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Zugunglück in Indonesien: Menschliches Versagen

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Jakarta (dpa) - Ein Zugunglück mit mindestens 34 Toten in Indonesien ist nach ersten Ermittlungen wahrscheinlich auf menschliches Versagen zurückzuführen. Das berichteten Polizei und Eisenbahngesellschaft am Sonntag.

Ein Passagierzug war am frühen Samstag rund 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Jakarta auf einen stehenden Zug geprallt. Drei Waggons sprangen aus den Gleisen und kippten um, mehrere Waggons verkeilten sich ineinander. Mehr als 40 Passagiere wurden verletzt.

«Das System zeigt keine Mängel», sagte der Polizeichef von Zentraljava, Edward Aritonang, nach Angaben örtlicher Medien. «Jemand hat offensichtlich einen Fehler gemacht - ob es der Fahrer war oder der Stationsvorsteher - das muss die Untersuchung zeigen.»

Der Passagierzug aus Jakarta war unterwegs nach Surabaya im Osten der Insel Java. Die meisten Passagiere schliefen, als der Zug in den frühen Morgenstunden in einem Bahnhof im Distrikt Pemalang auf den stehenden Zug prallte. Polizei und Feuerwehr musste Kräne einsetzen, um die Wrackteile zu heben und zu den Überlebenden vorzudringen. Noch nach Stunden waren Sanitäter und Freiwillige dabei, eingeklemmte Passagiere aus dem Wrack zu bergen.

Verkehrsunglücke zu Land, in der Luft und im Wasser sind in dem riesigen Inselreich keine Seltenheit. Experten machen oft die marode Infrastruktur verantwortlich. Zwischen vielen der 17 000 Inseln verkehren teils überalterte oder überladene Fähren. Im Preiskampf um Passagiere sind kleinere Fluggesellschaften oft mit alten Maschinen unterwegs gewesen. Nach einer Serie von Flugzeug-Unfällen hat die Transportsicherheitsbehörde jedoch strikte Auflagen erlassen.

Unfälle / Indonesien
03.10.2010 · 11:53 Uhr
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