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Zwei Bundeswehrsoldaten bei Anschlag verletzt

Bundeswehr-KonvoiGroßansicht
Kundus/Potsdam (dpa) - Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi westlich von Kundus in Nordafghanistan sind am Sonntag zwei deutsche Soldaten verletzt worden, einer davon schwer.

Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, wurde der schwer verletzte Soldat nach dem Anschlag am Vormittag (Ortszeit) im Rettungszentrum der Bundeswehr in Kundus operiert. Er befinde sich nicht in Lebensgefahr, hieß es. Beide Soldaten sollen den Angaben zufolge in den kommenden Tagen zur weiteren medizinischen Versorgung nach Deutschland geflogen werden.

Ein Taliban-Sprecher bekannte sich telefonisch zu der Tat und erklärte, bei der Explosion seien zwei Militärfahrzeuge zerstört und alle Insassen getötet worden. Angaben der Extremisten gelten als äußerst unzuverlässig.

Das Bundeswehr-Fahrzeug sei im Unruhedistrikt Char Darah von einem am Straßenrand versteckten Sprengsatz getroffen und beschädigt worden, sagte Distrikt-Gouverneur Abdul Wahid Omarchel. In Kundus sowie in der Nachbarprovinz Baghlan gibt es immer wieder Angriffe auf die Bundeswehr. Erst im April waren dort bei mehreren Anschlägen sieben deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Ebenfalls in der Provinz Kundus kam am Samstag ein US-Soldat durch eine Sprengfalle ums Leben. Nach afghanischen Behördenangaben wurden bei dem Anschlag drei weitere amerikanische Soldaten und ein afghanisches Kind verletzt. Ein weiterer NATO-Soldat starb nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF im Osten des Landes.

Mindestens 39 Taliban-Kämpfer wurden unterdessen bei Gefechten mit afghanischen und amerikanischen Soldaten in der südlichen Provinz Kandahar getötet. Wie das Innenministerium am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall bereits am Freitagabend. In der Taliban-Hochburg Kandahar plant die Internationale Schutztruppe ISAF in den kommenden Monaten eine Großoffensive gegen die Aufständischen. Der afghanische Präsident Hamid Karsai reiste am Sonntag in die Region, um dafür bei Stammesältesten um Unterstützung zu werben.

Konflikte / Bundeswehr / Afghanistan
13.06.2010 · 16:20 Uhr
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