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Zeitung: Zehntausende Senioren haben jahrelang zu niedrige Renten bekommen

Berlin (dts) - Zehntausende Senioren haben über Jahre hinweg zu wenig Rente bekommen. Das berichtet die "Bild-Zeitung" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Bundesversicherungsamtes (BVA). Danach wurden bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (ehemals BfA) und der Knappschaft-Bahn-See Kinderzuschläge für Witwen und Witwer nicht berücksichtigt sowie Berufsausbildungszeiten falsch berechnet.

Bei der Knappschaft-Bahn-See wurden dem BVA-Tätigkeitsbericht zufolge wegen der Kinderzuschläge 3.289 Fälle überprüft. 1.210 Rentner bekamen Nachzahlungen für vergessene Kinderzuschläge in Höhe von insgesamt 2,9 Millionen Euro. Bei der Rentenversicherung Bund wurden 26.045 Fälle überprüft. 7.992 waren zu niedrig berechnet. Die Nachzahlung betrug insgesamt 19,4 Millionen Euro, im Schnitt 57,28 Euro im Monat pro betroffenem Rentner. Wegen falsch berücksichtigter Berufsausbildungszeiten wurden sogar 215.542 Renten überprüft. 147.702 (68,5 Prozent) waren zu niedrig berechnet, rund 4.000 aber zu hoch. Die Rentenversicherung hat die Fehler der Zeitung zufolge eingeräumt und Besserung gelobt: Es seien "die erforderlichen Maßnahmen ergriffen" worden, "um zu vermeiden, dass sich vergleichbare Fälle künftig wiederholen". Dem Bericht nach hat das Bundesversicherungsamt aber nur die beiden bundesweiten Rententräger überprüft. Für die 14 anderen regionalen Rententräger ist das BVA hingegen nicht zuständig. Dort laufen die Prüfungen auf mögliche Falschberechnungen noch oder haben noch gar nicht begonnen. Die regionalen Rententräger sind für mehr als die Hälfte aller Renten zuständig. Folge: Tausende Rentner wissen noch gar nicht, dass sie möglicherweise zu niedrige Renten bekommen, schreibt das Blatt.
Politik / DEU / Gesellschaft
15.08.2012 · 00:00 Uhr
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