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Zurückhaltende Reaktionen von AKW-Betreibern

Berlin (dpa) - Die Atomkonzerne haben auf die Ausstiegspläne der Bundesregierung zurückhaltend reagiert. Man kenne noch keine Details, hieß es von Vattenfall, EnBW und RWE am Montag. Bei RWE hieß es aber, der Konzern behalte sich juristische Schritte vor. Eon wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben.

«Wir waren an den Verhandlungen und Gesprächen nicht beteiligt und kennen nur das, was heute in den Medien berichtet wird», teilte der Karlsruher Energiekonzern EnBW mit. «Das, was wir hören, wirft unter anderem viele energiewirtschaftliche, technische und wirtschaftliche Fragen auf, die wir auf der jetzigen Basis nicht beantworten können.»

Die schwarz-gelbe Koalition peilt an, dass der Großteil der Atommeiler bis 2021 vom Netz gehen soll. Falls es Probleme bei der Energiewende gibt, sollen die letzten drei Kraftwerke jedoch erst 2022 abgeschaltet werden. An der umstrittenen Brennelementesteuer für die Atomkonzerne hält die Koalition fest.

Auch RWE-Sprecher Peter Hoscheidt berief sich auf mangelnde Detailkenntnis. Das, was bislang von der Bundesregierung vorliege, werde analysiert und bewertet. Bei einem vorgezogenen Atomausstieg behalte sich der Konzern aber juristische Schritte vor. Derzeit klagt RWE bereits als einziger deutscher Atomkonzern gegen das Moratorium der Bundesregierung, das die vorübergehende Abschaltung von Altmeilern bewirkt hat. Mittelfristig hält es der Konzern früheren Angaben zufolge für möglich, bei steigenden Strompreisen zu profitieren und Einbußen durch Brennelementesteuer oder kürzere Laufzeiten zumindest teilweise aufzufangen.

Die Bundesregierung müsse sich auch um die Netzstabilität Gedanken machen, sagte der Sprecher der Erzeugersparte RWE Power, Lothar Lambertz. Zur künftigen Kraftwerksstrategie wollte sich RWE noch nicht äußern. Derzeit würden bei Bedarf konventionelle Kraftwerke stärker ausgelastet und Strom an der Börse zugekauft, hieß es.

Vattenfall reagierte zurückhaltend auf die Entscheidung der Bundesregierung, die Kernkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel nicht wieder ans Netz zu lassen. «Wir nehmen die Entscheidung erst einmal zur Kenntnis», sagte Vattenfall-Sprecherin Barbara Meyer-Bukow. Vattenfall betreibt die beiden schleswig-holsteinischen AKW, die wegen mehrerer Pannen seit 2007 fast ununterbrochen stillstehen.

Energie / Atom
30.05.2011 · 23:01 Uhr
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