Warum gibt es bisher das bedingungslose Grundeinkommen noch nicht?

porske · 14. Juni um 13:33

Erwiesen nach mehreren Testläufen ist ja das die Arbeitslosen Zahlen eher sinken als steigen und es generell für den Staat günstiger wäre jedem Einwohner pauschal monatlich 1000 Euro zu zahlen als das jetzige wesentlich teurere Sozialsystem beizubehalten.

 

Warum gibt es das also noch nicht?

 

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s125817 · 14. Juni um 14:19 · 1x hilfreich
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Auch wenn das wie eine Verschwörungstheorie klingt: Geld bzw. die Angst um Geld/Arbeitsplatz erlaubt Kontrolle. Das BGE hingegen bedeutet Freiheit.

 

Und die Finanzierung ist geklärt. Jeder Wirtschaftswissenschaftler im ersten Semester kann sich ausrechnen, daß niemand mehr als durchschnittlich zwei Stunden am Tag arbeiten müßte, um das BGE zu finanzieren.

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Wuestengecko · 15. Juni um 08:10 · 0x hilfreich

man weiß noch nicht genau, wie das BGE finanziert werden soll.

ichbindrin · 14. Juni um 21:31 · 2x hilfreich

Die bevorstehende Bundestagswahl bietet übrigens die Möglichkeit das Thema nach vorne zu bringen: http://www.buendnis-grundeinkommen.de

 

Und weiterhin gibt es das Projekt, mit dem wir bereits ohne die Bundespolitik das BGE ausprobieren können: https://www.mein-grundeinkommen.de/

 

Also, Mut und Vertrauen! Weder wird die Welt untergehen noch die Gesellschaft zusammenbrechen, wenn wir ein BGE hätten, auch nicht wenn es scheitern würde und erst recht nicht, wenn es nur darum geht als Regierung die bloße Erarbeitung einer Umsetzung zu starten. Ein totaler Umstieg von heute auf Morgen würde eh nicht erfolgen, sondern eine Schrittweise Annäherung, die genug Spielraum für Anpassung und Modifikation erlaubt.

 

Weg mit der Angst und Überheblichkeit, dass wir moralisch überlegene BGE-Nutzer wären, aber der Versuch nicht lohnt, da er schon dadurch zum Scheitern verurteilt ist, weil unsere bösen Mitmenschen es ausnützten.

ichbindrin · 14. Juni um 21:29 · 1x hilfreich

Es gibt in Deutschland noch kein BGE, weil wir als Bevölkerung noch nicht bereit dafür sind. Die Finanzierung ist zweitrangig, es kommt ja nicht einmal dazu, dass diese auf (entscheidender) politischer Ebene diskutiert und erörtert wird.

 

Wir leben in einer Kultur, in der sich die Menschen durch ihre Arbeit definieren. Was ist nach Namen und Alter das, was wir gefragt werden oder von uns selber mitteilen, wenn wir uns Fremden vorstellen? Wir sind unser Beruf.

 

Die Bildung und Erziehung ist darauf ausgerichtet ein arbeitendes Mitglied der Gesellschaft zu werden, um sich sein Leben, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und damit verbunden ist ein ständiger Wettbewerb und Wettkampf. Neid und Missgunst spielen eine große Rolle. Glauben wir den zahlreichen Umfragen, dann würde fast jeder trotz Erhalt eines BGEs weiterhin arbeiten gehen. Und eine ebenfalls große Zahl an Befragten behaupte, dass viele ihrer Mitmenschen nicht mehr arbeiten würden. Selbst wenn, wäre das überhaupt ein Problem?

Mehlwurmle · 14. Juni um 14:25 · 0x hilfreich

Bei der Einführung eines Mindesteinkommens wird es aber zwangsläufig nicht mehr die jetzige Einnahmensituation der öffentlichen Kassen geben.

Bei den Annahmen (bisher ja eher Theorien, als praktisch unterlegt) geht man ja davon aus, dass die Menschen größtenteils so weiterarbeiten wie bisher und die Mehreinnahmen verkonsumieren.

Dies sehe ich so nicht kommen. Eher wird es zu Arbeitszeitreduktionen kommen, die sicherstellen, dass man durch das Mindesteinkommen bei gleichem oder leicht besserem Lebensstandard landet, halt mit mehr Freizeit.

Weniger Arbeit =  Weniger Steuern und Sozialabgaben.

Um zu sehen, wie sich die Menschen wirklich verhalten, sollte man das Mindesteinkommen an eine Gruppe dauerhaft vergeben die dem Bevölkerungsdurchschnitt entspricht. Und dann aller paar Jahre auswerten, wie sich Arbeitszeit und Einkommen entwickeln. Dann hat man belastbare Zahlen, wie sich die Bevölkerung wahrscheinlich verhalten wird und kann seine Annahmen auf Realitätstauglichkeit prüfen.

s125817 · 14. Juni um 14:19 · 1x hilfreich
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Auch wenn das wie eine Verschwörungstheorie klingt: Geld bzw. die Angst um Geld/Arbeitsplatz erlaubt Kontrolle. Das BGE hingegen bedeutet Freiheit.

 

Und die Finanzierung ist geklärt. Jeder Wirtschaftswissenschaftler im ersten Semester kann sich ausrechnen, daß niemand mehr als durchschnittlich zwei Stunden am Tag arbeiten müßte, um das BGE zu finanzieren.

porske · 14. Juni um 14:02 · 0x hilfreich

Aber bei der aktuellen Steuer und Einnahmen Situation wäre so ein Grundeinkommen billiger für den Staat als das jetzige Sozialsystem

Axxeva · 14. Juni um 13:55 · 0x hilfreich

Weil die finanzierungsfrage nicht geklärt ist. Bei uns in der CH ebenfalls ein riesen Thema - aber keiner bringt ordentliche Vorschläge zur finanzierung. 

papasslf58 · 14. Juni um 13:44 · 0x hilfreich

1. Diese sog. Testläufe sagen absolut nichts aus, da sie viel zu klein angelegt waren (sind).

2. Wie man das bezahlen soll, ist auch umstritten, zuletzt hat sich Bill gates gegen ein BGE ausgesprochen, zum jetzigen Zeitpunkt, auch er hält die Finmazierung für ncoh nciht geklärt.

 
 

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