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Zeitung: Städte kämpfen um Karstadt

Berlin (dts) - Der Deutsche Städtetag hofft im Interesse der betroffenen Städte auf eine Rettung möglichst vieler Karstadt-Filialen. "Kaufhäuser sind ein wichtiger Faktor für lebendige Innenstädte und bedeutende Arbeitgeber", sagte die Präsidentin des Deutschen Städtetages, Petra Roth, der heute erscheinenden Ausgabe des "Tagesspiegel". In der Politik fordern immer mehr Politiker ein stärkeres Engagement der Arcandor-Eigentümer. Zunächst müssten die Familie Schickedanz und die Bank Sal. Oppenheim ihren Beitrag leisten, forderte Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf. Bewegen müssten sich auch die Banken, da mit der Commerzbank und der Bayerischen Landesbank Institute betroffen seien, die ihrerseits Staatshilfe bekommen haben. Wolf habe den Eindruck, dass Arbeitnehmer und Arbeitsplätze bei Arcandor benutzt werden, "um Druck auf die Politik zu machen und möglichst viel Staatsknete für die Eigentümer abzugreifen." Nach Meinung des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Ernst Hinsken, ist es nicht Aufgabe des Staates, Arcandor zu retten. Auch unter touristischen Gesichtspunkten müsse man Karstadt nicht unbedingt erhalten, meinte Hinsken. "Nicht die Namen sind entscheidend, sondern die Vielfalt", sagte der CSU-Politiker. Er forderte Arcandor auf, mit der Konkurrenz ins Geschäft zu kommen.
DEU / Wirtschaftskrise / Staatshilfen
07.06.2009 · 03:25 Uhr
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