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Zeitung: Zahl der Opfer rechtsextremer Gewalt höher als angenommen

Berlin (dts) - Die Zahl der Todesopfer rechtsextremer Gewalt liegt in Deutschland offenbar weit höher als bisher bekannt. Wie die "Welt am Sonntag" (9. Februar) berichtet, überprüft das Bundeskriminalamt (BKA) derzeit 628 unaufgeklärte Alt-Gewaltfälle auf einen möglichen rassistischen, ausländerfeindlichen oder rechtsextremen Hintergrund. Besonders viele der Fälle stammen aus Baden-Württemberg, das allein 209 ungeklärte Gewalttaten eingereicht hat.

Es sei ein Problem, dass nach wie vor einseitig ermittelt und der Rechtsextremismus fast nur mit Ostdeutschland verbunden werde, erklärte die Vorsitzende der Berliner Amadeu Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, der "Welt am Sonntag". Dabei hätten sich im Westen unbemerkt rechte Netzwerke und Kameradschaftsstrukturen verfestigen können. Vor allem im konservativen Süden der Republik gebe es eine "lange Tradition der Verharmlosung." Von einer Polizeistruktur, die eine rassistische Tat richtig bewertet und einordnet, sei man "noch Lichtjahre entfernt", kritisierte Kahane. Auch der Thüringer Landtagsabgeordnete Dirk Adam (Grüne) aus Thüringen glaubt, dass es in Baden-Württemberg viel mehr Gewalttaten mit rechtsextremem Hintergrund geben könnte als bisher offiziell eingeräumt. Die hohe Zahl der zu überprüfenden Delikte zeige, "dass man dort früher auf das Thema Rechtsextremismus nicht so geachtet hat", sagte Adam der "Welt am Sonntag".
Vermischtes / DEU / Kriminalität
09.02.2014 · 01:00 Uhr
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