News
 

Zeitung: Staatsverschuldung dreimal größer als offiziell ausgewiesen

Berlin (dts) - Die Staatsverschuldung ist angeblich mehr als dreimal höher als offiziell ausgewiesen. Das geht aus Berechnungen des Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen hervor, die der Tageszeitung "Die Welt" vorliegen. Demnach beträgt die gesamte Schuldenlast der öffentlichen Haushalte 6,2 Billionen Euro. In den offiziellen Statistiken würden dagegen lediglich 1,9 Billionen Euro ausgewiesen. "Noch viel stärker als die sichtbare Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen schlagen die Schulden, die in unserem Sozialstaat versteckt sind, zu Buche", sagte Raffelhüschen der Zeitung. Nicht die Krise sei Schuld an der hohen Verschuldung, sondern "die Tatsache, dass wir seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse leben", so der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge. Die Gesamtverschuldung oder "Nachhaltigkeitslücke" gibt an, in welchem Umfang der Staat eigentlich finanzielle Rücklagen bilden müsste, um die künftigen Ausgaben finanzieren zu können. Seit 2008 ist die Gesamtschuldenlast laut Raffelhüschen von 167 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 249 Prozent im laufenden Jahr in die Höhe geschnellt.
DEU / Steuern / Wirtschaftskrise
21.03.2010 · 14:59 Uhr
[3 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen