Hat man beim Minijob Anspruch auf Krankengeld?

sibelkes · 08. April um 00:55

Ein Bekannter von mir hat Streit mit seinem Arbeitgeber. Er ist doch ziemlich schwer erkrankt und das schon seit mehr als 6 Wochen. Der Minijobarbeitgeber ist der Meinung, dass ihm kein Krankengeld zusteht nach 6 Wochen. Er will deshalb keine Anträge bei der Krankenkasse stellen.

Stimmt das, dass nach 6 Wochen beim Minijob kein Krankengeldanspruch besteht?

 

Antworten

Marcoblue · 11. April um 19:34 · 0x hilfreich

Auch für Minijobber gilt: Wer längerfristig erkrankt, erhält von seinem Arbeitgeber über einen Zeitraum von sechs Wochen eine Lohnfortzahlung. Dafür muss der Jobber mindestens vier Wochen durchgängig beschäftigt gewesen sein. Die Höhe der Fortzahlung hängt von der Arbeitszeit ab, die durch die Krankheit ausgefallen ist. Dabei zählen Überstunden mit. Wenn die Arbeitszeit schwankt, zählt die Arbeitszeit der vergangenen 12 Monate. Wer auf Abruf arbeitet oder nicht weiß, wie viele Stunden er ohne die Krankheit hätte arbeiten müssen, muss ebenfalls den Zwölfmonatszeitraum wählen.

Endet die Zeit der Lohnfortzahlung durch den Auftraggeber, steht der Minijobber ohne Krankengeld und ohne Einkünfte da, falls er noch länger krank ist. Gegen die Krankenkasse hat er keinerlei Anspruch auf Krankengeld. Der Grund: Bei einem Minijob ist der Arbeitnehmer nicht selbst regelmäßig krankenversichert. Die meisten Personen sind hier familienversichert. Für einen Großteil der Minijobber endet also die Verdienstversicherung bei Eintreten eines Krankheitsfalls nach der Lohnfortzahlung durch ihre Arbeitgeber.

Bonze66 · 10. April um 18:22 · 1x hilfreich

Meines Wissens gibt es nach 6 Wochen für Minijobber nichts mehr

porske · 10. April um 16:34 · 0x hilfreich

Nein, ein Minijob ist nicht Sozialversicherungspflichtig, somit hast du Anspruch auf überhaupt nichts

Seven7 · 08. April um 23:53 · 0x hilfreich

definitiv ja, ich hatte mir bei einem minijob auf der arbeit bei einem sturz einen bänderriss geholt.

ich bekam krankengeld. 4wochen lang. musste es leider einklagen. aber wozu gibt es prozesskostenhilfe und beratungshilfe :D

s125817 · 08. April um 11:23 · 0x hilfreich

Einfacher Trick von Stiefvater Staat: Wer wie beim Minijob nicht in die Krankenversicherung einzahlt, hat auch keinen Anspruch auf Leistungen.

Mehlwurmle · 08. April um 09:57 · 2x hilfreich

Welche Leistungseinschränkungen gelten für Minijobber?

Im Gegensatz zu Arbeitnehmern in versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen haben Minijobber keinen Anspruch auf Krankengeld. Der Arbeitgeber leistet im Krankheitsfall die gesetzliche Lohnfortzahlung von bis zu sechs Wochen. Besteht die Arbeitsunfähigkeit danach noch fort, besteht kein Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse für eine Lohnersatzleistung.
In diesem Fall sind dann Leistungen zur Grundsicherung bzw. ALG II zu beantragen.
Wichtig:Der Anspruch auf Krankengeld geht auch dann verloren, wenn der Minijob nur als Zweitbeschäftigung neben einem sozialversicherungspflichtigen Job ausgeübt wird.

 

Quelle: http://abc-der-krankenkassen.de/minijob.htm

 

http://www.lohn-gehaltsabrechnung.com/informationen-zu-thema-krankengeld-beim-minijob/

karl.stein · 08. April um 06:17 · 1x hilfreich

Lohnfortzahlung 6 Wochen ja ABER MEHR NICHT:

 
 

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