Eintrag #1045, 09.04.2020, 17:10 Uhr

Lebendtiermärkte verbieten!

von Frau Vera Wittke

Animal Equalitiy

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https://animalequality.de

 

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

 

Aufgrund einer weltweiten Pandemie durchleben wir alle aktuell eine Zeit, die beispiellos in der Geschichte ist.

 

Doch wie hängt das mit Animal Equalitys Arbeit zusammen?

 

Lebendtiermärkte sind nicht nur grausame Orte für Tiere, sie bringen auch erhebliche Risiken für die öffentliche Gesundheit mit sich. Wissenschaftler*innen vermuten, dass in solchen Märkten der Ursprung von Pandemien wie SARS und COVID-19 liegen könnte:

 

“Die Tiere wurden über große Entfernungen transportiert und sind in Käfigen zusammengepfercht. Sie sind gestresst und immunsupprimiert und scheiden alle Krankheitserreger aus, die sie in sich tragen. (...) Durch die große Zahl an Menschen, die sich auf dem Markt befinden und in engem Kontakt mit den Körperflüssigkeiten dieser Tiere stehen, ist es eine ideale Rührschüssel für die [Krankheits-]Entstehung. Wenn Sie ein Szenario zur Maximierung der Chancen auf [Übertragung] haben wollten, könnte ich mir keine bessere Methode dafür vorstellen.”, sagt Professor Andrew Cunningham von der Zoological Society of London in einem Interview mit der Zeitung The Guardian.

 

In den vergangenen Jahren veröffentlichte Animal Equality immer wieder Videomaterial von Lebendtiermärkten in Indien, Vietnam und China.

 

Diese sogenannten “wet markets” (zu deutsch “nasse, feuchte Märkte”) erhalten ihren Namen teilweise von dem Blut, dass die Böden der Verkaufsstände durchtränkt, nachdem die lebendigen Tiere dort direkt vor den Augen der Käufer*innen geschlachtet werden. Auf diesen Märkten sind Tiere brutalen Bedingungen ausgesetzt und werden vor Ort getötet – häufig ohne Tierschutz-, Gesundheits- oder Hygienebestimmungen – um anschließend zum Verzehr oder als Zutat in vermeintlichen Heilmitteln verkauft zu werden.

 

Doch das ist noch nicht alles ...

 

Auf Lebendtiermärkten treffen "Haus"-, "Nutz"- und "Wildtiere" aufeinander, die sich in der Natur niemals unter solchen Umständen begegnen würden.

 

Fledermäuse, Schleichkatzen, Füchse, Kamele, Kaninchen, Strauße, Ratten, Ziegen und Hunde befinden sich auf der langen Liste von Tieren, die auf Lebendtiermärkten zusammenkommen. Der illegale Handel von Schuppentieren blüht auf diesen Märkten, obwohl die bedrohte Tierart in vielen Ländern sowie international unter Schutz steht.

 

Die Tiere werden oft auf engstem Raum in kleinen Käfigen übereinander gestapelt: ein perfekter Nährboden für die Übermittlung von Krankheiten, die unter Umständen zu Epidemien und Pandemien führen können.

 

Obwohl sich einige Länder bereits offen gegenüber einem Handels- und Konsumverbot von Wildtieren und Exoten zeigen, treten diese neuen Regelungen oft nur für einen gewissen Zeitraum in Kraft. Inwieweit die Einhaltung der Verbote überhaupt überprüft wird, ist unklar.

 

Es reicht nicht aus, das Verbot nur in einigen Ländern einzuführen, um das Risiko weiterer Pandemien deutlich zu verringern: Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir eine weltweit einheitliche Strategie.

 

Bitte unterzeichnen und teilen Sie die Petition mit so vielen Menschen wie möglich. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.

 

Herzliche Grüsse

Vera Wittke

 

(Und natürlich auch Vielen Dank von veggiewombat an alle Klammies, die diese Petition unterzeichnen.)

 
 (68) roesle
 (51) k3552
 (??) yaki
 (??) Madkev
 (34) Angelserenader
 (??) Joerg1
 (47) Cyberdelicate
 (??) wimola
 (34) barank
 (60) Husky09

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