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Zentralrat der Muslime begrüßt Gleichstellungsplan

Köln (dpa) - Der Zentralrat der Muslime ist erfreut über den Vorschlag von SPD und Grünen, den Islam rechtlich den christlichen Kirchen gleichzustellen.

Damit könnten viele Integrationsprobleme gelöst werden, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, am Donnerstag der dpa in Köln. «Natürlich ist der Islam anders organisiert als die Kirchen, aber das ist kein Hinderungsgrund (für eine Gleichstellung). Die Juden sind auch anders organisiert.»

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, hatte gesagt, es wäre ein wichtiges Signal an die vier Millionen Muslime in Deutschland, wenn der Staat den Islam als Religionsgemeinschaft anerkenne. Bisher war dies vor allem mit dem Argument abgelehnt worden, es gebe keine übergreifende Organisation, die die Muslime vertrete, so wie bei den Christen die katholische und die evangelische Kirche.

Mazyek sagte: «Wir brauchen jetzt keine Freund-Feind-Debatte, sondern praktische Lösungsansätze und einen Dialog auf Augenhöhe, der die multireligiöse Vielfalt in unserem Land bejaht und rechtlich absichert.»

Parteien / Integration
07.10.2010 · 12:19 Uhr
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