Eintrag #79, 11.02.2020, 19:26 Uhr

Moslem-Erlebnis (lange her)

Einer meiner Jobs, um mir das Studium zu finanzieren, war es auf einer Autobahnraststätte das dortige Klo zu putzen. Das wird sehr gut bezahlt. Kleine Anekdote aus dieser Zeit:

Ein Niederländer mit Turban und Vollbart kommt und fragt mich - in einer liebenswerten Mischung aus Deutsch und Niederländisch -, ob er einen Karton, ein Stück Pappe oder sowas haben kann. Er fragt freundlich, also bekommt er einen zusammengelegten Karton von mir. Er geht zum Waschbecken, wäscht sein Gesicht, seine Hände und seine Füße, nimmt den Karton und geht hinter das Klo-Häuschen. Durch das offene Fenster höre ich: "Allah il Allah ..." - mehr habe ich nicht verstanden, ich bin für mein Arabisch nicht gerade berühmt.

Danach kommt er wieder, gibt mir freundlich lächelnd den Karton zurück und bedankt sich, dass er beten durfte, nennt mich einen guten Menschen. Ich habe ihm dann kurz erklärt, dass ihn ihn zunächst für einen Hindu wg. des Turbans gehalten habe.

Er. "No, I'm following the Prophet Mohammed."
Ich: "And may he always follow you on each of your ways."
Shake hands.

Es ist scheißegal, an wen oder was ich glaube. Ich kann jedermans Glaube respektieren und gutheißen, solange dieser Glaube aus Liebe, Beten und Hoffnung besteht. Jemanden, der sich zum Gebet niederkniet und dann noch verbeugt, den tritt man gefälligst nicht in den Arsch!

 
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