Eintrag #1002, 08.03.2020, 13:52 Uhr

Bayern: Keine Achtung vor der Kreatur

Hallo liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund, 

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­ Bayern ist unser größtes Bundesland, ist größter Nettozahler im Länderfinanzausgleich. Das Land prosperiert und doch zieht sich hier eine Linie der Respektlosigkeit gegenüber unseren Mitgeschöpfen von den Forsthochschulen bis in die Ministerien. 

Eine erste Idee von dem, was in Bayern in Sachen Jagd abgeht, haben Sie ja vielleicht im Rahmen unserer Petition zur Schonzeit für Füchse an die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) mitbekommen: Das Bundesjagdgesetz untersagt zwar die Jagd auf Elterntiere ab der Setzzeit bis zur Selbständigkeit der Kleinen - in Bayern scheint das aber keine Rolle zu spielen. Zumindest werden Jahr ein, Jahr aus just zu der Zeit die größten Fuchsjagden in Bayern unternommen, zu der die Rotpelze ihre Jungen bekommen. In München wird der Hunger- und Erfrierungstod der Welpen billigend in Kauf genommen.
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Aber es ist noch viel schlimmer: Für Waschbären, Marderhunde und Kaninchen hat man im Süden der Republik gleich die geltenden Gesetze außer Kraft gesetzt: Zur Waidgerechtigkeit - die unbedingte Voraussetzung für die Jagd ist - gehört es - wie im Paragrafen 22, Absatz 4 des Bundesjagdgesetzes formuliert, Elterntiere zu den Geburtsterminen und der Zeit der Aufzucht der Jungtiere von der Jagd zu schonen. In Bayern dagegen dürfen die Elterntiere der oben genannten Arten jederzeit von Jägern getötet werden. 

Sagt Ihnen "Wald vor Wild" etwas? Das ist die Devise des seit 2005 geltenden Bayerischen Waldgesetzes. Waldbesitzer,
 
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Förster, Verfechter der "ökologischen Jagd" und Bündnis90/Die Grünen glauben daran, dass nur genug Rehe erschossen werden müssen, damit der Waldumbau vom Holzacker zum Mischwald gelingt. Lehrende der Forsthochschule Weihenstephan in Freising werden mit tierverachtenden Parolen zitiert, wie: „Nur ein totes Reh ist ein gutes Reh“ oder „Beim Reh brauchst du nicht hinschauen, was es ist. Hauptsache du machst den Finger krumm“.

In einem ausführlichem Bericht „Von der Hochschule bis ins Ministerium - keine Achtung vor der Kreatur" erfahren Sie was ein langjähriger Jäger meint mit seinem Statement: „Staatsforst, Fürst und so manche Jagdgenossenschaft scheren sich einen Dreck um Rechtsnormen.“

 

Aus dem Newsletter von Lovis Kauertz
Wildtierschutz Deutschland e.V.

 

Bayern: Von der Hochschule bis ins Ministerium - keine Achtung vor der Kreatur

 
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