Eintrag #1132, 28.06.2020, 16:47 Uhr

So mies ist Tönnies...

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

 

normalerweise würden täglich bis zu 30.000 Schweine(!!!) bei Tönnies am Standort Rheda-Wiedenbrück getötet, zerlegt und weiterverarbeitet - blutige Arbeit im Akkord.

 

Um Lohnkosten zu sparen, kommen viele der Mitarbeiter*innen aus dem osteuropäischen Ausland, werden in engen Bleiben untergebracht, für die sie auch noch teuer bezahlen müssen!  Abstand halten und Hygienemaßnahmen einhalten wird da praktisch unmöglich.

 

Dies ist kein skandalöser Einzelfall, sondern eher ein tiefsitzendes Geschwür, welches das kranke System “Billigfleisch” offenlegt. 

Während für die meisten von uns die Lockerungen der Corona-Pandemie gelten, stehen die Kreise Gütersloh und Warendorf seit dem 23. Juni wieder unter einem Lockdown. Hier leben die Mitarbeiter*innen des Schlachtbetriebs der Firma Tönnies. Zuletzt waren 1.500 von ihnen positiv auf das Virus getestet worden, der Schlachtbetrieb wurde erst einmal für zwei Wochen eingestellt. Die gesamte Belegschaft steht unter Quarantäne. 

Auch aus anderen Schlachthöfen werden vermehrt Neuinfektionen gemeldet. Inzwischen ist mit der Firma Wiesenhof auch der größte Geflügelschlachter Deutschlands von Corona-Infektionen betroffen.  

 

Wie ist so etwas überhaupt möglich? Gibt es nicht Regelungen, Vorschriften und Gesetze, die solche Zustände unmöglich machen?

 

Sollte man meinen, ist aber nicht so.

 

Sowohl Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) als auch ihre Vorgänger haben - man kann es einfach nicht anders sagen - total versagt. Jahrelang haben sie nötige Reformen verschleppt, blockiert und auf freiwillige Besserung der Branche gesetzt.

 

Damit muss jetzt Schluss sein.

Arbeitsbedingungen sollen zwar zukünftig verbessert werden, Werkverträge nicht mehr erlaubt sein, das hat das Bundeskabinett beschlossen. Doch das reicht nicht aus.

 

Das System Billigfleisch muss grundlegend verändert werden.

 

Wir fordern daher Frau Klöckner auf, noch in dieser Legislaturperiode, den Umbau der Tierhaltung anzugehen:

Sie muss endlich geltendes Tierschutzrecht in den Ställen durchsetzen.

Sie muss mit einer verbindlichen Haltungskennzeichnung Transparenz für Verbraucher*innen schaffen, die kein Fleisch aus tierquälerischer Haltung kaufen wollen.

Und sie kann mit einer zweckgebundenen Tierwohl-Abgabe noch in dieser Legislaturperiode eine sichere finanzielle Basis für die gezielte Förderung von Investitionen für mehr Tierwohl in den Ställen schaffen.

 

Sie sind so entsetzt wie ich und wollen Frau Klöckner Ihre Meinung sagen? Dann tun Sie das bitte.

 

Mit einem Tweet können Sie ihr mitteilen, was Sie von ihr erwarten.

 

Schreiben Sie Frau Klöckner über Ihre Facebook-Seite, auf Instagram oder per Mail.

So erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Frau Klöckner, damit sie endlich handelt!
Ich bedanke mich für Ihre aktive Unterstützung!

 

Stephanie Töwe-Rimkeit
Fachkampaignerin Agrarwende bei Greenpeace

 

(Vielen Dank auch von veggiewombat)

 

Greenpeace e. V.
Hongkongstraße 10
20457 Hamburg

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