Tugenden liegen den Menschen In der Brust beieinander.
Kein Mensch ist so gut, daß nichts ihm mangle, Noch so böse, daß er zu nichts nützt.
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Alt 13.01.2018, 18:18:38   #1817 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Photon Beitrag anzeigen
Ja sicher! Bislang wurde der Beitrag immer nur erhöht, wenn man Geld brauchte. Wo steht schwarz auf weiß geschrieben, wo der Deckel drauf ist?
https://kef-online.de/de/startseite/

Zitat:
VEG? Volkseigenes Gut?
Die Korrekte Abkürzung ist KEF - mein Fehler, tut mir lied.

Zitat:
Soll ich Dir jetzt die Frage umdrehen und zurück schieben? Ist es ein Garant, dass wenn öffentlich finanziert wird -> alles gut?
Wenn ich auf meine Frage eine Antwort bekomme, kein Problem. Nein, es ist kein Garant. Im Gegenteil - es hat üble Formen von Untreue und Vetternwirtschaft gegeben. Das ist dokumentiert und aufgearbeitet. Wie viele der aktuellen Verantwortlichen haben sich in dieser hinsicht etwas zu schulden kommen lassen?

Zitat:
Bei diesem Dir eigenen Tonfall ärgere ich mich schon wieder, dass ich Dir überhaupt geantwortet habe.
Wäre schade gewesen, wenn du NICHT geantwortet hättest, aber über was ärgerst du Dich? Meinen Sarkasmus oder die Tatsache, dass ich dafür deine Worte benutzt habe?
Zitat:
Hat man sich denn auch nur ein einziges Mal die Mühe gemacht, das Phänomen von Pegida zu durchleuchten? Kann mich nicht erinnern. Den Fehler, das Volk zu unterschätzen, wenn es zu tausenden auf die Straße geht, hat schon die DDR-Führung gemacht, aber egal. Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit, alle Sendungen des ÖR zu diesem Thema gesehen zu haben, behaupte ich, dass Pegida mehr oder weniger als Neonaziaufmarsch (oder mindestens als Vorstufe davon) verkauft.
Aufgrund der Tatsache, das quasi ab beginn der Demos das Wort "Lügenpresse" fiel, und Demoteilnehmer oder -Verantwortliche immer wieder mit Neonazi-Parolen oder -Kontakten aufgefallen sind und immer noch auffallen, ist das Bild vielleicht nicht vollständig, aber auch nicht verkehrt. Und zu Hochzeiten gab es durchaus den Versuch, sich sachlich mit den Themen auseinander zu setzen. Und meiner Erinnerung nach wurde das von der Pegida-Seite nicht gewünscht.

Zitat:
Nun kenne ich allerdings einige Leute in Dresden, die alles andere als Nazis sind. Und die waren zumindest am Anfang auch mit auf der Straße, als für die Medien schon längst klar war: Alles Nazis.
Glaub ich Dir. Nur war für mich der Tenor in den Medien eher: "Die Nazis geben den Ton an"

Zitat:
Bei der Flüchtlingskrise geht es mir nicht darum, dass Merkel entgegen internationaler Verträge und geltendes deutsches Recht gehandelt hat. Ob es moralisch richtig oder falsch war, ist eine völlig andere Debatte. Erstmal hat sie nach meiner Meinung naiv und unverantwortlich gehandelt. Aber medial war das nie ein Thema - zumindest nicht bei den etablierten Medien und so weit mir bekannt ist. Aber auch diese Sichtweise gehört meiner Meinung nach zu einer objektiven Betrachtung dazu.
Auch da hast du Recht - Ein Hauptaugenmerk in der Berichterstattung lag eher auf dem moralischen Aspekt. Allerdings ist die rechtliche Frage dank des GFK gar nicht so fraglich - zumindest was die syrischen Kriegsflüchtlinge angeht, die beim Beginn der Welle den Hauptteil der Ankommenden ausmachte, nicht wirklich fraglich - das wurde es erst später.

Zitat:
Ok, schön. Nur wenn ich keine Objektivität von den Privaten erwarten kann, von Staatsfernsehen nun auch nicht von den ÖR - dann ist meiner Ansicht nach von den 3 Varianten der ÖR die schlechteste Wahl aus den genannten Gründen. Die Privaten finanzieren sich wenigstens selbst und da weiß man, dass dort auch Geschäftsinteressen gewahrt werden müssen. Beim Staatsfernsehen wären es politische Interessen der jeweiligen Regierung. Das ist zwar nicht transparent, aber wenigstens mit Ansage subjektiv.
Darf ich es umformulieren? Dir ist eine EINDEUTIG subjektive Quelle lieber als eine, die MÖGLICHERWEISE subjektiv ist? Ich hab das jetzt bewusst negativ formuliert...

Zitat:
Sicher nicht. In Dresden, wie überhaupt im gesamten Süden der DDR konnte man kein Westfernsehen empfangen. Aber genau hier gingen die Montagsdemos los. Die ersten, die den Mut aufbrachten mit Hilfe der Kirche auf die Straße zu gehen.
Meines Wissens ging es in Leipzig los, und das lag nicht im "Tal der Ahnungslosen". Aber das nur nebenbei. Der Punkt, den ich meine ist, dass Hier wohl auch Mund-zu-Mund-Propaganda reicht, um Misstrauen zu sähen. In über 80% des DDR Staatsgebietes GAB es Westempfang.

Zitat:
Und ich finde es schon ganz schön mutig, wenn man anderen Leuten Filterblasen vorwirft, dann aber die ÖR zum Maßstab nimmt.
Nicht als Maßstab - als Basis.
Zitat:
Überhaupt: Wie weit sind die News-Sendungen von RTL, der Pro7-Gruppe oder Tele5 inhaltlich eigentlich von den ÖR entfernt?
Vergleiche die "Top-Themen" der Sendungen. Wenn es kein außergewöhnliches Ereignis (Anschlag, Naturkatastrophe etc.) gibt, liegt bei den Privaten Der Fokus oft auf Boulevard-Themen, bei den ö-Re meistens bei politischen Meldungen.
Zitat:
Ich sehe keinen Unterschied. Nur in den anderen Formaten, wie eben von Dir zitiert "Monitor", "Die Anstalt" und dergleichen. Aber die vertreten ja auch eine klare, zum Teil extrem linke politische Linie. Damit ist Objektivität schon wieder ausgeschlossen, auch wenn sie mehrheitlich meine Meinung vertreten.
Mal "Report - München gesehen? Die sind alles mögliche, nur nicht Links...

Zitat:
Selbst recherchieren statt zu fressen, was vorgesetzt wird. Beides kann problematisch sein. In einem Fall klickt man nur auf das, was einen interessiert und begibt sich damit eventuell in die Filterblase. Andererseits frisst man was serviert wird schluckt - ja was? Die Filterblase eines anderen?
Die öffentlich-rechtlichen zu konsumieren schließt Recherche ja nicht aus

Zitat:
Wie viele Leute schauen täglich die Tagesschau und nur die? Das ist ganz ähnlich, als wenn man nur die BILD liest oder sich eben immer nur aus einer Quelle informiert. Nur wenn man sich selbst breit informieren möchte, zieht man auch mal andere Quellen heran und dann ist das Internet unerlässlich. Denn wie wir ja wissen, sind ja die Zeitungen letztlich auch alle in der Hand von nur 3 Familien. Nur das Internet bietet überhaupt die Möglichkeit, dass auch andere mal zu Wort kommen. Ja, zum Preis, dass hier auch viel Bullshit eingestellt wird. Aber damit kann ich besser leben als mit blindem Vertrauen in die "Qualität" des ÖR Rundfunks.
Wer spricht von "blindem Vertrauen"? Niemand. Das ist der essentielle Unterschied: Ich für meinen Teil sage, dass der ö-re nicht perfekt ist, und sicherlich an vielen Stellen reformiert und schlanker gemacht werden muss - aber dass das KONZEPT erhalten bleiben sollte. Ich halte nicht viel von den Verhältnissen, die in den USA oder Russland herrschen. Hier wie da ist Informationsbeschaffung ideologisch geprägt - in den USA vollkommen polarisiert, in Russland weitestgehend gleich geschaltet. Bei vielen habe ich den Eindruck, dass sie die ö-re ablehnen, weil sie eben NICHT die Linie vertreten, die man persönlich fährt. Ob das jetzt bei den Nachrichten ist oder bei der Programmgestalltung.
darkkurt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2018, 22:23:16   #1818 (permalink)
Photon
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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Wenn ich auf meine Frage eine Antwort bekomme, kein Problem. Nein, es ist kein Garant.
Genauso ist natürlich nicht jeder, der beim ÖR arbeitet, ein Verbrecher. Ein "Verbrechen" im Sinne des Gesetzes zu begehen, ist ja auch schwer möglich, wenn es nicht gerade um Untreue und dergleichen geht. Aber so Sachen wie "Nichterfüllung des Bildungsauftrages" oder "Zuwiderhandlungen im Sinne der Grundversorgung" kann es nicht geben, weil undefiniert. Oder anders gesagt: Egal was sie produzieren und senden, es wird alles auch im Nachhinein von den Gerichten abgesegnet.

Ich glaube, dass das der Stein des Anstoßes bei den meisten ist. Und bei vielen kommt eben (wie beispielsweise bei mir) dazu, dass sie die ÖR entweder gar nicht oder nur wenige ausgewählte Sendungen schauen - dafür aber im Vergleich horrend hohen Beitrag zahlen müssen. Wie schon mal irgendwann gesagt: Einfach mal schauen, was man beim ÖR für 17,50 Euro im Monat bekommt und was für 19,90 bei Sky. Da liegen Welten dazwischen. Aufgrund fehlender Definition ist Sky leider der einzige Maßstab, den man da anlegen kann.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Wie viele der aktuellen Verantwortlichen haben sich in dieser hinsicht etwas zu schulden kommen lassen?
Bis zum nächsten Skandal hoffentlich niemand.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
über was ärgerst du Dich? Meinen Sarkasmus oder die Tatsache, dass ich dafür deine Worte benutzt habe?
Über die implizite Unterstellung.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Allerdings ist die rechtliche Frage dank des GFK gar nicht so fraglich - zumindest was die syrischen Kriegsflüchtlinge angeht, die beim Beginn der Welle den Hauptteil der Ankommenden ausmachte, nicht wirklich fraglich - das wurde es erst später.
Am Anfang wurde geprüft, wer ein Kriegsflüchtling ist und wer nicht? Das wäre ja die Grundvoraussetzung gewesen, damit das Abkommen überhaupt greift. Oder wurden die Tore aufgerissen und erst mal die Flut völlig kopflos aufgefangen - irgendwer wird sie schon irgendwann (aus-)sortieren? Von objektiven und unabhängigen Medien hätte ich erwartet, dass zumindest die Gefahren, die dieses Verhalten mit sich brachte, auch beleuchtet werden. Habe davon nichts gehört.

Und hat sich später dann die Berichterstattung dazu geändert? Was wird heute überhaupt noch berichtet, obgleich sich eigentlich nichts geändert hat?

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Dir ist eine EINDEUTIG subjektive Quelle lieber als eine, die MÖGLICHERWEISE subjektiv ist? Ich hab das jetzt bewusst negativ formuliert...
Ehrlich gesagt ja. Mit solchen Quellen bin ich groß geworden und kann damit umgehen. Auf deutsch gesagt sind mir "Junge Welt" und "Junge Freiheit" parallel gelesen lieber als eine FAZ, ja. Denn wer sich als objektiv bezeichnet (und es doch nicht ist), der versteckt seine Ambitionen viel besser. Man findet die Wahrheit viel schwieriger oder gar nicht.

Liest man zwei Berichte über das gleiche Ereignis von betont gegensätzlich subjektiven Quellen, ist es viel einfacher, es auf das Notwendigste zu reduzieren. Das muss nicht immer brutal links-rechts sein. Es reicht schon wie beim Thema "Schließung des Flughafens Tempelhof" die Broschüre der Befürworter und daneben die der Gegner zu lesen. Eine "objektive" Quelle hätte mir die Arbeit bereits abgenommen und mir ihre "Filterblase" zum Fressen gegeben.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Nicht als Maßstab - als Basis.
Für mich stellen sich 2 Fragen:
  1. Benötigen wir einen ÖR?
  2. Ist es wichtig, einen ÖR zu haben?

Vielleicht hatte der ÖR (und die Tagesschau) zu Zeiten des Kalten Krieges und der de-facto-Besatzungszeit bis 1990 auch noch eine andere Bedeutung und Funktion als heute. Sicher hatte er einen anderen Stellenwert bis es in den 1980er Jahren dann die privaten Sender gab. Ohne die ÖR hätte es wohl keinen Haushalt mit einem Fernseher gegeben. Und als Kind habe ich oft so Sachen wie "EWG" mit Kuhlenkampff regelmäßig gesehen oder oder auch "Am laufenden Band", "Dalli Dalli", "Der grosse Preis" mit Toelke, "Sketchup" oder oder oder. Aber wenn ich mir heute ein paar Folgen davon nochmal bei YouTube anschaue, dann merke ich doch, dass sich mein Anspruch geändert hat. Der ÖR aber irgendwie nicht.

Also die Frage, ob wir den ÖR denn heute noch immer benötigen:

Nachrichten beziehe ich aus dem Internet aus vielen unterschiedlichen und so gut wie keinen festen Quellen. Unter anderem auch Klamm. Würden die ÖR fehlen, würde halt eine Quelle weg fallen. Schade, aber kein Drama weiter.

Für meine Unterhaltung sorgen Amazon Prime, Netflix und YouTube - hauptsächlich Filme, auch mal eine Serie. Ich schaue keine einzige Unterhaltungssendung des ÖR. Nicht aus Überzeugung, sondern weil mir bis heute nicht eine gefallen hat. ÖR Radiostationen spielen nichts anderes als die privaten. Überhaupt bieten sie nichts, was ihre Existenz rechtfertigen oder alternativlos machen würde.

Meine Bildung hole ich mir hauptsächlich aus dem Internet. Hauptsächlich natürlich fachbezogen zu meinem Beruf, aber auch Allgemeinwissen aus Wikipedia und diversen anderen Quellen. Alle kostenlos und frei zugänglich. Mir würde es schwerer fallen, 1 Tag auf Google zu verzichten als ein Leben lang auf alle ÖR Sender. Die produzierten und gesendeten Dokus von Privatsendern und Filmstudios (national und international) sind mindestens auf dem gleichen Niveau der ÖR und mit etwa gleichem Inhalt, oft sogar aufwändiger hergestellt. Egal ob Wissenschaft, Geschichte, Kunst, Kultur oder Allgemeinbildung. Genau genommen wird mit Pro7-Galileo und dergleichen sogar noch die Gruppe der Hauptschulabbrecher bedient, also eine wesentlich größere Zielgruppe als bei den ÖR.

Kindersendungen brauche ich keine, allerdings würden auch hier etliche internationale Produktionen auf meinen genutzten Unterhaltungsplattformen mehr als genug kostenlose oder kostenpflichtige Unterhaltung bieten.

Sport ist für mich fast komplett unwichtig. Gern habe ich American Football geschaut. Seit ich kein DVB-T mehr empfangen kann, ist auch "ran Football" (Sat1) weg gefallen. Hab ich nach 2 Wochen dann auch nicht mehr vermisst. Wie auch immer, die ÖR haben die NFL ohnehin nicht übertragen. Auch keine NBA, MLB oder sonstwas. Und wer sich für Sport interessiert, der schaut entweder Sportsender, hat ein Sky-Abo oder eben das Internet. Höchstens noch Olympie, aber auch das läuft ja de facto fast überall.

Eine Notwendigkeit sehe ich also nicht gegeben. Bleibt also die Frage, ob der ÖR eine wichtige Funktion erfüllt, ohne die uns was fehlen würde.

Ich verstehe Deine Argumentation durchaus: Nur wenn eine Institution (finanziell) unabhängig ist, kann sie überhaupt objektiv sein. Und nur dann kann sie sich auch mal unbequemen Themen annehmen und tiefer schürfen; ja sogar gegen die öffentliche Meinung stellen. Die ÖR Anstalten können experimentieren und andere Wege gehen ohne Gewinne erwirtschaften oder auf die Einschaltquoten schielen zu müssen. Kann eigentlich alles ganz unverhohlen tun ohne existenzielle Ängste haben zu müssen oder erpressbar zu sein.

Stimmt, aber all das tut der ÖR nicht. Wenn dem so wäre, würde ich vielleicht sogar nochmal meine Einstellung überdenken. Vermutlich wird es mir dann noch immer nicht gefallen, 17,50 Euro im Monat zahlen zu müssen, aber ich könnte die Befürworter besser verstehen. Im Augenblick ist der ÖR meiner Ansicht nach dem Privatfernsehen hoffnungslos unterlegen und kämpft um die eigene Daseinsberechtigung, die sie sich ständig von Gerichten bestätigen lassen müssen, um es selbst zu glauben.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Bei vielen habe ich den Eindruck, dass sie die ö-re ablehnen, weil sie eben NICHT die Linie vertreten, die man persönlich fährt. Ob das jetzt bei den Nachrichten ist oder bei der Programmgestalltung.
Aber von welcher "Linie" sprechen wir denn? Reden wir jetzt noch von Gusto und Geschmacksfragen oder sind wir gedanklich bei Politik?
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wißen sollte, daß er nicht fehlerfrei ist.
38 Nie fand ich so milden und kostfreien Mann, der nicht gern Gab' empfing.
Mit seinem Gute so freigebig Keinen, dem Lohn wär' leid gewesen.
134 Laster und Tugenden liegen den Menschen In der Brust beieinander.
Kein Mensch ist so gut, daß nichts ihm mangle, Noch so böse, daß er zu nichts nützt.

Geändert von Photon (13.01.2018 um 22:25:16 Uhr) Grund: Thema "Pegida" raus geschmissen, weil deplaziert
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Alt 14.01.2018, 17:31:48   #1819 (permalink)
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Zitat:
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Genauso ist natürlich nicht jeder, der beim ÖR arbeitet, ein Verbrecher. Ein "Verbrechen" im Sinne des Gesetzes zu begehen, ist ja auch schwer möglich, wenn es nicht gerade um Untreue und dergleichen geht. Aber so Sachen wie "Nichterfüllung des Bildungsauftrages" oder "Zuwiderhandlungen im Sinne der Grundversorgung" kann es nicht geben, weil undefiniert. Oder anders gesagt: Egal was sie produzieren und senden, es wird alles auch im Nachhinein von den Gerichten abgesegnet.
Selbst WENN die Grundversorgung definiert wäre, würde sie von den Kritikern wahrscheinlich nicht anerkannt - "Musikantenstadl" ist ja keine Grundversorgung .

Zitat:
Ich glaube, dass das der Stein des Anstoßes bei den meisten ist. Und bei vielen kommt eben (wie beispielsweise bei mir) dazu, dass sie die ÖR entweder gar nicht oder nur wenige ausgewählte Sendungen schauen - dafür aber im Vergleich horrend hohen Beitrag zahlen müssen. Wie schon mal irgendwann gesagt: Einfach mal schauen, was man beim ÖR für 17,50 Euro im Monat bekommt und was für 19,90 bei Sky. Da liegen Welten dazwischen. Aufgrund fehlender Definition ist Sky leider der einzige Maßstab, den man da anlegen kann.
Gut, mein Medienkonsum liegt vielleicht etwas anders, aber ich fühle mich selbst mit einem Komplettpaket von Sky (12 Monate 44,50 p.M., danach 66,50 p.M., HD +10€) NICHT vollständig versorgt. Ja, ich habe ein Überangebot Sport, Filme, Serien und Dokus, aber keine Kultur, keine Nachrichten, kein Bildungsfernsehen, dass über Dokus hinausgeht, keine lokalen Informationen, Nichts zu Politik und Gesellschaft - und kein Radio.

Zitat:
Bis zum nächsten Skandal hoffentlich niemand.
Fazit: Unschuldig biss zum Beweis der Schuld, Ohne Verdacht keine Beschuldigungen. Demnach ist der Vorwurf obsolet.

Zitat:
Über die implizite Unterstellung.
Deine Art der Argumentation ist für mich manchmal sehr dogmatisch - Und das treibt mich eben auch manchmal auf die Palme.

Zitat:
Und hat sich später dann die Berichterstattung dazu geändert? Was wird heute überhaupt noch berichtet, obgleich sich eigentlich nichts geändert hat?
Natürlich wird noch berichtet. Schon weil die gesellschaftliche Lage und die politische Diskussion sich geändert haben.
Zitat:
Ehrlich gesagt ja. Mit solchen Quellen bin ich groß geworden und kann damit umgehen. Auf deutsch gesagt sind mir "Junge Welt" und "Junge Freiheit" parallel gelesen lieber als eine FAZ, ja. Denn wer sich als objektiv bezeichnet (und es doch nicht ist), der versteckt seine Ambitionen viel besser. Man findet die Wahrheit viel schwieriger oder gar nicht.
Wer sich selbst als subjektiv bezeichnet, dem geht eine Lüge (und auch schon eine Übertreibung) deutlich leichter von der Hand. Und sie werden nicht zu Korrekturen gezwungen. Gerade ö-re und große, etablierte Zeitungen stehen hier klar im Fokus und reagieren zumeist auch darauf, wenn man ihnen Fehler nachweist. Ist mit SO von deinen Beispielen nicht bekannt.

Zitat:
Liest man zwei Berichte über das gleiche Ereignis von betont gegensätzlich subjektiven Quellen, ist es viel einfacher, es auf das Notwendigste zu reduzieren. Das muss nicht immer brutal links-rechts sein. Es reicht schon wie beim Thema "Schließung des Flughafens Tempelhof" die Broschüre der Befürworter und daneben die der Gegner zu lesen. Eine "objektive" Quelle hätte mir die Arbeit bereits abgenommen und mir ihre "Filterblase" zum Fressen gegeben.
Ging mich jetzt persönlich nicht direkt an, kann ich nicht viel dazu sagen. Ich meine jedoch das im Falle der Elbvertiefung (ist aktueller) die Argumente beider Seiten sowohl in den Nachrichten als auch in den Politik-Magazinen durchaus der ö-re kommuniziert wurden...


Zitat:
Für mich stellen sich 2 Fragen:
  1. Benötigen wir einen ÖR?
  2. Ist es wichtig, einen ÖR zu haben?

Vielleicht hatte der ÖR (und die Tagesschau) zu Zeiten des Kalten Krieges und der de-facto-Besatzungszeit bis 1990 auch noch eine andere Bedeutung und Funktion als heute. Sicher hatte er einen anderen Stellenwert bis es in den 1980er Jahren dann die privaten Sender gab. Ohne die ÖR hätte es wohl keinen Haushalt mit einem Fernseher gegeben. Und als Kind habe ich oft so Sachen wie "EWG" mit Kuhlenkampff regelmäßig gesehen oder oder auch "Am laufenden Band", "Dalli Dalli", "Der grosse Preis" mit Toelke, "Sketchup" oder oder oder. Aber wenn ich mir heute ein paar Folgen davon nochmal bei YouTube anschaue, dann merke ich doch, dass sich mein Anspruch geändert hat. Der ÖR aber irgendwie nicht.

Also die Frage, ob wir den ÖR denn heute noch immer benötigen:

Nachrichten beziehe ich aus dem Internet aus vielen unterschiedlichen und so gut wie keinen festen Quellen. Unter anderem auch Klamm. Würden die ÖR fehlen, würde halt eine Quelle weg fallen. Schade, aber kein Drama weiter.

Für meine Unterhaltung sorgen Amazon Prime, Netflix und YouTube - hauptsächlich Filme, auch mal eine Serie. Ich schaue keine einzige Unterhaltungssendung des ÖR. Nicht aus Überzeugung, sondern weil mir bis heute nicht eine gefallen hat. ÖR Radiostationen spielen nichts anderes als die privaten. Überhaupt bieten sie nichts, was ihre Existenz rechtfertigen oder alternativlos machen würde.

Meine Bildung hole ich mir hauptsächlich aus dem Internet. Hauptsächlich natürlich fachbezogen zu meinem Beruf, aber auch Allgemeinwissen aus Wikipedia und diversen anderen Quellen. Alle kostenlos und frei zugänglich. Mir würde es schwerer fallen, 1 Tag auf Google zu verzichten als ein Leben lang auf alle ÖR Sender. Die produzierten und gesendeten Dokus von Privatsendern und Filmstudios (national und international) sind mindestens auf dem gleichen Niveau der ÖR und mit etwa gleichem Inhalt, oft sogar aufwändiger hergestellt. Egal ob Wissenschaft, Geschichte, Kunst, Kultur oder Allgemeinbildung. Genau genommen wird mit Pro7-Galileo und dergleichen sogar noch die Gruppe der Hauptschulabbrecher bedient, also eine wesentlich größere Zielgruppe als bei den ÖR.

Kindersendungen brauche ich keine, allerdings würden auch hier etliche internationale Produktionen auf meinen genutzten Unterhaltungsplattformen mehr als genug kostenlose oder kostenpflichtige Unterhaltung bieten.

Sport ist für mich fast komplett unwichtig. Gern habe ich American Football geschaut. Seit ich kein DVB-T mehr empfangen kann, ist auch "ran Football" (Sat1) weg gefallen. Hab ich nach 2 Wochen dann auch nicht mehr vermisst. Wie auch immer, die ÖR haben die NFL ohnehin nicht übertragen. Auch keine NBA, MLB oder sonstwas. Und wer sich für Sport interessiert, der schaut entweder Sportsender, hat ein Sky-Abo oder eben das Internet. Höchstens noch Olympie, aber auch das läuft ja de facto fast überall.

Eine Notwendigkeit sehe ich also nicht gegeben. Bleibt also die Frage, ob der ÖR eine wichtige Funktion erfüllt, ohne die uns was fehlen würde.
Hier kommen wir auf den Punkt: Du geht von DEINEM Medienbedarf aus und projezierst ihn auf die Allgemeinheit. Im Endeffekt geht es doch überhaupt nicht um die Frage, ob du ARD und ZDF siehst, sondern darum, ob du anderen, deren Vorlieben sich von deinen unterscheiden und deshalb durchaus das Angebot nutzen, dieses gönnst oder nicht. In meinen Augen ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein soziologisches Umlagesystem - ALLE zahlen ein und alle KÖNNEN es nutzen - müssen aber nciht.

Zitat:
Ich verstehe Deine Argumentation durchaus: Nur wenn eine Institution (finanziell) unabhängig ist, kann sie überhaupt objektiv sein. Und nur dann kann sie sich auch mal unbequemen Themen annehmen und tiefer schürfen; ja sogar gegen die öffentliche Meinung stellen. Die ÖR Anstalten können experimentieren und andere Wege gehen ohne Gewinne erwirtschaften oder auf die Einschaltquoten schielen zu müssen. Kann eigentlich alles ganz unverhohlen tun ohne existenzielle Ängste haben zu müssen oder erpressbar zu sein.

Stimmt, aber all das tut der ÖR nicht. Wenn dem so wäre, würde ich vielleicht sogar nochmal meine Einstellung überdenken. Vermutlich wird es mir dann noch immer nicht gefallen, 17,50 Euro im Monat zahlen zu müssen, aber ich könnte die Befürworter besser verstehen. Im Augenblick ist der ÖR meiner Ansicht nach dem Privatfernsehen hoffnungslos unterlegen und kämpft um die eigene Daseinsberechtigung, die sie sich ständig von Gerichten bestätigen lassen müssen, um es selbst zu glauben.
Da tun sie durchaus, aber in Nischen- oder Lokalsendern. Viele "innovative" Sendeformate der ö-re haben ihre Anfänge in Sendern wie ZDF NEO, einsPlus, Arte oder 3Sat hinter sich, viele sind auch nie davon weg gekommen, aber trotzdem sehenswert.
Warum solche Experimente nicht zur Primetime in den Hauptsendern laufen, liegt ja auch auf der Hand: ARD und ZDF liegen in direkter Konkurrenz zu den Privaten. Würden die Quoten eklatant sinken, wäre die Diskussion über die "Grundversorgung" doch NOCH größer. Gefühlt 20 verschiedene parallele Tatort-Produktionen von den ARD-Stationen lassen sich doch nur rechtfertigen, weil JEDE Folge mindesten 6-8 Mio Zuschauer generiert. Würde zur selben Zeit eine Sendung laufen, die nur die Hälfte oder ein Viertel an Zuschauern generiert, wäre der Vorwurf, das man an den Sehgewohnheiten vorbei produziert. Und es ist ja nicht so, dass die ö-re nicht auf Änderungen im Sehverhalten reagieren: Die von dir angesprochenen großen Spielshows sind Geschichte. Weil sie heute nicht mehr funktionieren. Selbst die Formate, die in den privaten laufen, sind nicht mehr die überflieger.

Zitat:
Aber von welcher "Linie" sprechen wir denn? Reden wir jetzt noch von Gusto und Geschmacksfragen oder sind wir gedanklich bei Politik?
In meinen Augen sowohl als auch.
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Alt 14.01.2018, 18:15:17   #1820 (permalink)
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Ich denke der Größte Anstoß an dieser Steuer ist die Tatsache, das alle zahlen müssen und dafür keinerlei Rechte erhalten.
Die ÖR dürfen tun und lassen was Sie wollen und keiner der Zahler darf dagegen etwas tun.

Die Gehälter der Angestellten im ÖR sind nicht mit normalen Gehältern zu vergleichen, denn diese werden ja von den ÖR vorgenommen ohne das die Bürger darüber entscheiden können.

Wieso erhält z.B. eine Lottofee fast eine Halbe Million Euro pro Jahr ? ( Okay Sie wurde gekündigt.)
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Alt 14.01.2018, 19:25:38   #1821 (permalink)
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Standard Rundfunkgebühren - eine unendliche Geschichte

Zitat:
Zitat von All4you Beitrag anzeigen
Ich denke der Größte Anstoß an dieser Steuer ist die Tatsache, das alle zahlen müssen und dafür keinerlei Rechte erhalten.
Die ÖR dürfen tun und lassen was Sie wollen und keiner der Zahler darf dagegen etwas tun.
Es ist keine Steuer. Und tun und lassen können die Sender auch nicht, was sie wollen, dafür sorgen die Fernsehräte.

Zitat:
Die Gehälter der Angestellten im ÖR sind nicht mit normalen Gehältern zu vergleichen, denn diese werden ja von den ÖR vorgenommen ohne das die Bürger darüber entscheiden können.
Die Gehälter im ö-re liegen meines Erachtens im Muttelfeld, wenn man sie mit Managergehältern in der freien Wirtschaft vergleicht. Der Intendant des WDR (größte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt) bekommt knapp 370.000€ pro Jahr.

Welcher Konzernchef gibt sich mit so wenig zufrieden?

Zitat:
Wieso erhält z.B. eine Lottofee fast eine Halbe Million Euro pro Jahr ? ( Okay Sie wurde gekündigt.)
Es handelte sich um eine Gage für eine bestimmte Anzahl von Auftritten. Gagen sind frei verhandelbar. Warum verdienen Fußballer bis zu 100.000.000 pro Jahr, und keine regt sich auf? (Im übrigen glaube ich, dass die Lotterie das zumindest mit finanziert hat, bin mir da aber nicht sicher...)
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Alt 14.01.2018, 19:50:28   #1822 (permalink)
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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Es ist keine Steuer. Und tun und lassen können die Sender auch nicht, was sie wollen, dafür sorgen die Fernsehräte.
Sorry, aber es sind nicht die Fernsehgeräte, sondern nur noch die Haushalte/Handy`s, die zählen.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Die Gehälter im ö-re liegen meines Erachtens im Mittelfeld, wenn man sie mit Managergehältern in der freien Wirtschaft vergleicht. Der Intendant des WDR (größte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt) bekommt knapp 370.000€ pro Jahr.
Ich habe Dir den Link Zur Lottofee schon geschickt, also wieso hier kein einwandt?
Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Welcher Konzernchef gibt sich mit so wenig zufrieden?
Es kommt immer darauf an, was er dafür zu tun hat.



Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Es handelte sich um eine Gage für eine bestimmte Anzahl von Auftritten. Gagen sind frei verhandelbar. Warum verdienen Fußballer bis zu 100.000.000 pro Jahr, und keine regt sich auf? (Im übrigen glaube ich, dass die Lotterie das zumindest mit finanziert hat, bin mir da aber nicht sicher...)
Nö, jetzt bitte nicht auf andere Berufsfelder ausschweifen. Das hat nicht`s mit den Zwangsabgaben der Rundfunkanstalten zu tun. Ich kritisiere auch nicht den Gehalt von Zetsche. Denn ich muss Ihn nicht Zwangsweise finanzieren. Er bekommt seinen Gehalt von der Firma die er leitet und nicht durch Staatlich verordnete Abgaben., Die einer Steuer gleich zu setzen sind.
 
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Alt 14.01.2018, 20:20:45   #1823 (permalink)
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Zitat:
Zitat von All4you Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
...Fernsehräte...
Sorry, aber es sind nicht die Fernsehgeräte, sondern nur noch die Haushalte/Handy`s, die zählen.
Echt jetzt?

Zitat:
Ich habe Dir den Link Zur Lottofee schon geschickt, also wieso hier kein einwandt?
Hab ich was dazu geschrieben. "Gage/Honorar" ungleich "Gehalt"
Und das Geld kam von der Lotteriegesellschaft, NICHT vom ö-re Rundfunk...

Zitat:
Nö, jetzt bitte nicht auf andere Berufsfelder ausschweifen. Das hat nicht`s mit den Zwangsabgaben der Rundfunkanstalten zu tun. Ich kritisiere auch nicht den Gehalt von Zetsche. Denn ich muss Ihn nicht Zwangsweise finanzieren. Er bekommt seinen Gehalt von der Firma die er leitet und nicht durch Staatlich verordnete Abgaben
Aber das Aufgabenfeld ist gleich. Hier wie da wird ein großer Konzern geführt. Wer soll denn eine Rundfunkanstalt leiten? Was ist denn ein angemessenes Gehalt dafür? Die Finanzierung dieses Gehalts ist zweitrangig. Ich persönlich halte z.B. das Geschäftsmodell von Rheinmetall oder Heckler und Koch für extrem unmoralisch, aber warum sollten deren Chefs nicht gemäß ihrer Stellung entlohnt werden?
Zitat:
Die einer Steuer gleich zu setzen sind.
sind sie nicht...
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Alt 14.01.2018, 21:56:56   #1824 (permalink)
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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Hier kommen wir auf den Punkt: Du geht von DEINEM Medienbedarf aus und projezierst ihn auf die Allgemeinheit. Im Endeffekt geht es doch überhaupt nicht um die Frage, ob du ARD und ZDF siehst, sondern darum, ob du anderen, deren Vorlieben sich von deinen unterscheiden und deshalb durchaus das Angebot nutzen, dieses gönnst oder nicht. In meinen Augen ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein soziologisches Umlagesystem - ALLE zahlen ein und alle KÖNNEN es nutzen - müssen aber nciht.
Aber Du siehst es als wertvoll an, ich nicht.

Theroretisch könnten wir es ja dann mit der Hundesteuer auch so machen. Alle zahlen ein, ob sie einen Hund haben oder nicht. Jeder KÖNNTE ja einen haben. Oder um das Wort "Steuer" zu vermeiden, führen wir einfach eine neue Abgabe ein, meinetwegen die Langhaarfrisurabgabe. Jeder zahlt die, jeder KÖNNTE ja lange Haare tragen. Und wem genetisch bedingt die Haare ausgehen, der hat halt ebenso viel Pech wie der, der gar keinen Fernseher hat.

Ich meine, verstehst Du, worauf ich hinaus will? Du diskutierst ja gar nicht mit mir, ob der ÖR notwendig ist oder nicht. Auch nicht, ob er wichtig ist. Du argumentierst, dass es da schöne Sendungen gibt, die andere als ich gern sehen. Und rechtfertigst die Existenz damit, dass die ÖR nach Deinem Empfinden eine höhere Qualität haben als die Privaten. Nach meinem Empfinden ist dem aber nicht so und selbst wenn, dann beziehe ich das Privatangebot noch immer kostenlos, während ich für den ÖR ziemlich viel Geld bezahlen muss. Und immer, wenn mir jemand in die Taschen greift, schaue ich gern ganz genau hin, wofür. Einem geschenkten Gaul (Privatsender) schaut man eben nicht ins Maul (sollen sie doch senden, was sie wollen - notfalls schalte ich ab, kost' ja nix).

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Gefühlt 20 verschiedene parallele Tatort-Produktionen von den ARD-Stationen lassen sich doch nur rechtfertigen, weil JEDE Folge mindesten 6-8 Mio Zuschauer generiert. Würde zur selben Zeit eine Sendung laufen, die nur die Hälfte oder ein Viertel an Zuschauern generiert, wäre der Vorwurf, das man an den Sehgewohnheiten vorbei produziert.
Diesem Vorwurf sieht sich der ÖR doch ohnehin jetzt schon konfrontiert. Und es kann ihm auch egal sein, denn die Gebühren werden weiter eingezogen.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Und es ist ja nicht so, dass die ö-re nicht auf Änderungen im Sehverhalten reagieren: Die von dir angesprochenen großen Spielshows sind Geschichte. Weil sie heute nicht mehr funktionieren. Selbst die Formate, die in den privaten laufen, sind nicht mehr die überflieger.
Hier ist wieder die Argumentation, der ich gedanklich nur schwer folgen kann. Weil 6-8 Millionen Haushalte regelmäßig den Tatort schauen (warum auch immer), müssen rund 41 Millionen Haushalte die Abgabe zahlen. Und das soll dann fair sein aus welchem Grund?

Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Solidarprinzip. Vor allem bei Medizin und Pflege hat es nicht nur Sinn, sondern ist meiner Ansicht nach notwendig. Aber man muss nicht alles solidarisieren, vor allem nicht die Unterhaltung. Wenn man es dann doch macht, um beispielsweise die Nachrichten unabhängig zu halten und Bildungssendungen ausstrahlen zu können, die bei den Privaten tatsächlich fehlt, dann sollte man es dann aber auch dabei belassen, das Wort "Grundversorgung" endlich mal entsprechend klar definieren und die Höhe der Abgaben neu bemessen. Aber gerade Sachen wie "Tatort", also im Grunde eine "Crime-Serie", die es hundertfach bereits auf den Privaten gibt, ist nun wirklich keine "Grundversorgung", sondern Profitgier.

Nischenfernsehen für irgendwelche kleinen Interessengruppen gehören nicht mal gefühlt zur "Grundversorgung", egal wie man es dreht. Regionalfernsehen notfalls ja, aber auch hier sollte man sich dann auf das Notwendige beschränken: Nachrichten und Reportagen aus der Region.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
In meinen Augen sowohl als auch.
Das kann man auch wieder umdrehen: Kann es sein, dass nur diejenigen ein Fan der ÖR sind, die deren Sendungen in der Hauptsache konsumieren und ideologisch in der gleichen Spur sind?

Davon abgesehen: Politisch würde ich sagen: Nein. Da sind die ÖR ja auf einer Linie mit den Privaten. Die Nachrichten sind auch ähnlich oder sogar deckungsgleich sowohl in Thema, als auch der Aussage. Was Bildung angeht - ja, da hat meiner Meinung nach der ÖR die Nase vorn, obwohl beispielsweise ZDFnano auch nicht nur hoch komplexe Physik erklärt und auch viel Bullshit sendet. Aber insgesamt sind sie dann doch noch über dem Niveau der Privaten. Aber in puncto Unterhaltung (und das ist ja wohl mit Abstand der teuerste Posten) sind sie abgeschlagen.

Wobei die Diskussion hier fast überflüssig wäre, wenn man einfach dazu mal einen Volksentscheid machen würde. Ich weiß, wird gar nicht gern gesehen, wenn man Demokratie will. Aber der ÖR Rundfunk soll doch nur für das Volk sein, oder? Ist denn tatsächlich die Mehrheit der Deutschen für dieses Modell oder nicht? Ganz unabhängig davon, ob nun Unterhaltung wie Tatort, Musikantenstadl oder was weiß ich. Mit Nachrichten, Bildung, Sport, ... alles das jetzt auch zur undefinierten Grundversorgung gehört und aktuell 17,50 Euro/Monat kostet und spätestens 2021 über 19 Euro. Will die Mehrheit die ÖR oder nicht? Einfache Frage, simples Ja oder Nein und kein "Vielleicht, aber nur wenn...". Würde mich brennend interessieren.
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wißen sollte, daß er nicht fehlerfrei ist.
38 Nie fand ich so milden und kostfreien Mann, der nicht gern Gab' empfing.
Mit seinem Gute so freigebig Keinen, dem Lohn wär' leid gewesen.
134 Laster und Tugenden liegen den Menschen In der Brust beieinander.
Kein Mensch ist so gut, daß nichts ihm mangle, Noch so böse, daß er zu nichts nützt.
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Alt 14.01.2018, 22:40:50   #1825 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Photon Beitrag anzeigen
Ich meine, verstehst Du, worauf ich hinaus will? Du diskutierst ja gar nicht mit mir, ob der ÖR notwendig ist oder nicht. Auch nicht, ob er wichtig ist. Du argumentierst, dass es da schöne Sendungen gibt, die andere als ich gern sehen. Und rechtfertigst die Existenz damit, dass die ÖR nach Deinem Empfinden eine höhere Qualität haben als die Privaten. Nach meinem Empfinden ist dem aber nicht so und selbst wenn, dann beziehe ich das Privatangebot noch immer kostenlos, während ich für den ÖR ziemlich viel Geld bezahlen muss. Und immer, wenn mir jemand in die Taschen greift, schaue ich gern ganz genau hin, wofür. Einem geschenkten Gaul (Privatsender) schaut man eben nicht ins Maul (sollen sie doch senden, was sie wollen - notfalls schalte ich ab, kost' ja nix).
Ich reagiere genau auf die Vorwürfe, die du gegenüber dem ö-re geäußert hast: Einseitige Berichterstattung, Politikhörigkeit, dröges Programm, wenig innovativ. Das waren DEINE Kritikpunkte, die habe ich gekontert. In meinen Augen ergibt sich die Antwort auf die Frage doch: Ja, er IST notwendig UND wichtig, weil die privaten (aus Finanzierungsgründen) ein relativ breites Programmspektrum NICHT abdecken können und wollen, und in anderen mehr oder weniger starke (diesmal durch die Art und Weise der Finanzierung) Schwächen haben.

Zitat:
Hier ist wieder die Argumentation, der ich gedanklich nur schwer folgen kann. Weil 6-8 Millionen Haushalte regelmäßig den Tatort schauen (warum auch immer), müssen rund 41 Millionen Haushalte die Abgabe zahlen. Und das soll dann fair sein aus welchem Grund?
Weil die "uninteressierten" 34-36 Mio Haushalte irgendwann eine andere gebührenfinanzierte Sendung konsumieren. Die mag vielleicht nicht so teuer sein wie eine Tatort-Produktion, aber auch nicht so viele Zuschauer haben.

Zitat:
Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Solidarprinzip. Vor allem bei Medizin und Pflege hat es nicht nur Sinn, sondern ist meiner Ansicht nach notwendig. Aber man muss nicht alles solidarisieren, vor allem nicht die Unterhaltung. Wenn man es dann doch macht, um beispielsweise die Nachrichten unabhängig zu halten und Bildungssendungen ausstrahlen zu können, die bei den Privaten tatsächlich fehlt, dann sollte man es dann aber auch dabei belassen, das Wort "Grundversorgung" endlich mal entsprechend klar definieren und die Höhe der Abgaben neu bemessen. Aber gerade Sachen wie "Tatort", also im Grunde eine "Crime-Serie", die es hundertfach bereits auf den Privaten gibt, ist nun wirklich keine "Grundversorgung", sondern Profitgier.
Die Frage ist, warum man Unterhaltungsformen aus der Grundversorgung 'raushalten sollte oder muss.

Zitat:
Nischenfernsehen für irgendwelche kleinen Interessengruppen gehören nicht mal gefühlt zur "Grundversorgung", egal wie man es dreht. Regionalfernsehen notfalls ja, aber auch hier sollte man sich dann auf das Notwendige beschränken: Nachrichten und Reportagen aus der Region.
Gerade da bin ich anderer Meinung. Den gerade das Bedienen der Nische führt doch zu Vielfalt. Wenn immer nur dem Mainstream nachgerannt wird, sieht jedes Sendeschema irgendwann aus wie das von Sat1, RTL und Pro7. Hier sieht man doch, WAS Programm ohne Nische bedeutet

Zitat:
Das kann man auch wieder umdrehen: Kann es sein, dass nur diejenigen ein Fan der ÖR sind, die deren Sendungen in der Hauptsache konsumieren und ideologisch in der gleichen Spur sind?
Oh, ich fraternisiere also?
Meinetwegen. Ja, ich befürchte, dass ohne das öffentlich-rechtliche Fernsehen die Medienlandschaft nachhaltig schaden nehmen würde aus den oben (wiederholt) genannten Gründen. Nenne das Ideologie, wenn du willst, ich sehe es anders. Ich für meinen Teil kann auch gut (mit dem nicht allzukleinen) Teil des ö-re Programms leben (und ihn finanzieren), der mir von Interesse und Geschmack periphär am Heck vorbei geht.
Du ich finde auch, dass man deutlich Kosten-bewusster haushalten müsste und sicherlich mit den richtigen Einsparungen die Gebühren spürbar senken könnte.
Zitat:
Davon abgesehen: Politisch würde ich sagen: Nein. Da sind die ÖR ja auf einer Linie mit den Privaten. Die Nachrichten sind auch ähnlich oder sogar deckungsgleich sowohl in Thema, als auch der Aussage. Was Bildung angeht - ja, da hat meiner Meinung nach der ÖR die Nase vorn, obwohl beispielsweise ZDFnano auch nicht nur hoch komplexe Physik erklärt und auch viel Bullshit sendet. Aber insgesamt sind sie dann doch noch über dem Niveau der Privaten. Aber in puncto Unterhaltung (und das ist ja wohl mit Abstand der teuerste Posten) sind sie abgeschlagen.
Da bin ich sogar mit dir einer Meinung - Was in ARD und ZDF "Unterhaltungssendung" heißt, lässt bei mir auch die Fußnägel nach oben rollen... aber 8-12 Mio Zuschauer bei Musikantenstadl, Helene Fischer oder Carmen Nebel sind halt weder Ausdruck von grauseligem Niveau oder Erfolglosigkeit...

Zitat:
Wobei die Diskussion hier fast überflüssig wäre, wenn man einfach dazu mal einen Volksentscheid machen würde. Ich weiß, wird gar nicht gern gesehen, wenn man Demokratie will. Aber der ÖR Rundfunk soll doch nur für das Volk sein, oder? Ist denn tatsächlich die Mehrheit der Deutschen für dieses Modell oder nicht? Ganz unabhängig davon, ob nun Unterhaltung wie Tatort, Musikantenstadl oder was weiß ich. Mit Nachrichten, Bildung, Sport, ... alles das jetzt auch zur undefinierten Grundversorgung gehört und aktuell 17,50 Euro/Monat kostet und spätestens 2021 über 19 Euro. Will die Mehrheit die ÖR oder nicht? Einfache Frage, simples Ja oder Nein und kein "Vielleicht, aber nur wenn...". Würde mich brennend interessieren.
So wie beim Brexit? Wie objektiv könnte so eine Abstimmung denn laufen? Ich frage dich: gibt es irgend ein Argument, - irgend eins - dass deine Meinung ändern würde? So eine Volksabstimmung wäre eine Don Quichoterie - für die Befürworter. Weil für 60-70% der Gegner der Unterschied erst nach dem Ende sichtbar werden würde. Im Großteil der Fälle läuft die Argumentation der Gegner doch so ab: schau ich nicht - will ich nicht zahlen. Die Frage, in wie weit das ö-re die privaten Sender mäßigt oder beeinflusst, haben wir ja noch gar nicht erörtert. Du sagst ja selber - sie sind weitestgehend auf einer Linie. Glaubst du, es würde so bleiben? Ich denke, es könnte bei reinem Privatfernsehen zu einer Lagerbildung kommen wie in den USA: auf der einen Seite Links-liberale Sender, auf der anderen Seite rechts-konservative. In den 90ern galt SAT1 schon als "der Haussender Helmut Kohls" - dank der Freundschaft zwischen Kohl und Leo Kirch.

Geändert von darkkurt (14.01.2018 um 22:48:44 Uhr)
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Alt 14.01.2018, 23:53:33   #1826 (permalink)
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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Die Frage ist, warum man Unterhaltungsformen aus der Grundversorgung 'raushalten sollte oder muss.
Mit meiner mir lockeren Zunge geantwortet: Weil es Nutten auch nicht auf Rezept gibt.

Es mag ja von staatlicher Seite gern gesehen sein. Ein Volk mit Unterhaltung denkt weniger nach und beschwert sich seltener. Vergleiche "Brot und Spiele". Nun bin ich aber Volk und nicht Herr. Für mich ist Unterhaltung schön und gut, aber nicht Notwendig. Ich bekomme mich auch hervorragend ganz ohne TV beschäftigt. Davon ausgehend, dass die Menschen vor 100 Jahren sich auch nicht vor Langeweile den Strick genommen haben, unterstelle ich einfach mal, dass es auch heute bei jedem möglich wäre.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass der Staat auch andere Formen der Unterhaltung subventioniert, wie beispielsweise das Theater. Sicherlich ist Theater ohne Untertitel und Gebärdendolmetscher. Oper auch. Aber dem könnte man ja sogar noch bei kommen mit speziellen Versionen der aufgeführten Stücke. Außerdem gibt es eine ganze Fülle privater Angebote, wie Kinos und Bars. Also langweilig muss niemandem sein.

Und schon sind wir wieder beim Thema "Grundversorgung" und was ich darunter verstehe und was Du. Damit drehen wir uns im Kreis. Da kommen wir wohl auch nicht raus.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Gerade da bin ich anderer Meinung. Den gerade das Bedienen der Nische führt doch zu Vielfalt. Wenn immer nur dem Mainstream nachgerannt wird, sieht jedes Sendeschema irgendwann aus wie das von Sat1, RTL und Pro7. Hier sieht man doch, WAS Programm ohne Nische bedeutet
Hier drehen wir uns ärgerlicherweise auch im Kreis. Ja, ich stimme zu - DAS ist Vielfalt. Aber das macht keine Aussage zu Qualität oder Notwendigkeit. Du kannst auch ein Restaurant auf machen und hundert verschiedene Speisen kochen, die keiner isst. Das ist dann zwar vielfältig, aber weder notwendig, noch erfolgreich.

Ich sage es ganz deutlich: Ich finde das Programm von RTL/RTL2, Pro7, Sat1 und Tele5 zum Kotzen. Ganz furchtbar und völlig niveaulos. Hat ja auch seinen Grund, warum ich kein TV mehr habe. Aber ich sage auch: "So what?". Diese Sender orientieren sich daran, was das Volk sehen will. Sinken die Einschaltquoten und verlieren sie Marktanteile, fangen sie an zu experimentieren. Meist kommt dabei Müll raus, aber manchmal (ja, selten) auch eine Perle. Und die Sau wird dann geritten bis sie kein Geld mehr abwirft. Dann experimentieren sie wieder. Auch so entsteht Vielfalt, nur eben nacheinander und nach Wunsch des Publikums. Und das Beste daran: Alles für den Konsumenten kostenlos. Dafür muss er Werbung ertragen. Naja, das machen ja die meisten. Die stört es offensichtlich nicht mal, dass der "Super-Blockbuster" alle 10 Minuten für 5 Minuten unterbrochen wird.


Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Oh, ich fraternisiere also?
Mit dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk? Na vielleicht nicht gleich "fraternisieren", aber offensichtlich ja sympathisieren und in der Argumentationslinie zu kolaborieren Ist ja auch ok, sonst hätten wir ja hier nichts zu diskutieren.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
So wie beim Brexit?
Naja, ja

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Wie objektiv könnte so eine Abstimmung denn laufen? Ich frage dich: gibt es irgend ein Argument, - irgend eins - dass deine Meinung ändern würde?
Ist schwer, gebe ich zu. Einfach schon deshalb, weil ich für mich den Preis, den ich jeden Monat zahlen muss, direkt ins Verhältnis mit der Leistung setze, die ich bekommen kann und letztlich in Anspruch nehme.

Grundsätzlich gilt: Je billiger, desto sympathischer. Wenn kostenlos, bin ich kein Gegner mehr. Dann hat sich zwar am Prinzip noch immer nichts geändert, aber dann können sie produzieren was und für wen sie wollen. Es gilt im Umkehrschluss aber auch: Je teurer, desto kritischer werde ich. Ich meine, ich kaufe ja auch kein Ford Ka zum Preis eines Mercedes AMG und erfreue mich dann zwangsweise an dem hohen Fahrgastraumlautstärkepegel und der beklemmenden Sitzweise.

Ich folge aber auch Deiner Argumentation nicht, dass der ÖR einen wesentlichen und wichtigen Beitrag zur Medienlandschaft leistet. Nicht nur, weil ich problemlos darauf genauso verzichten kann wie auf das privat produzierte "Circus Halligalli" (und anderen Schrott), sondern weil ich nicht sehe, dass sich die Privaten irgendwie am ÖR orientieren (bzw. der ÖR das Gesamtniveau nennenswert in der Gesamtheit anhebt). Sie stehen in direkter Konkurrenz zu ihm und senden verzweifelt CSI:Irgendwo, in der Hoffnung, dass es genauso oder besser einschlägt als Tatort. Produzieren Game-Shows bis zum Abknicken, Reportagen, Dokus, Talksendungen (politisch und unpolitisch) und versuchen verzweifelt zu kopieren, was in den USA erfolgreich war/ist. Ich könnte auch argumentieren, dass wenn es keine Bildungssendungen des gehobenen Niveaus mehr in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen gäbe, würden auch die Privaten anfangen, entsprechende Formate zu produzieren. So schließen sie eigentlich nur die Nische zum Hauptschulabbrecher mit "Galileo" (Pro7), "Schau Dich schlau" (RTL2), "Einfach tierisch" (SuperRTL), "Planetopia" (SAT1) und - ich weiß nicht, vielleicht "GZSZ" von RTL Dann würde vielleicht "Alarm für Cobra 11" mehr Zuschauer haben und die Leute würden gar nicht merken, dass sie das oder "Kommissar Rex" schauen, statt Tatort.

Zitat:
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So eine Volksabstimmung wäre eine Don Quichoterie - für die Befürworter. Weil für 60-70% der Gegner der Unterschied erst nach dem Ende sichtbar werden würde.
Meiner Argumentation folgend wäre es genau umgekehrt: Die Befürworter würden, falls der ÖR abgewählt würde, erst merken, dass ihnen eigentlich gar nichts fehlt. Vielleicht nicht sofort, weil ja - einige Sendungen würden ja tatsächlich fehlen. Aber ich behaupte, dass diese Lücken wahnsinnig schnell von den Privaten geschlossen werden würden und schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit (wenige Monate) das Programmangebot das gleiche wäre.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Im Großteil der Fälle läuft die Argumentation der Gegner doch so ab: schau ich nicht - will ich nicht zahlen. Die Frage, in wie weit das ö-re die privaten Sender mäßigt oder beeinflusst, haben wir ja noch gar nicht erörtert.
Dann mach das doch mal bitte aus Deiner Sicht.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Du sagst ja selber - sie sind weitestgehend auf einer Linie. Glaubst du, es würde so bleiben?
Nein, glaube ich nicht. Will ich aber auch nicht.

Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Ich denke, es könnte bei reinem Privatfernsehen zu einer Lagerbildung kommen wie in den USA: auf der einen Seite Links-liberale Sender, auf der anderen Seite rechts-konservative. In den 90ern galt SAT1 schon als "der Haussender Helmut Kohls" - dank der Freundschaft zwischen Kohl und Leo Kirch.
Ja, das kann passieren. Und wird vermutlich auch genau so passieren. Na und? Ich meine - selbst jeder Deutsche weiß, dass beispielsweise FOX pro-republikanisch ist. Dieser Tage sogar Trump-treu. MSNBC ist selbst den Demokraten schon zu weit links. CNN ist weitestgehend liberal, ... usw. Das gleiche, was wir heute doch auch bei Zeitungen und Magazinen haben. Dann eben auch im Fernsehen.

An der Stelle die Frage: Wo stehen die einzelnen Sender des ÖR? Ich weiß es nicht. Ob nun der Intendant irgendwo mit Namen und Schuhgröße erwähnt wird, hilft mir dabei auch nicht weiter, sofern er nicht gerade ein bekanntes Parteimitglied irgendwo ist. Und selbst dann ist es nicht ganz klar, denn wir wollen mal nicht vergessen, dass auch ein Herr Gauland viele Jahre bei der CDU war, wie ein Herr Lafontaine bei der SPD. Ich hoffe also, dass der ÖR objektiv ist. Wenn er es nicht ist, woran merke ich das? Dann doch lieber klare Fronten.
Alte Edda, Havamal (Des Hohen Lied)
21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles
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38 Nie fand ich so milden und kostfreien Mann, der nicht gern Gab' empfing.
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Alt 14.01.2018, 23:56:47   #1827 (permalink)
Wasweissdennich
Hakuna Matata
Benutzerbild von Wasweissdennich

ID: 96572
Lose-Remote

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Zitat:
Zitat von darkkurt Beitrag anzeigen
Die Frage ist, warum man Unterhaltungsformen aus der Grundversorgung 'raushalten sollte oder muss.
Weil Unterhaltung eben ein privates Vergnügen ist und eben dafür eine Zwangsabgabe nicht zu rechtfertigen ist. Gibt genug Menschen in diesem Land die nicht genug Geld für ihren Strom, eine warmes Heim oder anständiges Essen haben -wie kann man denen sowas aufhalsen? Und dann ist die Summe für den Einkommensmillionär noch genauso hoch wie für diese Menschen die eventuell kaum ihre Miete bezahlen können aber sich aus guten Gründen fern halten wollen von staatlichen Leistungen.
 
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Alt 17.01.2018, 23:11:29   #1828 (permalink)
X-Reaper
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Na Ja
wenn man sieht wie viel die Mitarbeiter bekommen wundert es mich nicht wirklich das das Geld nicht ausreicht.

https://www.welt.de/kultur/medien/ar...i-der-ARD.html

Sekretärin verdient bis zu 6180 Euro
Auch andere Jobs bei der ARD sind vergleichsweise gut bezahlt. So erhält ein Kameramann oder eine Kamerafrau 2421 Euro bis 7691 Euro, ein Grafiker 2421 bis 6984 Euro pro Monat und eine Sekretärin oder ein Sachbearbeiter monatlich 2398 bis 6182 Euro. Auszubildende kommen auf einen Lohn von 694 bis 1020 Euro und Volontäre auf 1438 bis 2120 Euro.


---

Es gibt auch ehrmalige EuGh Richter die sich gegen den Rundfunkbeitrag aussprachen und klar stellten das es keine Vernünftige Rechtsprechung hier geben wird, da einfach der einfluss für den Rundfunkbeitrag zu hoch ist.
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Diese Signatur war zu groß ~ edit by Totte ~
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Alt 18.01.2018, 05:12:33   #1829 (permalink)
Photon
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Zitat:
Zitat von X-Reaper Beitrag anzeigen
Sekretärin verdient bis zu 6180 Euro
Was eigentlich schon jenseits von Gut und Böse ist. Also ich kenne nicht viele Leute, die überhaupt in diesen Regionen verdienen. Aber alle haben Führungspositionen.

Dass auch eine Sekretärin über 6000 Euro verdienen kann, wird vermutlich die zehn- oder hunderttausenden Sekretärinnen und Bürokauffrauen freuen, die in den letzten 10 Jahren freundlicherweise von der ARGE entsprechend umgeschult wurden... Ich habe das mal (gemein, wie ich manchmal bin) "meinem" Grafiker weitergeleitet. Der verdient aktuell 2900 Euro brutto mit 15 Jahren Berufserfahrung und freut sich bestimmt zu lesen, dass er da noch Luft nach oben hat bis zu knapp 7000 Euro im Monat...

Dieser Artikel wirft doch allerdings die Frage auf, was die Arbeit der KEF taugt. Weil diese Löhne ja im Grunde die aktuellen Löhne der Wirtschaft gut und gerne verdoppeln. Mit welchem Recht?
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21 Der Armselige, Übelgesinnte hohnlacht über alles
Und weiß doch selbst nicht was er wißen sollte, daß er nicht fehlerfrei ist.
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Mit seinem Gute so freigebig Keinen, dem Lohn wär' leid gewesen.
134 Laster und Tugenden liegen den Menschen In der Brust beieinander.
Kein Mensch ist so gut, daß nichts ihm mangle, Noch so böse, daß er zu nichts nützt.
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Alt 18.01.2018, 07:23:56   #1830 (permalink)
Marty
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Zitat:
Zitat von Photon Beitrag anzeigen
Was eigentlich schon jenseits von Gut und Böse ist. Also ich kenne nicht viele Leute, die überhaupt in diesen Regionen verdienen. Aber alle haben Führungspositionen.
Unsere Vorstandssekretärinnen (heissen eher Assistentinnen) liegen auch in einem Rahmen jenseits der 50.000 Euro pro Jahr. Immerhin haben die meist studiert, sprechen mehrere Sprachen, Zusatzqualifikationen und sind Geheimnisträgerinnen. Da steht ausserdem "Sekretärinnen und Sachbearbeiter" und "bis zu".

Zitat:
Dass auch eine Sekretärin über 6000 Euro verdienen kann, wird vermutlich die zehn- oder hunderttausenden Sekretärinnen und Bürokauffrauen freuen, die in den letzten 10 Jahren freundlicherweise von der ARGE entsprechend umgeschult wurden...
Wenn die sich um den Job bewerben und dann bekommen, verdienen die mit der passenden Qualifikation auch so viel Geld.

Ein Programmierer kann schliesslich in der freien Wirtschaft auch mit 30.000 Euro nach Hause gehen oder mit 200.000 Euro, je nach Qualifikation.

Im Übrigen sind das keine Geschenke, sondern verhandelte Tarifverträge.
baffi gefällt das.
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beitragsservice, gebühren, gez, rundfunk, rundfunkgebühr, rundfunkgebühren, shortnews, sommerloch, sommerurlaub, wiederholungen, zwangsabgabe

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