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Zerstückelte Leiche: Student verurteilt

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Berlin (dpa) - Ein Student, der einen Obdachlosen getötet und zerstückelt hat, ist am Mittwoch vom Berliner Landgericht zu 13 Jahren und 10 Monaten Haft wegen Mordes verurteilt worden.

Der 28-jährige Angeklagte hatte den Brandenburger Ende August 2009 in der Trinkerszene am Bahnhof Zoo kennengelernt und wenige Stunden später in seiner Wohnung im Bezirk Schöneberg umgebracht. Das Motiv konnte nicht geklärt werden.

«Er hat ihm ein Nachtlager bereitet und ihm wie mit einem Fallbeil den Kopf eingeschlagen», schilderte Richterin Angelika Dietrich die grausame Tat. Kopf und Torso vergrub der Angeklagte auf einem verlassenen Bahngelände. Andere Leichenteile lagen in der Kühltruhe der Wohnung. Das Gericht bewertete die Zerstückelung der Leiche bis hin zum Abziehen der Rückenhaut als außerordentlich grausam.

Das Landgericht ging von einer verminderten Schuldfähigkeit wegen einer mittelgradigen Alkoholisierung des Angeklagten aus. Die vom Staatsanwalt beantragte lebenslange Haft bleibt dem 28-Jährigen damit erspart. Strafmildernd wertete die Strafkammer, dass der Student sich stellte.

Das Gericht schloss sich weder der Überzeugung des Anklägers an, der vom Plan für einen perfekten Mord sprach, noch folgte sie der Verteidigung, die auf Totschlag im Affekt plädiert hatte. Die Version des Studenten von einem Streit um etwas Kleingeld ist aus Sicht der Richter gelogen. Der Angeklagte war wegen Erpressung vorbestraft.

Prozesse / Kriminalität / Urteile
24.03.2010 · 11:06 Uhr
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