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Zwölf Guantánamo-Gefangene in Heimatländer gebracht

Gefangenenlager GuantanamoGroßansicht
Washington (dpa) - Die USA haben zwölf Gefangene aus dem Lager Guantánamo Bay auf Kuba entlassen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt.

Wie das Washingtoner Justizministerium am Sonntag mitteilte, wurden am Wochenende vier Häftlinge nach Afghanistan geflogen, sechs in den Jemen und zwei nach Somaliland, das völkerrechtlich zu Somalia gehört. Dem Schritt sei eine sorgfältige Prüfung der einzelnen Fälle vorausgegangen - insbesondere eine Einschätzung, ob die Männer weiterhin eine Sicherheitsbedrohung darstellten, hieß es in der knappen Mitteilung des Ministeriums.

Nach dem jüngsten Transfer befinden sich noch etwa 200 Gefangene in Guantánamo Bay. US-Präsident Barack Obama will das Lager möglichst bald schließen. Er sucht aber noch Aufnahmeländer für Insassen, die nach US-Beschluss freigelassen werden sollen. Die restlichen Gefangenen will das Justizministerium auf amerikanischem Boden vor ordentliche Gerichte oder Militärtribunale stellen. Ein Teil soll aber auch ohne Prozess festgehalten werden, weil die Beweise für einen Prozess nicht ausreichen, die Gefangenen laut US-Einschätzung aber eine Gefahr darstellen.

Terrorismus / USA
21.12.2009 · 07:01 Uhr
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