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"Zwickauer Zelle": Anwohner hörten keine Schüsse bei Wohnmobil-Brand

Hamburg (dts) - Mehr als zwei Wochen nach dem Tod der rechtsextremen Terroristen Uwe M. und Uwe B. geben die Umstände weiter Rätsel auf, da Nachbarn des Eisenacher Neubaugebiets, in dem das Wohnmobil der Beiden bei ihrem Tod stand, keine Schüsse gehört haben. Dies berichtet das Online-Magazin "stern.de". Offiziell heißt es aber bislang, M. und B. hätten sich erschossen.

An diesem Wochenende sicherten Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Thüringen noch einmal Spuren in dem Neubaugebiet, wo das Wohnmobil nach dem letzten Bankraub der Beiden am 4. November von Polizisten entdeckt wurde. Nach der bisher bekannten offiziellen Darstellung hatten die beiden Männer nach einem Überfall auf eine Sparkasse in Eisenach das Wohnmobil gegen 11.30 Uhr angezündet und sich erschossen. Zwei Polizeibeamte hätten sich zuvor dem verdächtigen Wohnmobil genähert und zwei Schüsse gehört. Während sie in Deckung auf Verstärkung warteten, ging das Wohnmobil in Flammen auf. Die Feuerwehr musste erst löschen, dann fand die Polizei M. und B. mit tödlichen Schussverletzungen. Im Gegensatz zu dieser Darstellung haben die meisten Anwohner und Augenzeugen dem Bericht zufolge die ersten Polizisten zwar kommen und das Wohnmobil brennen sehen, aber weder davor noch danach Schüsse gehört. Lediglich eine Familie hatte gegenüber der Polizei von drei Schüssen gesprochen. Eine Frau, die nicht einmal zehn Meter vom letzten Standort des Wohnmobils wohnt, nahm durch ihr geöffnetes Fenster den Geruch von verbranntem Plastik wahr. "Schüsse sind aber keine gefallen, das hätte ich gehört", sagte sie dem Online-Magazin.
DEU / Justiz / Terrorismus / Gewalt
20.11.2011 · 20:29 Uhr
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