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Zollitsch erklärt Streit mit Leutheusser für beendet

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Freiburg (dpa) - Die katholische Kirche hat ihren Konflikt mit der Bundesregierung um Äußerungen von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) für beendet erklärt.

Der Streit um kritische Aussagen der Ministerin zur Rolle der Kirche im Missbrauchskandal sei beigelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Robert Zollitsch, zum Ende der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe am Donnerstag in Freiburg.

Die Ministerin habe sich in einem Schreiben an die Bischöfe gewandt und ihnen darin den Willen zur lückenlosen Aufklärung bescheinigt. «Ich bin froh und dankbar für diese Klarstellung», sagte Zollitsch. Für die nächsten Wochen sei ein Gespräch zwischen ihm und der Ministerin vereinbart. Darin könnten weitere Fragen, beispielsweise die Strafverfolgung von kirchlichen Sexualtätern, geklärt werden. Im Grundsatz gebe es zwischen seiner Kirche und der Regierung nun aber keinen Widerspruch mehr.

«An der Bereitschaft und dem festen Willen, sexuellen Missbrauch zu verfolgen und streng zu ahnden, darf es keinen zweifel geben», sagte Zollitsch. Die Kirche wolle eng mit den Staatsanwaltschaften zusammenarbeiten. Einen «runden Tisch», wie ihn Leutheusser-Schnarrenberger gefordert hatte, lehnte Zollitsch ab. Hierfür gebe es derzeit keine Notwendigkeit.

Kriminalität / Kirchen / Schulen
25.02.2010 · 22:47 Uhr
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