Eintrag #153, 25.11.2020, 23:01 Uhr

Nö, so nicht!

Nachdem alle Unkenrufe sich als Wahrheit rausgestellt haben - bis auf den des möglichen Böllerverbots -, war es richtig, mit unseren Bands EINEN gemeinsamen Hausstand zu gründen. Wir werden uns von den Politikern weder das Proben noch das Konzertieren verbieten lassen.

 

"Liebe" Ministerpräsidentenkonferenz, "liebes" Bundeskanzleramt, verarschen können wir uns selber, dazu brauchen wir euch nicht. Ihr könnt uns mal im Mondschein begegnen.

 

Nein, wir sind keine Coronaleugner und auch keine -verharmloser, wir können nur unser eigenes Risiko und das um uns herum besser abschätzen als ihr Politiker in euren Elfenbeintürmen a.k.a. Staatskanzleien/Kanzleramt. Es geht nicht an, uns Vernünftige in Mithaftung für die paar Covidioten genommen werden, die ALLE Schutzmaßnahmen ablehnen, auf ihren Versammlungen alle Regeln brechen, damit massiv ihre Mitmenschen gefährden.

 

Wir haben bei unseren bisherigen Konzerten und Proben Abstand gehalten, Masken getragen - außer halt am Mikrofon, aber das macht die Bundeskanzlerin ja genauso -, selbstverständlich Handhygiene betrieben (das machen Gitarristen automatisch, auch ohne Corona), haben sogr Schutzwände zwischen uns und das Publikum gestellt. Auch das Publikum hat Abstand gehalten, Masken getragen. NIEMAND hat sich bei unseren Proben und Konzerten mit dem Coronavirus angesteckt. Den Arschtritt als Dank dafür nehmen wir nicht einfach hin.

 

Uns geht es garantiert nicht ums Geldverdienen. Das wurde uns schon mit den ersten Coronamaßnahmen im Frühjahr unmöglich gemacht. Jetzt geht es drum, uns und anderen Menschen ein kleines Stückchen Lebensfreude zu erhalten, auf dass hier mmöglichst keiner schwermütig wird. Wo körperliche Distanz nötig ist, ist menschliche Nähe umso nötiger.

 

Die Nachbarn werden morgen informiert, dass wir wieder in "meinem" Garten spielen werden. Die Stromversorgung muss organisiert werden, denn das geht nicht ohne Verstärkertechnik. Das Publikum wird wieder auf den Balkonen bleiben müssen. Wenn das nötig und erwünscht ist, werden wir im Viertel durch die Gärten/Hinterhöfe ziehen und eben an JEDEM Häuserblock spielen. Mit Abstand ist das nicht verbietbar.

 

Das Kinderhospiz scheut die Konfrontation mit den Behörden nicht. Man will uns wieder einladen und prüft die rechtlichen Gegebenheiten dafür. ich schwöre beim Andenken meiner Ahnen, dass wir an Weihnachten im Kinderhospiz zu sehen und zu hören sein werden - egal wie. Der Solidarität aller hiesigen Musiker und Bands kann ich mir sicher sein, das haben alle Kontakte der letzten Tage ergeben. Da schert vom Amateur bis zum Semi-Profi NIEMAND aus.

 

Zum ersten Mal in meinen 43 Musiker-Jahren erlebe ich die uneingeschränkte Solidarität der örtlichen Musiker-Szene von der Klassik-Geigerin bis hin zur Heavy-Metl-Band. Dafür bin ich zutiefst dankbar, es stimmt mich nur traurig,, dass es dafür eines solch fiesen Virus bedarf. Mit solcher Solidarität hätte man in den letzten Jahrzehnten viel Kultur aus der Politik rauspressen können, die lieber auf sinnlose - aber teure - Prestigeprojekte gesetzt hat, was nur den "oberen Zehntausend" zugute gekommen ist.

 

Jetzt ist Schluss mit lustig.

 
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