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Zwei Poker-Räuber auf der Flucht

Überfall aufgeklärtGroßansicht
Berlin (dpa) - Nach dem spektakulären Überfall auf das Berliner Poker-Turnier am 6. März sind am Donnerstag noch zwei Räuber auf der Flucht. Ihre beiden Komplizen sitzen in Untersuchungshaft.

Die 242 000 Euro, die das Quartett im Luxushotel Grand Hyatt am Potsdamer Platz im Zentrum Berlins erbeutet hatte, sind bisher noch nicht wieder aufgetaucht, wie der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag sagte.

Nach den beiden Flüchtigen im Alter von 19 und 20 Jahren aus den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln wird auch international gefahndet. Die Ermittlungsbehörden schlossen nicht aus, dass sie sich ins Ausland abgesetzt haben könnten. Die Polizei hat Fahndungsfotos auch ins Internet gestellt. Sie hoffte, dass die Flüchtigen wegen des großen Fahndungsdrucks bald aufgeben.

Die Ermittler präsentierten am Donnerstag das Auto, in dem das Räuberquartett nach dem Überfall zunächst entkommen war. Ein Zeuge hatte sich damals das Kennzeichen des Mercedes gemerkt und die Polizei informiert. Das Nummernschild des Autos brachte die Fahnder auf die Spur eines 21-Jährigen, der sich am vergangenen Montag den Behörden in der Hauptstadt stellte. Er gestand die Tat und gab die Namen seiner Komplizen preis.

Am späten Mittwochnachmittag konnte die Polizei den zweiten dringend Tatverdächtigen in Berlin festnehmen. Eine Zivilstreife hatte bei der Überprüfung mehrerer Männer im Bezirk Mitte einen Volltreffer gelandet. Der 20-Jährige ließ sich widerstandslos abführen. Er gab sofort zu, dass nach ihm gesucht werde.

Die mutmaßlichen Täter sind türkischer und arabischer Herkunft. Der Polizei waren sie schon vor dem Raubzug am Potsdamer Platz bekannt. Eigentums- und Rohheitsdelikte brachten sie vor Gericht oder ins Gefängnis. Die Beute aus dem Überfall hätte noch größer ausfallen können, wenn nicht ein Wachmann und ein Praktikant des Hotels couragiert eingegriffen hätten. Dadurch konnte eine bereits mit weiteren rund 600 000 Euro gefüllte Tasche sichergestellt werden.

Kriminalität / Glücksspiele / Berlin
18.03.2010 · 17:53 Uhr
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