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Zentralafrikanische Republik: 1.000 Tote in zwei Tagen

Bangui (dts) - In der Zentralafrikanischen Republik sollen allein innerhalb der letzten Tage rund 1.000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sein. Das teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am Donnerstag mit und sprach dabei von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Diese seien allen beteiligten Parteien vorzuwerfen.

Unter anderem habe es Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren, Verstümmelungen, gezielte Zerstörung von religiösen Gebäuden und Vertreibungen gegeben. Gleichzeitig forderte die Organisation ein "robustes" UN-Mandat. In den letzten zwei Wochen hatte Amnesty International die Lage in dem Land vor Ort inspiziert. Am 24. März 2013 hatte die Rebellenkoalition Séléka den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bangui eingenommen, Präsident François Bozizé war unmittelbar darauf geflohen. Rebellenführer Michel Djotodia ließ sich im August zum Präsidenten küren. Obwohl er im September die Séléka auflöste, kam es im November zunehmend zu Gewalttätigkeiten größeren Ausmaßes zwischen Kämpfern der ehemaligen Rebellen und den Anhängern Bozizés, was gleichzeitig auch ein Konflikt zwischen Moslems und Christen ist. Sowohl die französische Regierung als auch die Mission der Afrikanischen Union (MISCA) kündigten angesichts der eskalierenden Gewalt die Entsendung weiterer Truppen an.
Vermischtes / Zentralafrika / Terrorismus / Gewalt
19.12.2013 · 04:52 Uhr
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