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Zufriedenheit mit Schwarz-Gelb auf neuem Tiefpunkt

Vizekanzler und KanzlerinGroßansicht
Berlin (dpa) - Die koalitionsinternen Streitereien zwischen Union und FDP wirken sich weiterhin negativ auf die Wählergunst aus. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend von «Stern» und RTL käme die schwarz-gelbe Regierung derzeit gemeinsam auf nur 37 Prozent.

Seit der Bundestagswahl vor knapp neun Monaten hat sie damit rund 11 Prozentpunkte eingebüßt. Auf dasselbe Ergebnis kommt ein am Dienstag veröffentlichter ARD-«Deutschlandtrend»-Extra.

Vor allem die Liberalen stecken weiterhin im Tief. Laut dem von der ARD beauftragten Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap verliert die FDP einen Zähler und liegt inzwischen nur noch bei 5 Prozent - dem schlechtesten Wert in dieser Umfrage seit Oktober 2003. Forsa sieht den Regierungspartner der Union bei 6 Prozent (plus 1), wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

CDU und CSU würden laut Forsa 31 Prozent der Wählerstimmen erhalten (minus 1). Infratest sieht die Union bei 32 Prozent (plus 1). Die Werte der Opposition blieben weitgehend stabil: Die SPD steht zwischen 26 Prozent (ARD) und 29 Prozent («Stern»/RTL), die Grünen bleiben bei 17 beziehungsweise 18 Prozent. Die Linke kommt jeweils auf 11 Prozent. In beiden Umfragen liegen die Oppositionsparteien nach derzeitigem Stand sehr deutlich vor der Koalition.

Auch die Zufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist auf einem neuen Tief angelangt. Nach der ARD-Umfrage sind nur noch 12 Prozent der Deutschen mit der Arbeit der Koalition zufrieden. Dies sind acht Punkte weniger als zu Monatsbeginn. 86 Prozent der Deutschen sind demnach unzufrieden mit der Arbeit von Schwarz-Gelb (plus 8). So negativ wurde eine Bundesregierung der ARD zufolge zuletzt im März 2004 bewertet.

Gefragt, ob die Koalition aus Union und FDP bis 2013 weiterarbeiten, ob es zu einem Wechsel hin zu einer großen Koalition kommen oder gar Neuwahlen geben sollte, entscheidet sich knapp die Hälfte der Befragten für Neuwahlen. 47 Prozent halten das für die beste der drei Möglichkeiten. 24 Prozent sind für einen Wechsel zu einer Koalition aus Union und SPD. 23 Prozent befürworten eine Weiterarbeit der schwarz-gelben Koalition bis 2013.

Parteien / Umfragen
16.06.2010 · 11:09 Uhr
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