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Zeitung: Oppositionelle in Syrien fordern NATO-Intervention

Berlin (dts) - Nach dem Ende der Herrschaft des libyschen Machthabers Muammar al-Gadhafi haben auch Oppositionelle in Syrien zum ersten Mal nach Unterstützung durch die NATO verlangt. Führende Vertreter der Protestbewegung in der syrischen Stadt Homs fordern nach Informationen der "Zeit" ein sofortiges Eingreifen des westlichen Militärbündnisses. Eine Intervention von außen hat die syrische Opposition bisher abgelehnt.

Wie Organisatoren der Demonstrationen einem Reporter der "Zeit" erklärten, hat sich die humanitäre Lage in Homs dramatisch zugespitzt. Sie appellieren an den Westen, eine Flugverbotszone für die Zwei-Millionen-Metropole einzurichten. Das Assad-Regime geht seit Monaten mit großer Brutalität gegen die Stadtbevölkerung vor. Ein hochrangiger Geheimdienstoffizier berichtete der "Zeit" von 32 Massengräbern und 25 Schulen, die in der Stadt als provisorische Internierungslager dienten. Gegenwärtig seien 120.000 Menschen in ganz Syrien inhaftiert. Der ZEIT-Reporter beobachtete in Homs, wie syrische Sicherheitskräfte auf friedliche Demonstranten schossen. Vier von ihnen wurden getötet, vierzig verletzt.
DEU / Syrien / Weltpolitik
24.08.2011 · 13:42 Uhr
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