Kündigung nach Anstiftung zur Straftat?

porske · 25. Juni um 12:29

Person A wurde von seinem Arbeitgeber beauftragt Produkte mit NS Symbolen herzustellen damit ein Freund des Chefs irgendwelche Papiere fälschen kann um irgendwas als original zu verkaufen.

Person A weigerte sich zunächst das zu tun und ihm wurde mit einer Kündigung gedroht.

 

Aus Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes hat er es trotzdem getan und sich somit strafbar gemacht.

 

Nach längerer Überlegung möchte Person A nun selbst fristlos kündigen und NACH der Kündigung den Arbeitgeber und sich selbst anzeigen.

 

Muss Person A in diesem Fall mit einer Sperrzeit vom Arbeitsamt rechnen oder würde er mit dieser Begründung damit durchkommen?

Kennt sich jemand mit sowas aus?

Antworten

Wuestengecko · 26. Juni um 08:11 · 0x hilfreich

so ein komplexer Sachverhalt sollte per Anwalt geklärt werden. Und auch beim Arbeitsamt besprochen werden.

kiritiano · 25. Juni um 16:53 · 0x hilfreich

Das ist ein sehr komplexer Sachverhalt der sowohl ins Strafrecht , ins Arbeitsrecht und auch ins Sozialrecht greift.  Frag lieber mal bei der Gewerkschaft oder einem fachkundigen Anwalt nach.

s125817 · 25. Juni um 14:54 · 0x hilfreich

Wie ein Freund, der beim Arbeitsamt arbeitet, mal gesagt hat: Niemals selbst kündigen.

 

Bezüglich der Anzeige: Den Chef anzeigen (Anstiftung zur Straftat, Verwendung/Herstellung verfassungwidriger Symbole, Nötigung - §§ 26, 86a, 240 StGB); sich selbst muß man nicht anzeigen, erst recht nicht gegen sich selbst aussagen. Im Zweifelsfalle wird die Polizei/Staatsanwaltschaft zwar Fragen stellen, aber da muß die Belehrung über das Zeugnisverweigerungsrecht vorausgehen.

 

Arbeitsamt: In einem solchen Falle konkret beim Arbeitsamt beraten lassen, Zeugen mitnehmen oder alles schriftlich bestätigen lassen. Es kommt manchmal drauf an, wen man vor sich sitzen hat, obwohl man am Ende vielleicht trotzdem Recht bekommt. Aber man kann sich im Vorfeld viel Ungemach ersparen.

 

Und ganz allgemein: einen Anwalt fragen (anwaltsuche.de oder ähnliches). Der wird den Fall - hoffentlich - rechtssicher durchbringen, auch die Abfindung. Notfalls, gerade bezüglich der Strafbarkeit, wird auch die Polizei Auskunft geben.

Mehlwurmle · 25. Juni um 14:01 · 0x hilfreich

Ich würd eher dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass man die Produktion dieser Symbole nicht (mehr) mit seinem Gewissen vereinbaren kann und diese daher ablehnt.

Der Arbeitgeber sollte zur Zuteilung anderer Aufgaben schriftlich aufgefordert werden.

 

Wenn er dies unterlässt oder dann das Arbeitsverhältnis kündigt, hat Person A wenigstens etwas in der Hand und kann ggfs. noch eine Abfindung einklagen.

 

Kündigt er selber, so besteht immer die Gefahr, dass eine Sperrzeit verhängt wird. Außer natürlich er hat unverrückbare und gerichtsfeste Beweise für die Anschuldigungen (z. Bsp. schriftliche Aufforderung zur Herstellung der Symbole). Er verliert zudem den Anspruch auf eine Abfindung (gerade bei solchen Geschäftsgebahren sollte man dem Arbeitgeber nicht noch unnötig Geld "schenken").

tweety1987 · 25. Juni um 13:55 · 0x hilfreich

der chef wird aber wohl oder übel eher auf einen aufhebungsvertrag gehen und dann hat man ne amrsperrzeit. da muss man vorsichtig sein

papasslf58 · 25. Juni um 13:51 · 0x hilfreich

Dann ist es doch besser den Chef und sich selbst anzuzeigen und sich dann fristlos kündigen zu lassen !!

 

Außerdem natürlich noch ne Anzeige an den Chef wegen Nötigung

tweety1987 · 25. Juni um 13:50 · 0x hilfreich

hallo. habe schnell eine freundin telefoniert die im arbeitsamt arbeitet telefoniert und ihr es vorgelese, besser wäre es, erst die anzeige schalten, mit papiere von der polizei/anwalt wegen anzeige zum arbeitsamt zu gehen und dieses schreiben vorlegen und um hilfe bitten.

sie sagte das da eine fristlose möglich ist, auf grund des vorfalls, am rand gestellt ist auch eine normal kündigung, aber da is die einhaltung von der kündigungsfrist einzuhalten. was aus menschlicher sicht nach ihrer aussage lieber nicht getan werden sollte. aber mit papiere von der anzeige und schilderung, wird auf sperre verzichtet.

 
 

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